Edamame richtig zubereiten – der grüne Sojabohnen-Snack aus Japan
Edamame richtig zubereiten – der grüne Sojabohnen-Snack aus Japan
Edamame richtig zubereiten gelingt in wenigen Minuten und bringt dir einen proteinreichen Snack direkt aus der japanischen Küche nach Hause.
Die grünen, noch unreifen Sojabohnen schmecken leicht nussig und liefern nebenbei viel pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe.
In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du Edamame kochst, würzt und in der Küche vielseitig einsetzt, egal ob als schneller Snack oder als Zutat in größeren Gerichten.
Was sind Edamame eigentlich?
Edamame sind unreif geerntete Sojabohnen, die noch in ihrer grünen Hülse stecken. Mehr über die Pflanze erfährst du bei Wikipedia: Sojabohne.
In Japan werden sie traditionell als Snack zum Bier serviert, mittlerweile sind sie auch in Europa als Tiefkühlware gut erhältlich.
Warum sich Edamame lohnen
- Proteinreich: rund 11 Gramm pflanzliches Eiweiß pro 100 Gramm.
- Ballaststoffreich: unterstützen eine gesunde Verdauung.
- Schnell zubereitet: in nur wenigen Minuten gekocht.
- Vielseitig: passen zu Bowls, Salaten, Suppen und als Snack pur.
- Praktisch: als Tiefkühlware das ganze Jahr über verfügbar.
Edamame richtig zubereiten – Schritt für Schritt
- Wasser aufsetzen: Reichlich Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.
- Salzen: Das Kochwasser großzügig salzen, etwa wie Nudelwasser.
- Edamame einlegen: Gefrorene oder frische Schoten ins kochende Wasser geben.
- Kurz garen: 4 bis 5 Minuten kochen, bis die Bohnen bissfest sind.
- Abgießen: Edamame abgießen und kurz mit kaltem Wasser abschrecken.
- Würzen: Mit grobem Meersalz bestreuen, nach Wunsch mit Chiliflocken oder Sesam.
- Servieren: Warm oder kalt direkt aus der Schote genießen.
Edamame aus der Schote lösen und weiterverwenden
Für Bowls, Salate oder Currys lohnt es sich, die Bohnen aus der Schote zu drücken. Das gelingt am einfachsten direkt nach dem Abschrecken, solange die Schote noch feucht ist.
Ausgelöste Edamame lassen sich einfach unter Reisgerichte, Nudelsalate oder Suppen mischen und bringen dort Farbe und Biss.
Häufige Fehler vermeiden
Koche Edamame nicht zu lange, sonst werden sie mehlig statt bissfest. Verzichte nicht aufs Salzen des Kochwassers, sonst schmecken die Bohnen fade. Und taue gefrorene Edamame vorher nicht auf, sondern gib sie direkt gefroren ins kochende Wasser.
Edamame kaufen und lagern
Wer Edamame richtig zubereiten will, sollte schon beim Einkauf auf pralle, sattgrüne Schoten ohne braune Flecken achten. Tiefkühlware ist meist praktischer und genauso nährstoffreich wie frische Ware vom Markt.
Ungekochte, tiefgekühlte Edamame halten sich problemlos mehrere Monate im Gefrierfach. Gekochte Bohnen bewahrst du am besten luftdicht im Kühlschrank auf und verbrauchst sie innerhalb von zwei Tagen.
Edamame in der veganen Küche einsetzen
Neben dem klassischen Snack passen Edamame hervorragend in asiatisch inspirierte Bowls, Ramen oder Sushi-Gerichte. Sie liefern dort zusätzliches pflanzliches Eiweiß und einen angenehmen Biss.
Auch püriert als Aufstrich oder Dip machen sich die grünen Sojabohnen gut, etwa gemixt mit Knoblauch, Limette und etwas Sesamöl zu einer cremigen Edamame-Paste.
Edamame frisch, tiefgekühlt oder aus der Dose?
Frische Edamame in der Schote findest du hierzulande vor allem in asiatischen Supermärkten und gelegentlich auf Wochenmärkten. Deutlich verbreiteter ist Tiefkühlware, die geschmacklich kaum Unterschiede zur frischen Variante aufweist.
Bereits ausgelöste, tiefgekühlte Edamame ohne Schote sind besonders praktisch, wenn du sie schnell in Bowls, Salate oder Pfannengerichte einrühren möchtest, ohne vorher Schoten öffnen zu müssen.
Edamame im Vergleich zu anderen Sojaprodukten
Anders als Tofu, Tempeh oder Sojaschnetzel werden Edamame nicht weiterverarbeitet, sondern einfach nur gegart und gewürzt. Dadurch bleibt der ursprüngliche, leicht süßliche Geschmack der Bohne deutlich erkennbar.
Wer die Konsistenz von ganzen Hülsenfrüchten mag, greift eher zu Edamame, während Tofu oder Tempeh sich besser für herzhafte Hauptgerichte mit fester Struktur eignen.
Nährwerte von Edamame im Überblick
Neben Eiweiß und Ballaststoffen liefern Edamame auch Folsäure, Vitamin K sowie nennenswerte Mengen Eisen und Magnesium, was sie zu einem echten Nährstoffpaket macht.
Mit rund 120 Kilokalorien pro 100 Gramm gehören sie zu den sättigenderen Gemüsesorten und eignen sich deshalb auch gut als Ergänzung zu leichten Bowls oder Salaten.
Sind Edamame für jeden geeignet?
Als Sojaprodukt enthalten Edamame von Natur aus Purine und sekundäre Pflanzenstoffe, was für die meisten Menschen unbedenklich ist. Bei bekannter Soja-Unverträglichkeit oder entsprechender Allergie solltest du auf sie verzichten.
Für alle anderen sind Edamame ein unkompliziertes, gut verträgliches Lebensmittel, das sich problemlos mehrmals pro Woche in den Speiseplan einbauen lässt.
Edamame würzen: mehr als nur Salz
Klassisch werden Edamame nur mit grobem Meersalz bestreut, doch es lohnt sich, auch mit anderen Würzungen zu experimentieren. Chiliflocken, geröstetes Sesamöl oder eine Prise Knoblauchpulver bringen zusätzliche Tiefe.
Auch eine leichte Marinade aus Sojasauce, Limettensaft und Ingwer passt gut, besonders wenn du die Bohnen warm als Beilage zu asiatisch inspirierten Gerichten servierst.
Edamame in Suppen und warmen Gerichten
Ausgelöste Edamame lassen sich hervorragend kurz vor Ende der Garzeit in Suppen oder Eintöpfe geben, damit sie ihre knackige Konsistenz behalten. Besonders in klaren, asiatisch gewürzten Brühen kommen sie gut zur Geltung.
Auch in Pfannengerichten mit Gemüse und Tofu machen sie sich gut, da sie durch das kurze Mitbraten zusätzliches Röstaroma annehmen, ohne dabei ihre Farbe zu verlieren.
Woher stammen Edamame ursprünglich?
Ursprünglich stammt die Sojabohne aus Ostasien, wo sie seit Jahrtausenden angebaut wird. Der Name Edamame bedeutet wörtlich übersetzt in etwa „Bohne am Stiel“, da die Schoten traditionell noch an kleinen Zweigen serviert wurden.
Heute wird Soja auch in Europa angebaut, sodass sich zunehmend regionale Edamame finden lassen, auch wenn ein Großteil der Ware nach wie vor importiert wird.
Edamame für Kinder und als Fingerfood
Die kleinen grünen Bohnen eignen sich hervorragend als Fingerfood, da sie leicht zu greifen und angenehm zu kauen sind. Viele Kinder mögen den milden, leicht süßlichen Geschmack besonders gern.
Aus der Schote gelöst und ohne zusätzliches Salz zubereitet, sind Edamame auch für die Beikost eine unkomplizierte Möglichkeit, früh pflanzliches Eiweiß auf den Teller zu bringen.
Edamame anbauen: geht das auch im eigenen Garten?
Sojabohnen lassen sich grundsätzlich auch im mitteleuropäischen Klima anbauen, brauchen aber einen sonnigen Standort und eine ausreichend lange, warme Vegetationsperiode. Frühe Sorten eignen sich für den Hobbygarten am besten.
Geerntet werden die Schoten, sobald sie sich prall und noch grün anfühlen, meist im Spätsommer, bevor die Bohnen im Inneren vollständig ausreifen und hart werden.
Edamame einfrieren und Vorräte anlegen
Frische Edamame lassen sich nach kurzem Blanchieren problemlos selbst einfrieren, falls du eine größere Menge geerntet oder günstig bekommen hast. So bleibt der Snack auch außerhalb der Saison griffbereit.
Breite die blanchierten Schoten vor dem Einfrieren auf einem Blech aus, damit sie nicht zusammenkleben, und fülle sie erst danach portionsweise in Gefrierbeutel um.
Passende Rezepte zum Ausprobieren
Unsere Vegane Sushi-Bowl zeigt, wie gut Edamame als Topping zu Reis und Gemüse passen.
Auch in unserer Veganen Miso-Ramen mit knusprigem Tempeh & Sesam machen sich ein paar Edamame als proteinreiches Extra hervorragend.
FAQ zu Edamame richtig zubereiten
Nein, du kannst gefrorene Edamame direkt ins kochende Salzwasser geben, ohne sie vorher aufzutauen.
Nein, die Schote ist zäh und wird nicht mitgegessen, du löst die Bohnen mit den Zähnen oder Fingern heraus.
Im Kühlschrank halten sich gekochte Edamame luftdicht verpackt etwa zwei Tage.

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