Samtig-cremiger veganer Käsekuchen auf Basis von eingeweichten Cashews und Seidentofu, verfeinert mit frischem Zitronensaft und -abrieb, auf einem knusprigen Keksboden. Ein zeitloser Klassiker der deutschen Backkultur, komplett pflanzlich neu interpretiert.
Heize den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vor. Fette eine Springform (26 cm Durchmesser) dünn mit veganer Butter ein oder lege den Boden mit Backpapier aus. So löst sich der Kuchen später mühelos aus der Form.
Zerbrösle die veganen Butterkekse fein – am schnellsten geht das im Blitzhacker oder Standmixer. Alternativ die Kekse in einen Gefrierbeutel füllen und mit dem Nudelholz fein zerkleinern. Die Krümel sollten sandig-fein sein, ohne größere Stücke, damit der Boden später gut zusammenhält.
Vermenge die Keksbrösel mit der geschmolzenen veganen Butter, bis eine gleichmäßig feuchte, sandartige Masse entsteht. Drücke die Mischung fest und gleichmäßig in die vorbereitete Springform, auch etwas den Rand hoch. Ein Glasboden oder Löffelrücken hilft, den Boden richtig anzupressen – das verhindert später ein Bröckeln beim Anschneiden. Stelle den Boden für mindestens 15 Minuten kalt, während du die Füllung vorbereitest.
Masse & Backen
Gib die abgetropften, eingeweichten Cashews, den Seidentofu, den Zucker, den Saft und Abrieb der beiden Bio-Zitronen, die Speisestärke, die Kokosmilch, das Vanilleextrakt und die Prise Salz in einen Hochleistungsmixer.
Püriere alles sehr lange und gründlich, bis eine vollkommen glatte, feinste Creme ohne erkennbare Cashewstückchen entsteht. Das ist der wichtigste Schritt für die richtige Käsekuchen-Konsistenz – rechne ruhig mit 2-3 Minuten Mixzeit und stoppe zwischendurch, um den Rand herunterzuschaben. Die fertige Masse sollte sich anfühlen wie ein dicker, sämiger Pudding.
Gieße die Käsekuchen-Masse gleichmäßig auf den gekühlten Boden und streiche die Oberfläche mit einem Teigspatel glatt. Klopfe die Form vorsichtig ein paar Mal auf die Arbeitsfläche, um eingeschlossene Luftblasen entweichen zu lassen.
Backe den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 160 °C ca. 50 Minuten. Er ist fertig, wenn der Rand sichtbar fest ist und die Mitte auf leichtes Rütteln nur noch minimal wackelt – ähnlich wie Wackelpudding, nicht mehr flüssig. Ein zu langes Backen macht die Masse rissig und trocken, daher lieber ein bis zwei Minuten früher aus dem Ofen nehmen, wenn du unsicher bist.
Abkühlen & Kühlen
Schalte den Ofen aus und lasse den Kuchen darin bei leicht geöffneter Ofentür (z. B. mit einem Kochlöffel fixiert) langsam abkühlen, für etwa 1 Stunde. Dieser sanfte Temperaturübergang ist der beste Trick gegen Risse auf der Oberfläche.
Stelle den Kuchen anschließend bei Zimmertemperatur vollständig abkühlen, bevor du ihn abgedeckt für mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank stellst. Erst durch das lange Durchkühlen bekommt die Masse ihre finale, schnittfeste, cremige Textur.
Löse den Kuchen vorsichtig vom Springformrand, schneide ihn in 12 Stücke und serviere ihn pur oder mit etwas frischem Zitronenabrieb und Beeren garniert.
Notizen
Wichtig: Der Kuchen braucht nach dem Backen zusätzlich mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, Kühlzeit im Kühlschrank. Diese Ruhezeit ist in der oben angegebenen Gesamtzeit nicht enthalten, da sie keine aktive Zubereitungszeit ist – plane sie aber unbedingt mit ein, wenn du den Kuchen für einen bestimmten Anlass backst.Die Cashews sollten mindestens 8 Stunden bzw. über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht werden, damit sie sich im Mixer fein und cremig pürieren lassen. Wer es eilig hat, kann sie ersatzweise 15 Minuten in kochendem Wasser einweichen.