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Kohlrabi richtig zubereiten – Sorten, Zubereitung und Tipps

Redaktion 10. September 2026 0 Kommentare
Frischer Kohlrabi mit Blättern und in Scheiben geschnitten auf einem Holzbrett, wichtig, wenn du Kohlrabi richtig zubereiten möchtest

Kohlrabi richtig zubereiten – Sorten, Zubereitung und Tipps

Kohlrabi richtig zubereiten ist einfacher, als sein etwas sperriger Ruf vermuten lässt, denn roh oder gegart überzeugt die milde Kohlsorte mit angenehm knackiger Textur.

Zu Unrecht führt Kohlrabi in vielen Küchen ein Schattendasein, dabei ist er vielseitig einsetzbar, schnell zubereitet und liefert nebenbei auch noch essbares Blattgrün, das viel zu oft im Biomüll landet.

In diesem Ratgeber erfährst du, welche Sorten es gibt, wie du Kohlrabi vorbereitest und mit welchen Garmethoden du das Beste aus der Knolle herausholst.

Was ist Kohlrabi eigentlich?

Kohlrabi gehört botanisch zum Kohlgemüse, bildet aber im Gegensatz zu Weißkohl oder Brokkoli eine verdickte, essbare Sprossachse aus, die oft fälschlich als Knolle bezeichnet wird. Mehr Hintergrundwissen liefert Wikipedia: Kohlrabi.

Geschmacklich erinnert Kohlrabi an eine Mischung aus Brokkolistrunk und mildem Rettich, mit einer angenehmen Süße, die beim Garen noch zunimmt. Falls dich der Vergleich neugierig macht, findest du in unserem Ratgeber Brokkoli und Blumenkohl richtig zubereiten weitere Parallelen zu anderen Kohlgemüsen. Die zarten Kohlrabi-Blätter schmecken zudem ähnlich wie Grünkohl und lassen sich ebenfalls verwerten.

Kohlrabi-Sorten im Überblick

  • Weißer Kohlrabi: die klassische, hellgrüne Sorte mit mildem Geschmack, ganzjährig im Handel erhältlich.
  • Blauer Kohlrabi: violette Schale, innen ebenfalls hellgrün-weiß, geschmacklich etwas würziger und oft etwas fester.
  • Wiener Kohlrabi: kleine, besonders zarte Sorte, die vor allem im Frühsommer geerntet wird.
  • Riesenkohlrabi: spezielle Sorten, die deutlich größer werden und trotzdem zart bleiben, wenn sie rechtzeitig geerntet werden.

Warum Kohlrabi öfter auf deinen Teller gehört

  • Vielseitig: passt roh in Salate, gegart in Suppen, Aufläufe, Currys oder als Beilage.
  • Schnell zubereitet: die dünne Schale lässt sich zügig entfernen, das Kochen dauert nur wenige Minuten.
  • Wenig Küchenabfall: auch die Blätter sind essbar und lassen sich wie Grünkohl weiterverwenden.
  • Regional und saisonal: Kohlrabi wächst gut in Mitteleuropa und ist von Frühsommer bis Herbst frisch verfügbar.

Kohlrabi richtig zubereiten – Schritt für Schritt

  1. Blätter abtrennen: Zarte, junge Blätter beiseitelegen, sie lassen sich separat weiterverwenden.
  2. Schälen: Mit einem Messer oder Sparschäler die faserige äußere Schicht großzügig entfernen.
  3. Zerkleinern: Je nach Rezept in Stifte, Würfel oder dünne Scheiben schneiden.
  4. Roh genießen: Für Salate und Rohkost direkt fein hobeln oder raspeln.
  5. Dämpfen: Für eine milde, bissfeste Variante etwa 8 bis 10 Minuten dämpfen.
  6. Kochen: In Salzwasser dauert es je nach Stückgröße 10 bis 15 Minuten bis zur gewünschten Konsistenz.
  7. Braten oder rösten: In Scheiben oder Spalten bei mittlerer Hitze goldbraun anbraten oder im Ofen rösten.
  8. Würzen: Nach dem Garen mit Kräutern, Muskat oder einem Spritzer Zitrone abschmecken.

Häufige Fehler vermeiden

Schäle Kohlrabi nicht zu dünn, denn die direkt unter der Schale liegende Schicht ist oft faserig und bleibt auch nach dem Garen zäh. Koche ihn nicht zu lange, sonst wird die sonst angenehm feste Textur schnell matschig. Und wirf die zarten Blätter nicht weg, sie lassen sich genauso wie die Knolle sinnvoll weiterverwenden.

Kohlrabiblätter mitverwenden

Die zarten grünen Blätter am Kohlrabi sind essbar und schmecken ähnlich herzhaft wie Grünkohl oder Mangold. Wasche sie gründlich, entferne grobe Stiele und schneide sie in feine Streifen.

Kurz angebraten mit Knoblauch und etwas Öl ergeben sie eine schmackhafte Beilage, und auch in Suppen oder Pesto machen sich die Blätter gut, statt im Biomüll zu landen.

Kohlrabi einfrieren für den Vorrat

Wenn du eine größere Menge Kohlrabi auf einmal hast, lässt er sich unkompliziert einfrieren. Schäle die Knolle, schneide sie in Würfel oder Scheiben und blanchiere die Stücke etwa zwei bis drei Minuten in kochendem Salzwasser.

Nach dem Abschrecken in Eiswasser lässt sich der Kohlrabi gut abtropfen und portionsweise einfrieren. So bleiben Farbe, Konsistenz und Geschmack auch nach mehreren Monaten im Tiefkühler weitgehend erhalten.

Kohlrabi in der internationalen Küche

In der deutschen Küche landet Kohlrabi klassisch in einer sämigen weißen Sauce mit Muskat, während er in Nordindien fein gerieben zu würzigen Currys oder Pakoras verarbeitet wird.

In Kaschmir gilt Kohlrabi sogar als eines der beliebtesten Gemüse überhaupt und wird dort oft mit Kreuzkümmel, Kurkuma und frischem Ingwer geschmort. Auch fermentiert, ähnlich wie Kimchi, lässt sich Kohlrabi spannend verarbeiten.

Kohlrabi einkaufen und lagern

Beim Einkauf lohnt sich ein Blick auf die Blätter, denn frische, knackig-grüne Blätter deuten auf kürzlich geernteten Kohlrabi hin. Die Knolle selbst sollte sich fest anfühlen und keine weichen Stellen haben.

Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Kohlrabi ohne Blätter etwa eine Woche frisch. Entferne die Blätter am besten direkt nach dem Kauf, da sie der Knolle sonst zusätzlich Feuchtigkeit entziehen.

Die abgetrennten Blätter verbrauchst du am besten innerhalb weniger Tage, da sie deutlich schneller welken als die feste Knolle. In ein feuchtes Küchentuch gewickelt halten sie sich im Kühlschrank etwas länger frisch.

Kohlrabi: Nährstoffe kurz erklärt

Kohlrabi liefert vor allem Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe bei gleichzeitig sehr wenigen Kalorien, was ihn zu einem leichten, sättigenden Gemüse macht. Auch die Blätter sind nährstoffreich und ergänzen die Knolle sinnvoll.

Roh verzehrt bleibt der Vitamin-C-Gehalt am besten erhalten, da Hitze wasserlösliche Vitamine teilweise abbaut. Wer öfter zu kurzen Garzeiten wie Dämpfen statt langem Kochen greift, bewahrt mehr Nährstoffe im fertigen Gericht.

Kohlrabi roh, gedämpft oder geröstet genießen

Roh in feinen Stiften oder Scheiben passt Kohlrabi hervorragend zu Dips, Salaten oder als knackiger Snack zwischendurch, dabei bleiben alle Vitamine erhalten.

Geröstet im Ofen entwickelt Kohlrabi durch die Karamellisierung eine angenehme Süße und eine leicht knusprige Außenseite, die ihn zu einer spannenden Alternative zu Ofenkartoffeln macht.

Passende Rezepte zum Ausprobieren

In unseren Kohlrouladen mit Sonnenblumenprotein-Füllung passt fein gewürfelter Kohlrabi hervorragend als zusätzliche Gemüsebeilage zum würzigen Kohlgericht.

Auch in unserer Ofengemüse-Bowl mit Pastinaken, Rote Bete und Tahin-Dressing lässt sich geröstetes Kohlrabi problemlos ergänzen, wenn du Kohlrabi richtig zubereiten und in eine bunte Bowl einbauen möchtest.

FAQ zu Kohlrabi richtig zubereiten

Wie lange muss ich Kohlrabi kochen?

Je nach Stückgröße reichen 10 bis 15 Minuten in Salzwasser, gedämpft dauert es meist nur 8 bis 10 Minuten.

Kann ich Kohlrabi roh essen?

Ja, roh in feinen Stiften oder Scheiben schmeckt Kohlrabi angenehm knackig und passt gut zu Salaten und Dips.

Sind die Kohlrabiblätter essbar?

Ja, die zarten grünen Blätter lassen sich wie Grünkohl anbraten oder in Suppen und Pesto weiterverarbeiten.

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