Currypasten selber machen – asiatische Würzpasten vegan herstellen
Currypasten selber machen – asiatische Würzpasten vegan herstellen
Wenn du Currypasten selber machen möchtest, brauchst du vor allem frische Zutaten und einen Mörser oder Mixer. Aus wenigen Grundzutaten entsteht so eine intensive Basis für Currys, Suppen und Marinaden, ganz ohne Fertigprodukt aus dem Glas.
Der Aufwand hält sich in Grenzen und lohnt sich vor allem, wenn du öfter asiatisch inspirierte Gerichte kochst. Eine einmal zubereitete Grundmenge reicht meist für mehrere Mahlzeiten.
Rote, grüne und gelbe Currypasten unterscheiden sich vor allem durch die verwendeten Chilis und Gewürze, lassen sich aber alle nach einem ähnlichen Grundprinzip zubereiten. Wer einmal die Technik verstanden hat, kann Schärfe und Aroma ganz nach eigenem Geschmack anpassen.
Viele fertige Currypasten aus dem Supermarkt enthalten Fischsauce oder Garnelenpaste und sind damit nicht vegan. Genau deshalb lohnt es sich, Currypasten selber machen zu lernen und dabei die volle Kontrolle über die Zutaten zu behalten.
Ein weiterer Vorteil: Frisch zubereitete Paste schmeckt spürbar intensiver als lange gelagerte Ware aus dem Glas, da ätherische Öle in frischen Kräutern und Wurzeln mit der Zeit an Kraft verlieren.
Was ist eine Currypaste eigentlich?
Eine Currypaste ist eine fein zerkleinerte Mischung aus Aromaten wie Chili, Ingwer, Knoblauch, Zitronengras und Gewürzen, die als konzentrierte Würzbasis dient. Ursprünglich stammt die Technik aus der thailändischen und südostasiatischen Küche. Mehr Hintergrund zu den Unterschieden liefert Wikipedia: Currypaste.
Im Unterschied zu Currypulver, das aus getrockneten, gemahlenen Gewürzen besteht, wird Currypaste aus frischen Zutaten hergestellt und schmeckt dadurch intensiver und frischer im Aroma.
Zutaten wie Zitronengras, Galgant oder Kaffirlimettenblätter findest du mittlerweile auch in gut sortierten Supermärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, spätestens aber in asiatischen Lebensmittelläden größerer Städte.
Rote Currypasten enthalten meist getrocknete rote Chilis, grüne Varianten frische grüne Chilis, und gelbe Pasten bekommen ihre Farbe häufig durch Kurkuma oder Currypulver zusätzlich zur Basis. Alle drei Varianten lassen sich vegan zubereiten, sobald tierische Zutaten ersetzt werden.
Neben den thailändischen Klassikern gibt es auch verwandte Würzpasten aus anderen Regionen Südostasiens und Indiens, die nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren. Sobald du die Grundtechnik beherrschst, lassen sich viele dieser Varianten leicht abwandeln.
Warum sich selbstgemachte Currypaste lohnt
- Kontrolle über Zutaten: Du bestimmst selbst, ob Fischsauce oder Garnelenpaste durch pflanzliche Alternativen ersetzt werden.
- Frischeres Aroma: Frische Kräuter und Gewürze schmecken deutlich intensiver als lange gelagerte Fertigpasten aus dem Glas.
- Anpassbare Schärfe: Du entscheidest selbst, wie viele Chilis hineinkommen und wie mild oder scharf das Ergebnis wird.
- Vorratshaltung: Selbstgemachte Paste lässt sich portionsweise einfrieren und ist damit jederzeit griffbereit für ein schnelles Curry.
- Weniger Verpackung: Ohne Einwegglas aus dem Supermarkt entsteht direkt weniger Verpackungsmüll in der eigenen Küche.
- Kostenersparnis: Frische Zutaten in größerer Menge eingekauft und selbst verarbeitet, kommen oft günstiger als fertige Markenpasten.
Currypasten selber machen – Schritt für Schritt
Egal ob rote, grüne oder gelbe Variante, das Grundprinzip bleibt gleich und lässt sich in wenigen Schritten zusammenfassen. Mit etwas Übung geht die Zubereitung schon nach dem zweiten oder dritten Mal deutlich schneller von der Hand.
- Zutaten vorbereiten: Chilis entkernen, Ingwer und Knoblauch schälen, Zitronengras von den äußeren Schichten befreien und grob klein schneiden. Je feiner die Vorbereitung, desto leichter lässt sich später alles zerkleinern.
- Trockene Gewürze anrösten: Kreuzkümmel und Korianderkörner kurz in einer Pfanne ohne Öl anrösten, das intensiviert ihr Aroma spürbar. Danach im Mörser oder einer Gewürzmühle fein zermahlen.
- Alles im Mörser zerstoßen: Traditionell wird zuerst Salz mit den härtesten Zutaten wie Zitronengras und Galgant zerstoßen, danach folgen weichere Zutaten. So entsteht Schritt für Schritt eine gleichmäßige Paste.
- Mixer als Alternative nutzen: Wer keinen Mörser hat, gibt alle Zutaten mit etwas Öl oder Wasser in einen Standmixer und püriert fein. Zwischendurch den Rand mit einem Spatel nach unten schieben.
- Umami vegan ergänzen: Statt Fischsauce sorgen eingeweichte getrocknete Shiitake-Pilze, Miso oder Tamari für herzhafte Tiefe. Diese Zutaten direkt mit in den Mörser oder Mixer geben.
- Abschmecken und anpassen: Nach und nach Salz, Säure und Schärfe austarieren, bis die Paste rund und ausgewogen schmeckt. Kleine Löffelproben helfen, das richtige Gleichgewicht zu finden.
- In Öl anbraten: Die fertige Paste kurz in etwas Öl anschwitzen, das setzt zusätzliche Aromen frei, bevor Kokosmilch oder Brühe dazukommt. Diesen Schritt bei jedem Kochvorgang neu wiederholen.
- Portionsweise einfrieren: Reste in Eiswürfelbehältern einfrieren, so hast du für jedes Curry genau die richtige Menge parat. Nach dem Durchfrieren in einen Gefrierbeutel umfüllen und beschriften.
Häufige Fehler vermeiden
Verwende keine ausgetrockneten oder holzigen Zitronengras-Stangen, sie lassen sich kaum fein zerkleinern und wirken faserig im fertigen Curry. Röste trockene Gewürze nur kurz an, verbrannte Gewürze schmecken schnell bitter. Und spare nicht am Umami-Ersatz, ohne ihn fehlt der Paste oft die gewohnte herzhafte Tiefe, die sonst über Fischsauce entstehen würde.
Ein weiterer häufiger Fehler ist zu viel Flüssigkeit beim Pürieren. Gib Öl oder Wasser lieber löffelweise dazu, statt gleich die gesamte Menge auf einmal in den Mixer zu geben.
Currypasten aufbewahren und einsetzen
Frisch zubereitete Currypaste hält sich im Kühlschrank, in einem gut verschlossenen Glas, etwa eine Woche. Eine dünne Schicht Öl obenauf schützt zusätzlich vor Luftkontakt und verlängert die Haltbarkeit.
Für längere Vorräte eignet sich Einfrieren am besten. Portioniert in kleinen Behältern oder als Eiswürfel lässt sich die Paste direkt aus dem Gefrierfach ins heiße Öl geben, ganz ohne vorheriges Auftauen.
Eine Portion reicht meist für ein Curry für zwei bis drei Personen. Wer regelmäßig kocht, friert am besten gleich mehrere Portionen auf einmal ein, um langfristig Zeit in der Küche zu sparen.
Ein Wochenende eignet sich besonders gut, um gleich einen größeren Vorrat mehrerer Currypasten-Sorten anzulegen. So hast du unter der Woche immer eine aromatische Basis griffbereit, ganz ohne spontanen Großeinkauf.
Passende Rezepte zum Ausprobieren
In unserem Veganen Kichererbsen-Curry zeigt sich, wie eine aromatische Currypaste als Basis für ein schnelles Alltagsgericht dient.
Auch die Vegane Blumenkohl-Curry-Cremesuppe mit gerösteten Kichererbsen lässt sich mit einer selbstgemachten Currypaste noch einmal deutlich intensiver im Geschmack gestalten.
FAQ zu Currypasten selber machen
Im Kühlschrank hält sich die Paste, gut verschlossen und mit einer Ölschicht bedeckt, etwa eine Woche. Eingefroren bleibt sie mehrere Monate verwendbar.
Ja, ein Standmixer oder Zerkleinerer funktioniert ebenfalls gut. Etwas Öl oder Wasser hilft dabei, eine gleichmäßige, fein pürierte Konsistenz zu erreichen.
Eingeweichte getrocknete Shiitake-Pilze, helle Misopaste oder Tamari sorgen für ähnliche herzhafte Tiefe, ganz ohne tierische Zutaten. Auch ein Schuss Sojasauce kombiniert mit etwas Limettensaft funktioniert in vielen Rezepten gut.
Wer einmal Currypasten selber machen ausprobiert hat, wird nur ungern zu fertigen Gläsern zurückkehren, denn Frische und Würze lassen sich kaum nachkaufen.

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