Pak Choi richtig zubereiten – der milde Blätterkohl aus Asien
Pak Choi richtig zubereiten – der milde Blätterkohl aus Asien
Pak Choi richtig zubereiten ist einfacher, als viele denken, sorgt aber für einen großen Unterschied im Ergebnis: Während die zarten Blätter nur Sekunden brauchen, wollen die knackigen Stiele etwas länger in der Pfanne oder im Wok bleiben.
Der milde Kohl stammt ursprünglich aus China, ist dort fester Bestandteil der Wok-Küche und mittlerweile auch in deutschen Supermärkten und Asia-Läden das ganze Jahr über gut erhältlich. Sein zartes, leicht süßliches Aroma erinnert an eine Mischung aus Mangold und Chinakohl, ist aber milder und weniger erdig als klassischer Grünkohl oder Wirsing. Gerade weil er so schnell gar ist, eignet er sich hervorragend für die schnelle Küche unter der Woche, ohne dass du lange am Herd stehen musst.
In diesem Ratgeber erfährst du, was Pak Choi botanisch von Chinakohl unterscheidet, worauf du beim Einkauf achten solltest und wie du ihn Schritt für Schritt zubereitest, damit Blätter und Stiele gleichzeitig perfekt gegart sind.
Was ist Pak Choi?
Pak Choi, auch Pak Choy oder Bok Choy genannt, gehört botanisch zur selben Art wie Chinakohl, bildet aber keine feste Rolle, sondern lockere, löffelartige Blätter mit weißen oder hellgrünen Stielen. Mehr Hintergrundwissen zu Herkunft und Sorten findest du bei Wikipedia: Pak Choi. Im Unterschied zu Chinakohl, der meist roh im Salat oder eingelegt als Kimchi landet, wird Pak Choi fast immer kurz erhitzt, etwa gedünstet, im Wok gebraten oder in Suppen gegart. Botanisch zählt er wie fast alle Kohlsorten zur Pflanzenfamilie der Kreuzblütler, zu der auch Brokkoli, Rucola und Senf gehören, was das würzig-frische Aroma erklärt.
Pak Choi einkaufen und lagern
Achte beim Kauf auf feste, knackige weiße Stiele ohne braune Druckstellen und auf sattgrüne, nicht welke Blätter. Gelbliche oder schlaffe Blätter sind ein Zeichen dafür, dass der Kohl schon länger liegt. Im Handel findest du meist zwei Größen: den etwas kräftigeren, normalgroßen Pak Choi mit festeren Stielen sowie den zarteren Baby Pak Choi, der sich im Ganzen halbiert und kurz anbraten lässt, ohne vorher in Blätter und Stiele zerlegt zu werden. Ungewaschen und locker in Küchenpapier oder einer Papiertüte verpackt hält sich Pak Choi im Gemüsefach des Kühlschranks etwa 3 bis 5 Tage.
Warum Pak Choi auf deinen Speiseplan gehört
- Schnell gegart: Die zarten Blätter und dünnen Stiele brauchen nur wenige Minuten in der Pfanne, ideal für schnelle Feierabendküche ohne lange Vorbereitung.
- Vielseitig einsetzbar: Ob im Wok, in der Ramen-Schüssel, als Beilage zu Reis oder gedünstet zu Tofu – Pak Choi passt in fast jedes asiatisch inspirierte Gericht und lässt sich leicht kombinieren.
- Mild im Geschmack: Anders als manche Kohlsorten schmeckt Pak Choi nicht streng oder bitter, sondern angenehm mild und leicht süßlich, was ihn auch für Kohl-Skeptiker interessant macht.
- Nährstoffreich: Er liefert unter anderem Vitamin C, Vitamin K, Folsäure und Kalium bei vergleichsweise wenigen Kalorien je Portion.
- Ganzjährig verfügbar: Im Gegensatz zu vielen anderen Kohlsorten bekommst du Pak Choi nahezu das ganze Jahr über frisch im Supermarkt oder Asia-Laden.
- Wenig Abfall: Anders als bei festen Kohlköpfen lassen sich bei Pak Choi fast alle Teile verwerten, von den Stielen bis zu den zarten Blattspitzen.
Schritt für Schritt: Pak Choi richtig zubereiten
- Pak-Choi-Köpfe unter kaltem, fließendem Wasser gründlich waschen, denn zwischen den dicht stehenden Blättern setzt sich gerne Sand oder Erde fest.
- Den Strunk am unteren Ende knapp abschneiden und die einzelnen Blätter voneinander lösen, bei kleineren Köpfen reicht auch ein Halbieren oder Vierteln entlang des Strunks.
- Weiße Stiele und grüne Blätter getrennt in mundgerechte Stücke schneiden, da sie unterschiedlich lange brauchen, um gar zu werden.
- Wok oder große Pfanne mit etwas neutralem Öl wie Rapsöl stark erhitzen, bis es leicht zu rauchen beginnt – nur bei hoher Hitze bleibt das Gemüse später knackig.
- Zuerst fein gehackten Knoblauch und Ingwer kurz andünsten, dann die Stiele dazugeben und etwa 2 Minuten kräftig unter Rühren anbraten, damit sie ihren Biss behalten.
- Die Blätter erst in den letzten 1 bis 2 Minuten dazugeben, da sie viel schneller zusammenfallen als die festeren Stiele.
- Mit Sojasauce, etwas Sesamöl und nach Belieben Chiliflocken oder geröstetem Sesam abschmecken, dabei nur sparsam salzen, da Sojasauce bereits kräftig würzt.
- Sofort servieren, solange die Blätter noch leuchtend grün und die Stiele noch angenehm knackig sind, denn Pak Choi verliert nach dem Garen schnell an Textur.
Weitere Zubereitungsarten für Pak Choi
Neben dem klassischen Anbraten im Wok lässt sich Pak Choi auch gut dämpfen: Dazu halbe oder geviertelte Köpfe für etwa 3 bis 4 Minuten im Dampfeinsatz garen, bis die Stiele gerade bissfest sind, und anschließend mit etwas Sojasauce, Knoblauch und geröstetem Sesamöl beträufeln. Auch in Suppen und Ramen-Schüsseln macht er sich gut, dort reicht es, die geschnittenen Blätter erst in den letzten ein bis zwei Minuten der Garzeit in die heiße Brühe zu geben. Baby Pak Choi lässt sich sogar im Ganzen halbiert kurz scharf anbraten und braucht dabei durch seine zarteren Stiele keine getrennte Garzeit.
Häufige Fehler vermeiden
Der häufigste Fehler beim Pak Choi richtig zubereiten: Blätter und Stiele landen gleichzeitig in der Pfanne, wodurch die Blätter matschig werden, bevor die Stiele gar sind. Trenne deshalb immer beide Teile und gib die Stiele zuerst in die Pfanne. Auch zu niedrige Hitze ist ein Problem: Im Wok sollte es richtig heiß sein, damit das Gemüse knackig bleibt, statt im eigenen Saft zu schmoren. Zu langes Waschen im Voraus lässt ihn außerdem schneller welken, wasche ihn deshalb am besten erst kurz vor der Zubereitung. Und auch beim Würzen gilt: lieber sparsam mit Salz umgehen, da Sojasauce, Miso oder andere asiatische Würzmittel oft schon ausreichend Salz mitbringen.
Passende Rezepte zum Ausprobieren
Besonders gut passt Pak Choi in asiatisch inspirierte Schüsselgerichte: In unserer veganen Erdnuss-Ramen sorgt er zusammen mit knusprigem Tofu und Noodles für die perfekte Portion grünes Gemüse in der samtigen Kokos-Erdnuss-Brühe.
Auch zu unserem knusprigen Tofu mit Sesam und Erdnuss-Dip passt kurz angebratener Pak Choi hervorragend als frische, leicht süßliche Beilage neben Reis.
FAQ zu Pak Choi
Beide gehören zur selben Pflanzenart, sehen aber unterschiedlich aus und schmecken anders. Chinakohl bildet einen festen, länglichen Kopf mit eng anliegenden, gewellten Blättern und wird meist roh im Salat oder fermentiert als Kimchi gegessen. Pak Choi dagegen bildet lockere, löffelförmige Blätter mit dicken weißen Stielen, die nicht zu einem festen Kopf zusammenwachsen, und wird fast immer kurz erhitzt, etwa im Wok oder in der Suppe.
Am besten trennst du beide Teile vor dem Garen, weil die Stiele deutlich länger brauchen als die zarten Blätter. Gibst du beides gleichzeitig in die Pfanne, werden die Blätter oft matschig, bevor die Stiele gar sind. Schneide die Stiele daher etwas kleiner und gib sie zuerst in die Pfanne.
Ungewaschen und locker in ein feuchtes Küchentuch oder eine Papiertüte gewickelt hält sich Pak Choi im Gemüsefach des Kühlschranks etwa 3 bis 5 Tage. Wasche ihn erst kurz vor der Zubereitung, da Feuchtigkeit ihn schneller welken lässt.
Wenn du Pak Choi richtig zubereiten willst, kommt es vor allem auf die Reihenfolge und die Hitze an: Stiele zuerst, Blätter zuletzt, und das Ganze bei kräftiger Pfannenhitze statt gemütlichem Schmoren. So wird aus dem unscheinbaren Asia-Gemüse in wenigen Minuten eine knackig-zarte Beilage, die in kaum einem Wok-Gericht oder einer asiatisch inspirierten Suppe fehlen sollte und sich schnell zu einem festen Bestandteil deiner wöchentlichen Küche entwickeln kann.

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