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Erbsen richtig zubereiten – frisch, tiefgekühlt und getrocknet in der veganen Küche

Redaktion 16. September 2026 0 Kommentare
Erbsen richtig zubereiten: frische Erbsenschoten und ausgelöste grüne Erbsen in einer Schale

Erbsen richtig zubereiten – frisch, tiefgekühlt und getrocknet in der veganen Küche

Erbsen richtig zubereiten klingt banal, macht aber einen großen Unterschied zwischen matschigem Einheitsbrei und knackig-süßem Genuss. Die kleinen grünen Kugeln zählen zu den unterschätzten Alleskönnern der veganen Küche: schnell gegart, vielseitig einsetzbar und ganzjährig verfügbar. In diesem Ratgeber erfährst du, worin sich frische, tiefgekühlte und getrocknete Erbsen unterscheiden und wie du sie perfekt zubereitest.

Egal ob als Beilage, in der Suppe oder als cremiges Püree – Erbsen bringen Farbe, Süße und pflanzliches Eiweiß auf den Teller. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du sie einkaufst, lagerst und zubereitest, damit sie ihr volles Aroma entfalten.

Viele verlassen sich aus Zeitgründen ausschließlich auf die Tiefkühltruhe – dabei lohnt sich auch der Blick auf frische Schoten in der Saison und auf getrocknete Erbsen für herzhafte Eintöpfe. Wir stellen dir alle drei Varianten vor.

Was sind Erbsen genau?

Erbsen gehören botanisch zu den Hülsenfrüchten und liefern damit neben Kohlenhydraten auch nennenswerte Mengen an pflanzlichem Eiweiß und Ballaststoffen. Man unterscheidet vor allem Markerbsen, die süß schmecken und meist tiefgekühlt oder aus der Dose erhältlich sind, sowie Zuckerschoten und Kaiserschoten, deren Hülle mitgegessen wird. Mehr Details zur Pflanze findest du bei Wikipedia: Gartenerbse. Getrocknete, gelbe oder grüne Erbsen wiederum sind ausgereifte Samen, die vor allem für Suppen und Pürees verwendet werden.

Wenn du Erbsen richtig zubereiten möchtest, hilft es also, zuerst zu wissen, welche Sorte gerade vor dir liegt, denn Garzeit und Einsatzgebiet unterscheiden sich zum Teil deutlich.

In den letzten Jahren ist außerdem Erbsenprotein als pflanzliche Proteinquelle bekannter geworden, die aus gelben Speiseerbsen gewonnen wird und häufig in Fleischalternativen oder Proteinpulvern steckt. Für die alltägliche Küche reichen aber ganz normale frische, tiefgekühlte oder getrocknete Erbsen völlig aus, um von den Vorteilen der kleinen Hülsenfrucht zu profitieren.

Warum Erbsen öfter auf deinen Teller gehören

  • Proteinreich: Erbsen liefern im Vergleich zu vielen anderen Gemüsesorten überdurchschnittlich viel pflanzliches Eiweiß.
  • Schnell zubereitet: Tiefgekühlte Erbsen sind in wenigen Minuten gar und eignen sich ideal für schnelle Alltagsgerichte.
  • Ballaststoffreich: Sie unterstützen eine gesunde Verdauung und sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl.
  • Ganzjährig verfügbar: Tiefgekühlt oder getrocknet stehen dir Erbsen das ganze Jahr über zur Verfügung.
  • Vielseitig: Ob püriert, ganz, im Salat oder in der Suppe – Erbsen passen zu unzähligen Gerichten.
  • Günstig: Vor allem tiefgekühlt und getrocknet gehören Erbsen zu den preiswertesten Gemüsesorten überhaupt.

Neben klassischen Beilagen eignen sich Erbsen auch hervorragend für Bowls, Currys, Aufläufe und sogar für herzhafte Aufstriche, wenn du sie mit Kräutern und etwas Zitrone fein pürierst. Wer regelmäßig Hülsenfrüchte in den Speiseplan einbaut, profitiert dabei zusätzlich von der Kombination aus Ballaststoffen und pflanzlichem Eiweiß, die lange satt hält.

Frische Erbsenschoten haben in Mitteleuropa vor allem von Mai bis Juli Saison, während tiefgekühlte und getrocknete Erbsen dir das ganze Jahr über zur Verfügung stehen. Für die schnelle Alltagsküche lohnt es sich daher, immer eine Packung tiefgekühlter Erbsen im Vorrat zu haben, frische Schoten dagegen sind vor allem in der kurzen Saison ein besonderer Genuss.

Erbsen Schritt für Schritt zubereiten

Mit diesen Schritten gelingt es dir, Erbsen richtig zubereiten – unabhängig davon, ob sie frisch, tiefgekühlt oder getrocknet vor dir liegen.

  1. Frische Schoten auslösen: Öffne die Schote seitlich am Nahtrand und streife die Erbsen mit dem Daumen heraus.
  2. Frische Erbsen garen: In kochendem Salzwasser reichen meist 2 bis 4 Minuten, bis sie knackig-zart sind.
  3. Tiefgekühlte Erbsen nutzen: Ohne Auftauen direkt für 2 bis 3 Minuten in kochendes Wasser geben oder kurz mitdünsten.
  4. Sofort abschrecken: Nach dem Garen kurz in Eiswasser abschrecken, damit die Erbsen ihre leuchtend grüne Farbe behalten.
  5. Getrocknete Erbsen einweichen: Für Suppen und Pürees getrocknete Erbsen vorher 6 bis 12 Stunden in Wasser einweichen.
  6. Getrocknete Erbsen kochen: Nach dem Einweichen je nach Sorte 30 bis 60 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind.
  7. Zuckerschoten kurz braten: Ganze Schoten eignen sich hervorragend für die Pfanne oder den Wok, dort reichen wenige Minuten bei hoher Hitze.
  8. Würzen nicht vergessen: Frische Kräuter wie Minze, etwas Zitrone oder geröstete Zwiebeln bringen das natürliche Aroma der Erbsen zur Geltung.

Häufige Fehler vermeiden

Der größte Fehler beim Erbsen richtig zubereiten ist zu langes Kochen: Schon nach wenigen Minuten zu viel Hitze werden sie grau, mehlig und verlieren ihre natürliche Süße. Tiefgekühlte Erbsen solltest du außerdem nicht erst auftauen und dann zusätzlich lange garen, das macht sie unnötig weich. Getrocknete Erbsen wiederum brauchen unbedingt Zeit zum Einweichen, sonst dauert das Kochen deutlich länger und das Ergebnis wird ungleichmäßig gar.

Erbsen einfrieren und aufbewahren

Frische Erbsen aus dem eigenen Garten oder vom Markt lassen sich hervorragend einfrieren, wenn du gerade mehr geerntet hast, als du sofort verbrauchen kannst. Blanchiere die ausgelösten Erbsen dafür etwa eine Minute in kochendem Wasser, schrecke sie in Eiswasser ab und tupfe sie trocken, bevor du sie portionsweise einfrierst. So bleiben Farbe, Textur und Nährstoffe weitgehend erhalten.

Übrigens lohnt es sich, auch leere Schoten nicht sofort wegzuwerfen: Junge, zarte Schoten lassen sich zu einer feinen Gemüsebrühe auskochen, die eine angenehm süßliche Note mitbringt. So nutzt du die Erbsenernte noch etwas vollständiger und produzierst weniger Küchenabfall.

Getrocknete Erbsen hältst du am besten in einem luftdichten Behälter, kühl und dunkel gelagert – so bleiben sie mehrere Monate bis über ein Jahr haltbar. Angebrochene Packungen tiefgekühlter Erbsen solltest du gut verschlossen lagern, damit sich kein Eisbrand bildet und der Geschmack erhalten bleibt.

Geschmacklich harmonieren Erbsen besonders gut mit Minze, Frühlingszwiebeln, Karotten und Zitrone, aber auch mit herzhaften Gewürzen wie Kreuzkümmel oder Curry. Wer Erbsen richtig zubereiten und dabei geschmacklich variieren möchte, kann mit diesen Kombinationen viel ausprobieren, ohne dass die Erbsen dabei ihren eigenen Charakter verlieren.

Passende Rezepte zum Ausprobieren

Wenn du Erbsen richtig zubereiten gelernt hast, probiere sie doch gleich in unserer Vegane Erbsen-Minze-Suppe mit Kokos-Crunch, in der die frische Süße der Erbsen mit Minze und knusprigen Kokosraspeln kombiniert wird.

Auch in unserer Veganen Frühlings-Bowl mit Spargel, Erbsen und Zitronen-Tahini zeigen kurz gegarte Erbsen, wie viel Frische sie einer Bowl verleihen können.

FAQ zu Erbsen richtig zubereiten

Muss man tiefgekühlte Erbsen vor dem Kochen auftauen?

Nein, tiefgekühlte Erbsen kannst du direkt aus der Packung ins kochende Wasser oder in die Pfanne geben. Das Auftauen würde nur unnötig Zeit kosten und die Erbsen eher weicher machen.

Wie lange müssen getrocknete Erbsen einweichen?

Getrocknete Erbsen sollten etwa 6 bis 12 Stunden, am besten über Nacht, in reichlich Wasser einweichen. Danach verkürzt sich die Kochzeit deutlich und die Erbsen garen gleichmäßiger.

Warum werden meine Erbsen beim Kochen grau und mehlig?

Das liegt fast immer an zu langer Garzeit oder zu hoher Hitze. Gib frische oder tiefgekühlte Erbsen daher nur wenige Minuten in kochendes Wasser und schrecke sie danach sofort in Eiswasser ab.

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