Vegane Kürbis-Pizza mit Rosmarin-Cashewcreme und karamellisierten Zwiebeln
Vegane Kürbis-Pizza ist genau das Rezept, das du brauchst, wenn der Pizzaabend mal eine Pause von Tomatensauce verdient hat. Die Tage werden kürzer, der erste Hokkaido-Kürbis liegt im Gemüsefach – und du fragst dich, wie du ihn diesmal anders verarbeiten kannst als in der x-ten Suppe. Diese Pizza löst genau dieses Problem: Sie bringt die herbstliche Süße von Kürbis mit einer cremigen Rosmarin-Cashewcreme und süß-würzig karamellisierten Zwiebeln zusammen. Das Ergebnis ist eine vegane Kürbis-Pizza, die vegetarische und vegane Küche gleichermaßen begeistert und trotzdem mit ganz normalen Zutaten aus dem Supermarkt auskommt.
Du brauchst dafür keinen Pizzaofen und keine Spezialausrüstung. Ein normaler Backofen mit vorgeheiztem Blech reicht völlig aus, um einen knusprigen Rand hinzubekommen. Auch ein Pizzastein ist nicht zwingend nötig, beschleunigt das Backen aber, falls du ihn ohnehin zuhause hast.
Was diese Pizza besonders macht: Es gibt keine Tomatensauce, keinen Käseersatz aus der Tüte und trotzdem eine Konsistenz, die an eine klassische Flammkuchen-Pizza-Mischung erinnert. Die Rosmarin-Cashewcreme bindet den Belag, der dünn geschnittene Kürbis gart direkt im Ofen mit, und die karamellisierten Zwiebeln bringen genau die Süße, die sonst oft nur durch verarbeitete Zutaten entsteht. Ein Rezept, das zeigt, wie vielseitig herbstliches Gemüse auf einem Pizzaboden sein kann.
Warum du diese vegane Kürbis-Pizza lieben wirst
Die Rosmarin-Cashewcreme ersetzt klassischen Käse, ohne ihn nachahmen zu wollen – sie bringt eine eigene, würzige Cremigkeit mit, die hervorragend zum süßlichen Kürbis passt. Karamellisierte Zwiebeln sorgen für die nötige Süße und Tiefe, während geröstete Walnüsse am Ende für Biss sorgen. So wird aus einem einfachen Pizzaboden ein Gericht, das deutlich raffinierter schmeckt, als es in der Zubereitung tatsächlich ist.
Gleichzeitig ist die Pizza optisch ein echter Hingucker: Die orangen Kürbisscheiben, die dunklen Zwiebelringe und die hellgrüne Cashewcreme ergeben ein Farbbild, das sofort nach Herbst aussieht. Wenn du Gäste erwartest, ist diese vegane Kürbis-Pizza deshalb auch ein gutes Gericht, um zu zeigen, wie kreativ pflanzliche Küche sein kann, ohne dabei kompliziert zu wirken. Und falls Reste übrig bleiben, schmecken sie auch am nächsten Tag kalt noch überraschend gut, etwa als Lunch-Pizza fürs Büro.
Ein weiterer Vorteil gegenüber klassischer Tomatensauce: Die Cashewcreme läuft beim Backen nicht so leicht aus wie eine flüssige Sauce, der Boden bleibt dadurch auch in der Mitte knuspriger. Wer mag, kann die Grundidee außerdem leicht abwandeln – etwa mit Rosenkohl, Pilzen oder Feigen als zusätzlichem Herbst-Topping. Die Cashewcreme bildet dabei immer eine verlässliche Basis, die sich mit nahezu jedem Ofengemüse kombinieren lässt.
Einfach, alltagstauglich und ohne Spezialprodukte
Der Hefeteig braucht zwar etwas Ruhezeit, die aktive Arbeitszeit liegt aber bei nur rund 20 Minuten. Während der Teig geht, bereitest du Cashewcreme und karamellisierte Zwiebeln vor. Die Cashewkerne solltest du vorher einweichen – wenn es schnell gehen muss, reichen auch 15 Minuten in kochend heißem Wasser statt der üblichen vier Stunden.
Praktisch für den Alltag: Der Teig lässt sich gut vorbereiten und im Kühlschrank zwischenlagern, sodass du ihn an einem Abend vorbereitest und am nächsten einfach nur noch belegst und backst. Auch die Cashewcreme hält sich gut verschlossen zwei bis drei Tage im Kühlschrank und eignet sich darüber hinaus als Dip oder Brotaufstrich, falls doch etwas übrig bleibt.

Vegane Kürbis-Pizza mit Rosmarin-Cashewcreme und karamellisierten Zwiebeln
Kochutensilien
Zutaten
Für den Pizzateig
- 400 g Weizenmehl Type 550
- 250 ml Wasser lauwarm
- 7 g Trockenhefe 1 Päckchen
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Salz
- 1 TL Zucker ausdrücklich als vegan gekennzeichnet, zum Aktivieren der Hefe
Für die Rosmarin-Cashewcreme
- 150 g Cashewkerne mind. 4 Stunden eingeweicht, abgetropft
- 100 ml Wasser
- 2 EL Nährhefe
- 1 EL Zitronensaft
- 1 Zehe Knoblauch
- 1 Zweig Rosmarin Nadeln abgezogen
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
Für den Belag
- 300 g Hokkaido-Kürbis in sehr dünnen Scheiben, mit Schale
- 2 Stück rote Zwiebeln in feinen Ringen
- 2 EL Olivenöl
- 1 EL Ahornsirup
- 40 g Walnüsse grob gehackt, geröstet
- 1 Prise Chiliflocken
- 1 Zweig Rosmarin zum Garnieren
Zubereitung
Teig zubereiten
- Lauwarmes Wasser, Trockenhefe und Zucker verrühren und 10 Minuten stehen lassen, bis sich kleine Bläschen bilden.
- Mehl und Salz in einer Schüssel mischen, Hefewasser und Olivenöl dazugeben und alles zu einem glatten, elastischen Teig verkneten (per Hand ca. 8 Minuten, mit der Küchenmaschine ca. 5 Minuten).
- Den Teig zu einer Kugel formen, abgedeckt an einem warmen Ort 60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.
Belag vorbereiten
- Für die Cashewcreme alle Zutaten im Hochleistungsmixer zu einer glatten, streichfähigen Creme pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Zwiebelringe in 1 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze 10 Minuten anschwitzen, Ahornsirup dazugeben und weitere 5 Minuten karamellisieren lassen, bis sie glänzen und weich sind.
- Den Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, idealerweise mit einem Pizzastein oder umgedrehten Backblech.
Pizza belegen & backen
- Den Teig halbieren und auf zwei bemehlten Backblechen oder Pizzaschaufeln dünn ausrollen oder von Hand ausziehen.
- Die Rosmarin-Cashewcreme gleichmäßig auf den Teigböden verteilen, dabei einen schmalen Rand frei lassen. Mit den karamellisierten Zwiebeln und den Kürbisscheiben belegen, mit dem restlichen Olivenöl beträufeln.
- Die Pizzen 12-15 Minuten backen, bis der Rand goldbraun und knusprig ist und der Kürbis weich geworden ist.
- Mit geröstetem Walnüssen, frischem Rosmarin und Chiliflocken bestreuen und sofort servieren.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen
Pizza stammt ursprünglich aus Neapel, wo sie im 18. und 19. Jahrhundert als einfaches Essen für Arbeiter entstand – mit Tomaten, Öl und Kräutern auf dünnem Fladenbrot. Erst viel später wurde sie zum internationalen Exportschlager mit unzähligen regionalen Varianten, von dünnem römischem Boden bis zur dicken amerikanischen Deep-Dish-Pizza. Mehr zur Geschichte des Gerichts findest du im Wikipedia-Artikel zu Pizza.
Für unsere vegane Kürbis-Pizza verzichten wir bewusst auf die klassische Tomatensauce und setzen stattdessen auf eine cremige Basis aus eingeweichten Cashewkernen. Warum sich Cashews so gut für vegane Cremes und Saucen eignen, erklären wir ausführlich in unserem Artikel Cashewkerne in der veganen Küche. Mehr zur Zubereitung des Herbstgemüses selbst findest du in unserem Ratgeber Kürbis in der veganen Küche. Dort erfährst du auch, warum Hokkaido-Kürbis mit Schale gegessen werden kann und sich deshalb besonders gut für dünne Scheiben eignet.
Nährhefe, die in der Cashewcreme für eine dezent würzige, leicht käsige Note sorgt, ist in der veganen Küche ein echter Alleskönner. Sie liefert nicht nur Umami-Geschmack, sondern enthält bei angereicherten Produkten auch Vitamin B12. Mehr über ihre Anwendung erfährst du in unserem Artikel Nährhefe richtig verwenden. Zusammen mit Zitronensaft und frischem Knoblauch entsteht so eine Sauce, die auch ganz ohne Milchprodukte erstaunlich vollmundig schmeckt.
So gelingt’s
Schneide den Kürbis wirklich dünn – am besten mit einem Gemüsehobel. Nur so wird er im Ofen in der kurzen Backzeit weich.
Heize das Backblech unbedingt mit vor. Ein heißes Blech sorgt für einen knusprigen Boden, selbst ohne Pizzastein.
FAQ zu Vegane Kürbis-Pizza mit Rosmarin-Cashewcreme
Du kannst das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung mit Bindemittel ersetzen. Der Teig wird dadurch etwas brüchiger, lässt sich aber trotzdem gut verarbeiten. Am einfachsten gelingt er mit einer fertigen glutenfreien Pizzamehlmischung aus dem Supermarkt.
Im Kühlschrank hält sich die vegane Kürbis-Pizza luftdicht verpackt etwa zwei Tage. Zum Aufwärmen eignet sich der Ofen besser als die Mikrowelle, damit der Boden knusprig bleibt und nicht labbrig wird.
Ja, der Pizzateig lässt sich problemlos bis zu 24 Stunden im Voraus zubereiten und im Kühlschrank ruhen. Das macht den Geschmack sogar noch runder, da sich die Hefearomen länger entwickeln können.
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