Veganer Schwäbischer Kartoffelsalat mit Radieschen
Du bist auf der Suche nach einem veganen Beilagen-Klassiker, der zum Grillabend, ins Büro oder einfach auf den sommerlichen Mittagstisch passt? Kartoffelsalat gehört zu den beliebtesten deutschen Gerichten überhaupt – und die schwäbische Variante mit heißer Brühe und Essig-Öl-Marinade ist ohnehin oft schon ganz ohne Mayonnaise unterwegs.
Wir haben den Klassiker vegan durchdekliniert und mit frischen Radieschen, Schnittlauch und einer optionalen Cashew-Crème-fraîche-Note aufgefrischt. So wird aus dem traditionellen Rezept ein veganer Kartoffelsalat, der genauso gut auf jeder vegetarischen Grillparty landen kann.
Warum du diesen veganen Kartoffelsalat lieben wirst
Die heiße Brühe-Essig-Marinade zieht tief in die noch warmen Kartoffelscheiben ein und sorgt für den typisch würzigen, leicht säuerlichen Geschmack, für den die schwäbische Küche bekannt ist. Radieschen bringen Frische und Knackigkeit, während geröstete Sonnenblumenkerne für einen nussigen Crunch sorgen. Das Ergebnis ist ein Kartoffelsalat, der sich weder hinter der Mayo-Variante noch hinter dem Original mit Speck verstecken muss.
Alltagstauglich und perfekt für die Grillsaison
Du brauchst keine Spezialzutaten – Kartoffeln, Gemüsebrühe, Essig und Öl hast du wahrscheinlich schon zuhause. Der Salat lässt sich prima am Vortag vorbereiten und zieht im Kühlschrank sogar noch mehr Geschmack. Für Grillabende, Familienfeiern oder als Meal-Prep-Beilage unter der Woche ist dieser vegane Kartoffelsalat eine verlässliche Wahl.

Veganer Schwäbischer Kartoffelsalat mit Radieschen
Zutaten
Für den Kartoffelsalat
- 1 kg festkochende Kartoffeln z.B. Sieglinde oder Annabelle
- 400 ml Gemüsebrühe heiß
- 1 Stück rote Zwiebel fein gewürfelt
- 3 EL Weißweinessig
- 2 EL Rapsöl
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 1 TL Zucker
- 1 TL Salz
- 1 Prise Pfeffer
Zum Verfeinern
- 1 Bund Radieschen in dünne Scheiben
- 3 EL Schnittlauch in Röllchen
- 2 EL Sonnenblumenkerne geröstet
- 3 EL vegane Cashew-Crème fraîche optional, für extra Cremigkeit
Zubereitung
Kartoffeln kochen
- Wasche die Kartoffeln und koche sie mit Schale in Salzwasser 20-25 Minuten, bis sie weich, aber noch bissfest sind.
- Gieße die Kartoffeln ab, lass sie kurz ausdampfen und pelle sie, solange sie noch warm sind (Küchenhandschuhe helfen). Schneide sie in dünne Scheiben.
Marinade zubereiten
- Verrühre die fein gewürfelte Zwiebel mit der heißen Gemüsebrühe, Weißweinessig, Rapsöl, Senf und Zucker. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Marinieren
- Gib die noch warmen Kartoffelscheiben in eine große Schüssel und gieße die Marinade darüber. Vorsichtig unterheben, damit die Scheiben nicht zerfallen. Die Kartoffeln nehmen die Marinade am besten auf, solange sie noch warm sind.
- Lass den Salat 20-30 Minuten bei Zimmertemperatur ziehen.
Verfeinern & servieren
- Hebe die Radieschenscheiben und den Schnittlauch unter. Wer mag, rührt zusätzlich 2-3 EL Cashew-Crème fraîche unter für eine besonders cremige Textur.
- Nochmal abschmecken, mit gerösteten Sonnenblumenkernen bestreuen und lauwarm oder kalt servieren.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen
Der schwäbische Kartoffelsalat unterscheidet sich vom norddeutschen Pendant vor allem durch den Verzicht auf Mayonnaise: Stattdessen ziehen die Kartoffeln in einer heißen Marinade aus Brühe, Essig und Öl. Diese Zubereitung ist historisch bereits ohne tierische Zutaten entstanden, was sie zu einer idealen Basis für eine komplett pflanzliche Interpretation macht.
Festkochende Kartoffelsorten wie Sieglinde oder Annabelle behalten beim Kochen und Marinieren ihre Form, während mehligkochende Sorten schneller zerfallen. Radieschen wiederum haben von Mai bis Oktober Hauptsaison und bringen zusätzlich zur Frische auch eine gute Portion Vitamin C mit.
So gelingt der Kartoffelsalat garantiert
Schneide die Kartoffeln, während sie noch warm sind – abgekühlt lassen sie sich schlechter schälen und nehmen die Marinade schlechter auf. Wenn der Salat zu trocken wirkt, hilf mit einem Schuss zusätzlicher warmer Gemüsebrühe nach, statt mehr Öl zu verwenden.
FAQ zum veganen Kartoffelsalat
Die klassische schwäbische Variante mit Brühe-Essig-Marinade kommt oft schon ohne Ei und Mayonnaise aus. Unser Rezept ist zu 100 % pflanzlich und eignet sich damit auch hervorragend als vegetarische Beilage.
Ja, sogar sehr gut. Bereite die marinierten Kartoffeln am Vortag zu und mische Radieschen sowie Schnittlauch erst kurz vor dem Servieren unter, damit sie knackig bleiben. Passend dazu findest du auch unsere Kartoffel-Pfannenknödel mit Kräuter-Rahm.
Festkochende Sorten wie Sieglinde, Annabelle oder Linda halten ihre Form beim Marinieren am besten und zerfallen nicht zu Brei.
