Hauptgericht

Vegane Frankfurter Grüne Soße mit Salzkartoffeln

Redaktion 22. August 2026 0 Kommentare
Vegane Frankfurter Grüne Soße mit Salzkartoffeln in einer Schüssel, appetitlich angerichtet auf einem rustikalen Holztisch

Vegane Grüne Soße gehört zu den bekanntesten Klassikern der hessischen Küche – traditionell serviert mit Salzkartoffeln und hartgekochtem Ei. Der unverwechselbare Geschmack entsteht durch sieben frische Kräuter, die zusammen eine sattgrüne, cremige Sauce ergeben.

Das Original enthält meist Sauerrahm, Mayonnaise mit Ei und obendrauf noch echtes Ei als Beilage. Wer sich pflanzlich ernährt, musste bislang also entweder ganz auf diesen Klassiker verzichten oder mit einer stark verwässerten Version vorliebnehmen.

Mit Seidentofu als cremiger Basis und Kala Namak für den typisch eiartigen Geschmack gelingt hier eine vegane Grüne Soße, die dem Original erstaunlich nahekommt – ein veganes (und damit auch vegetarisches) Hauptgericht, das Frankfurter Traditionsliebhaber genauso überzeugt wie alle, die den Klassiker neu entdecken wollen.

Warum du vegane Grüne Soße lieben wirst

Die Kombination aus Petersilie, Kerbel, Schnittlauch, Borretsch, Sauerampfer, Kresse und Pimpinelle sorgt für ein Kräuteraroma, das kein einzelnes Kraut allein erreichen könnte – frisch, leicht säuerlich und unglaublich aromatisch. Der Seidentofu macht die Sauce dabei angenehm cremig, ohne schwer zu wirken.

Kala Namak, auch als Schwefelsalz bekannt, verleiht der Sauce den charakteristischen, leicht eiartigen Geschmack, den man vom Original kennt – ganz ohne echtes Ei. Diese kleine Zutat macht den entscheidenden Unterschied zu einer wirklich überzeugenden veganen Grüne Soße.

Serviert mit Salzkartoffeln und knusprig gebratenem Tofu wird aus der Sauce ein vollwertiges, proteinreiches Hauptgericht, das trotzdem leicht und frühlingshaft bleibt – ideal für alle, die traditionelle Küche mit modernem, pflanzlichem Anspruch verbinden möchten.

So gelingt dir das Gericht im Alltag

Die größte Arbeit bei diesem Rezept ist das Waschen und Zupfen der Kräuter – danach geht alles schnell. Kartoffeln kochen, Kräuter und Sauce-Basis in den Mixer, Tofu anbraten: In etwa 45 Minuten steht ein vollständiges, sättigendes Hauptgericht auf dem Tisch.

Findest du nicht alle sieben klassischen Kräuter, ist das kein Problem: Ersetze fehlende Sorten einfach durch mehr Petersilie oder Schnittlauch. Der Geschmack wird dadurch etwas milder, bleibt aber typisch grün und frisch. Wenn du generell Lust auf weitere deutsche Klassiker in veganer Version hast, probiere auch unsere veganen Käsespätzle 2.0.

Bereite die Sauce ruhig in größerer Menge zu und friere Reste portionsweise ein – aufgetaut schmeckt vegane Grüne Soße fast genauso frisch wie am ersten Tag.

Vegane Frankfurter Grüne Soße mit Salzkartoffeln in einer Schüssel, appetitlich angerichtet auf einem rustikalen Holztisch

Vegane Frankfurter Grüne Soße mit Salzkartoffeln

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Der hessische Kult-Klassiker vegan neu interpretiert: cremige vegane Grüne Soße mit den klassischen sieben Kräutern, serviert mit Salzkartoffeln und mariniertem Tofu.
Portionen 4 Portionen
Vorbereitungszeit 25 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Gesamtzeit 45 Minuten

Zutaten
  

Für die Grüne Soße (die klassischen 7 Kräuter)

  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Bund Kerbel
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1 Bund Borretsch ersatzweise Petersilie
  • 1 Bund Sauerampfer ersatzweise Spinat mit etwas Zitronensaft
  • 1 Bund Kresse
  • 1 Bund Pimpinelle ersatzweise Petersilie

Für die Sauce-Basis

  • 300 g Seidentofu
  • 150 g vegane Mayonnaise
  • 2 EL Senf mittelscharf
  • 2 EL Weißweinessig
  • 1 TL Kala Namak Schwefelsalz für den Ei-Geschmack, ersatzweise normales Salz

Für die Beilagen

  • 800 g festkochende Kartoffeln geschält
  • 200 g Naturtofu gewürfelt, mariniert in Sojasauce und Kurkuma
  • 1 EL Rapsöl zum Anbraten des Tofus

Zubereitung
 

Kartoffeln kochen

  • Kartoffeln in leicht gesalzenem Wasser 20 Minuten weich kochen. Anschließend abgießen und ausdampfen lassen.
    Vegane Frankfurter Grüne Soße mit Salzkartoffeln in einer Schüssel, appetitlich angerichtet auf einem rustikalen Holztisch

Kräuter & Sauce vorbereiten

  • Alle Kräuter waschen, trocken schleudern und grob zupfen. Dicke Stiele entfernen, da sie die Soße sonst bitter machen können.
    Vegane Frankfurter Grüne Soße mit Salzkartoffeln in einer Schüssel, appetitlich angerichtet auf einem rustikalen Holztisch
  • Seidentofu, vegane Mayonnaise, Senf und Weißweinessig in einen Mixer geben und die Kräuter dazugeben.
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  • Alles fein pürieren, bis eine cremige, sattgrüne Sauce entsteht. Mit Kala Namak abschmecken – es sorgt für den typischen leicht eiartigen Geschmack.
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Tofu anbraten & servieren

  • Naturtofu-Würfel mit Sojasauce und Kurkuma marinieren und in Rapsöl in einer Pfanne rundum goldbraun anbraten.
    Vegane Frankfurter Grüne Soße mit Salzkartoffeln in einer Schüssel, appetitlich angerichtet auf einem rustikalen Holztisch
  • Salzkartoffeln auf Tellern anrichten, großzügig mit der grünen Soße übergießen und mit dem gebratenen Tofu bestreuen. Sofort servieren, solange alles noch warm ist.
    Vegane Frankfurter Grüne Soße mit Salzkartoffeln in einer Schüssel, appetitlich angerichtet auf einem rustikalen Holztisch

Notizen

Die Grüne Soße schmeckt am besten ganz frisch, weil die Kräuter dann ihre volle Farbe und Aroma behalten. Du kannst sie aber auch am Vortag vorbereiten und abgedeckt im Kühlschrank lagern – vor dem Servieren einmal gut durchrühren.

Nährwerte

Kalorien: 420kcalKohlenhydrate: 38gProtein: 16gFett: 22gBallaststoffe: 6g
Autor: Redaktion
Kalorien: 420kcal
Gang: Hauptgericht, Klassiker
Küche: Deutsche Küche, Vegan
Stichwort: Grüne Soße, Kartoffel, Klassiker, Kräuter, Vegan

Herkunft & Zutatenwissen

Die Frankfurter Grüne Soße gilt als eines der bekanntesten Gerichte der hessischen Küche und wird traditionell rund um Gründonnerstag serviert, wenn die sieben Kräuter im Frühling besonders frisch und aromatisch sind. Mehr zur Geschichte und den genauen Kräutern erfährst du im Wikipedia-Artikel zur Frankfurter Grünen Soße.

Die klassischen sieben Kräuter – Petersilie, Kerbel, Schnittlauch, Borretsch, Sauerampfer, Kresse und Pimpinelle – wachsen in der Region traditionell in Frankfurter Gärten und sind ab dem Frühling frisch erhältlich. Frisch geerntet schmecken sie deutlich intensiver als getrocknete Varianten, deshalb lohnt sich für dieses Rezept unbedingt frische Ware vom Markt.

So gelingt’s

Entferne bei Sauerampfer und Kerbel die dickeren Stiele, sonst kann die Sauce leicht bitter schmecken. Püriere die Kräuter nur kurz, damit die Sauce ihre appetitliche, sattgrüne Farbe behält und nicht bräunlich wird.

FAQ zu Vegane Frankfurter Grüne Soße mit Salzkartoffeln

Wo bekomme ich Kala Namak her?

Kala Namak findest du in Asia-Läden, gut sortierten Supermärkten oder online. Falls du keins findest, funktioniert das Rezept auch mit normalem Salz, nur der eiartige Geschmack fehlt dann.

Kann ich Kräuter ersetzen, die ich nicht bekomme?

Ja, problemlos. Ersetze Borretsch und Pimpinelle einfach durch zusätzliche Petersilie, und Sauerampfer durch Spinat mit einem Spritzer Zitronensaft für die Säure.

Passt vegane Grüne Soße auch zu anderen Beilagen?

Auf jeden Fall. Neben Salzkartoffeln schmeckt sie auch zu gebratenem Tofu, in einer Bowl mit Reis oder als Dip zu frischem Brot.

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