Vegane Mayonnaise selber machen
Vegane Mayonnaise selber machen
Vegane Mayonnaise selber machen klingt komplizierter, als es tatsächlich ist. Mit nur wenigen Zutaten und dem richtigen Trick gelingt eine cremige Emulsion ganz ohne Ei.
Der Klassiker aus Öl, Essig und Ei lässt sich pflanzlich hervorragend nachbauen – mit Sojamilch oder Aquafaba als Emulgator. Beide Varianten binden Öl genauso zuverlässig.
In diesem Ratgeber erfährst du, welche Zutaten du brauchst, wie die Emulsion gelingt und welche Fehler die Mayonnaise am häufigsten ausbremsen.
Was macht Mayonnaise überhaupt aus?
Mayonnaise ist im Kern eine Emulsion aus Öl und einer wässrigen Flüssigkeit, die durch ein Bindemittel stabil gehalten wird. Klassisch übernimmt das Eigelb diese Aufgabe. Mehr zur Herstellung erklärt Wikipedia: Mayonnaise.
Pflanzlich übernehmen Proteine aus Sojamilch oder das Eiweiß-Stärke-Gemisch aus Aquafaba genau diese bindende Funktion. Entscheidend ist dabei weniger die Zutat selbst als die richtige Technik beim Aufschlagen.
Warum sich selbstgemachte Mayo lohnt
- Wenige Zutaten: du brauchst nur Pflanzenmilch oder Aquafaba, neutrales Öl, Essig und Senf.
- Schnell fertig: mit dem Pürierstab dauert die Zubereitung nur wenige Minuten.
- Anpassbar: du bestimmst Würze, Säure und Konsistenz selbst.
- Ohne Zusatzstoffe: anders als viele Fertigprodukte kommt sie ganz ohne Konservierungsstoffe aus.
Vegane Mayonnaise selber machen – Schritt für Schritt
- Zutaten bereitstellen: 100 ml ungesüßte Sojamilch oder Aquafaba, 200 ml neutrales Öl, 1 TL Senf, 1 TL Essig oder Zitronensaft, Salz.
- Gleiche Temperatur nutzen: Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben, das erleichtert die Emulsion.
- Basis mixen: Sojamilch oder Aquafaba mit Senf und einer Prise Salz im hohen Becher kurz aufschlagen.
- Öl langsam einarbeiten: Mit dem Pürierstab von unten nach oben ziehen, während du das Öl in dünnem Strahl zugibst.
- Emulsion beobachten: Die Masse sollte zunehmend dickflüssig und hell werden.
- Abschmecken: Essig oder Zitronensaft sowie Salz nach Geschmack unterrühren.
- Kühl stellen: Im Kühlschrank zieht die Mayonnaise nach und wird nochmals fester.
Häufige Fehler vermeiden
Gieße das Öl nicht auf einmal in die Basis, sonst trennt sich die Emulsion und die Mayonnaise wird flüssig statt cremig. Verwende keine kalte Sojamilch direkt aus dem Kühlschrank, Zimmertemperatur bindet zuverlässiger. Und nutze keine aromatisierten Öle wie Olivenöl in großer Menge, sie können bitter werden und den Geschmack dominieren.
Sojamilch oder Aquafaba – was eignet sich besser?
Sojamilch überzeugt durch ihren hohen Proteingehalt, der die Emulsion besonders stabil macht und einen neutralen Geschmack ergibt. Sie ist meist die zuverlässigste Wahl für Einsteiger.
Aquafaba, also das Kochwasser aus der Kichererbsendose, bindet ebenfalls gut und eignet sich besonders, wenn du ohnehin Kichererbsen verarbeitest und das Abtropfwasser sonst wegschütten würdest.
Mayonnaise würzen und abwandeln
Die Grundmasse lässt sich vielseitig verfeinern: Knoblauch und Zitronensaft ergeben eine Aioli, Kräuter und Gewürzgurken eine Remoulade, Sriracha oder Chipotle eine würzig-scharfe Variante.
Auch geräuchertes Paprikapulver, Currypulver oder fein gehackte Kräuter passen gut, wenn du die Mayonnaise als Dip zu Pommes oder als Brotaufstrich verwenden möchtest.
Vegane Mayonnaise richtig lagern
In einem sauberen, verschlossenen Glas hält sich selbstgemachte Mayonnaise im Kühlschrank etwa vier bis fünf Tage. Achte darauf, immer mit einem sauberen Löffel zu entnehmen.
Einfrieren solltest du die Mayonnaise nicht, da sich die Emulsion beim Auftauen meist wieder trennt und die Konsistenz nicht mehr cremig wird.
Was tun, wenn die Emulsion nicht gelingt?
Trennt sich die Masse trotzdem, gib einen Esslöffel der misslungenen Mischung in einen sauberen Becher und arbeite den Rest erneut langsam mit dem Pürierstab ein.
So lässt sich fast jede getrennte Mayonnaise noch retten, ohne dass du komplett von vorne beginnen musst.
Passende Rezepte zum Ausprobieren
In unserer Frankfurter Grünen Soße mit Salzkartoffeln ist Mayonnaise die klassische Basis – genau hier zahlt es sich aus, wenn du vegane Mayonnaise selber machen kannst, statt auf Fertigprodukte zurückzugreifen.
Auch zu unserer Currywurst mit Pommes passt eine selbstgemachte Mayo hervorragend, klassisch als Pommes rot-weiß neben der Currysauce serviert.
FAQ zu vegane Mayonnaise selber machen
Neutrale Öle wie Sonnenblumen- oder Rapsöl funktionieren am zuverlässigsten, da sie den Eigengeschmack der Mayonnaise nicht überlagern.
Meist liegt es daran, dass das Öl zu schnell zugegeben wurde oder die Zutaten unterschiedlich temperiert waren. Langsames Einarbeiten bei Zimmertemperatur löst das Problem meist.
Im Kühlschrank in einem sauberen, verschlossenen Glas hält sie sich etwa vier bis fünf Tage.

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