Vegane Soufflé-Pancakes
Kennst du diese meterhohen, wackelig-luftigen Pancake-Türme, die gerade wieder überall auf Social Media auftauchen? Vegane Soufflé-Pancakes sind der japanische Frühstückstrend, der Pfannkuchen auf ein neues Level hebt: wolkig weich, spürbar höher als normale Pancakes. Ihre Textur erinnert fast an ein Dessert.
Das Prinzip dahinter klingt kompliziert, ist es aber nicht: Statt geschlagenem Eiweiß sorgt bei uns Aquafaba für die extra Luft im Teig, also das Kochwasser aus der Kichererbsendose. Damit werden vegane Soufflé-Pancakes nicht nur komplett eifrei, sondern auch günstiger und alltagstauglicher als das Original. Aquafaba hast du wahrscheinlich sowieso schon im Vorratsschrank, wenn du öfter mit Kichererbsen kochst.
Gerade weil der Trend gerade wieder an Fahrt aufnimmt, lohnt es sich, die Technik einmal in Ruhe zu Hause auszuprobieren, statt teure Café-Portionen zu bestellen. Mit etwas Übung backst du deine eigenen veganen Soufflé-Pancakes am Ende günstiger, frischer und genau nach deinem Geschmack.
In gut 35 Minuten stehen sie fertig auf dem Tisch, und der Wow-Effekt beim ersten Anschnitt ist garantiert. Ideal für ein entspanntes Wochenendfrühstück oder wenn du mal etwas Besonderes zaubern willst. Als veganes und damit automatisch auch vegetarisches Frühstücksrezept kannst du es außerdem ganz ohne Rücksicht auf verschiedene Ernährungsweisen deiner Gäste servieren.
Warum du Vegane Soufflé-Pancakes lieben wirst
Der Trick bei veganen Soufflé-Pancakes liegt im vorsichtigen Falten des Teigs. Die steif geschlagene Aquafaba-Masse wird nur behutsam untergehoben, damit möglichst viele Luftbläschen erhalten bleiben. Beim Backen mit Deckel bei niedriger Hitze bleibt diese Luft im Teig eingeschlossen. So wachsen die Pancakes förmlich in die Höhe, statt breit und flach zu werden wie klassische Pfannkuchen.
Das Ergebnis ist eine Textur, die irgendwo zwischen Pfannkuchen und Baiser liegt: außen ganz zart golden, innen federleicht und fast wackelig-weich. Mit frischen Beeren, Ahornsirup und einer Wolke Puderzucker werden vegane Soufflé-Pancakes so zu einem Frühstück, das sich anfühlt wie ein kleines Event – auch unter der Woche.
Auch geschmacklich unterscheiden sich vegane Soufflé-Pancakes von klassischen Pfannkuchen: Durch die Aquafaba-Baisermasse wirken sie weniger schwer und satt im Magen, dafür fast schon dessertartig leicht. Das macht sie ideal für einen späten Brunch, bei dem noch Platz für einen zweiten Kaffee oder eine Portion Obst bleiben soll.
Für alle, die den Trend zum ersten Mal ausprobieren: Lass dich von der ungewohnten Handhabung nicht abschrecken. Die einzelnen Schritte – Baiser schlagen, Teig verrühren, vorsichtig falten – sind für sich genommen simpel, nur die Reihenfolge und die Geduld beim Backen sind neu. Nach dem ersten Durchgang hast du den Dreh schnell raus.
Wer schon einmal versucht hat, klassische Eiweiß-Baisermasse zu retten, wenn sie zusammenfällt, wird die Aquafaba-Variante zu schätzen wissen. Sie verzeiht kleine Fehler etwas leichter. Einmal steif geschlagen, lässt sie sich außerdem gut ein paar Minuten stehen lassen, während du den Teig fertig vorbereitest.
Vegane Soufflé-Pancakes sind zudem erstaunlich vielseitig: mit frischen Beeren im Sommer, mit warmem Apfelmus und Zimt im Herbst, oder schlicht mit Ahornsirup und einer Prise Salz. Die neutrale Grundmasse lässt sich an jede Jahreszeit und jeden Geschmack anpassen, ohne dass du am Grundrezept etwas ändern musst.
Alltagstauglich trotz aufwendigem Look
Auch wenn das Ergebnis aufwendig aussieht, brauchst du für den Teig nur Grundzutaten. Mehl, Backpulver, Hafermilch und die Aquafaba aus der Kichererbsendose stehen vermutlich ohnehin schon in deiner Küche. Einzige Investition, falls noch nicht vorhanden, sind ein paar Metallringe zum Formen – alternativ tun es auch saubere, gut eingefettete Konservendosen ohne Boden und Deckel.
Wichtig ist vor allem Geduld beim Backen. Bei niedriger Hitze und geschlossenem Deckel brauchen die Pancakes etwas länger als gewohnt, dafür garen sie gleichmäßig durch, ohne außen zu verbrennen. Nutze die Wartezeit, um den Tisch zu decken und die Beeren zu waschen – dann ist alles gleichzeitig fertig.
Plane für das Backen selbst etwas mehr Zeit ein, als du es von normalen Pancakes gewohnt bist. Da immer nur 2-3 Ringe gleichzeitig in die Pfanne passen, backst du wahrscheinlich in mehreren Durchgängen. Halte die fertigen Pancakes bei Bedarf im auf 80°C vorgeheizten Ofen warm, während die nächste Runde in der Pfanne ist.
Ein Küchenthermometer ist hier übrigens Gold wert: Zu hohe Hitze bräunt die Pancakes außen viel zu schnell, während sie innen noch roh bleiben. Mit niedriger, konstanter Hitze und etwas Geduld gelingen vegane Soufflé-Pancakes dagegen fast von selbst.
Falls du für mehrere Personen kochst, verdoppelst du am besten sowohl die Teig- als auch die Aquafaba-Menge und backst in mehreren Runden weiter. Wichtig ist nur, die Aquafaba-Masse jedes Mal frisch unterzuheben, kurz bevor du sie in die Ringe füllst, damit möglichst wenig Luft wieder entweicht.
Ein letzter Tipp für den ersten Versuch: Fotografiere oder notiere dir, wie hoch dein erster Testpancake wird. So siehst du beim nächsten Mal sofort, ob du die Aquafaba noch etwas steifer schlagen solltest. Oder ob du beim Unterheben noch vorsichtiger sein musst, um die Höhe weiter zu steigern.

Vegane Soufflé-Pancakes
Zutaten
Für den Teig
- 120 g Weizenmehl Type 405
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 150 ml Hafermilch
- 1 TL Vanilleextrakt
- 2 EL Zucker
Für die Aquafaba-Baisermasse
- 100 ml Aquafaba Kichererbsenwasser aus der Dose
- 3 Tropfen Zitronensaft
- 40 g Zucker
Zum Servieren
- 1 EL Puderzucker
- 100 g frische Beeren
- 2 EL Ahornsirup
- 1 EL vegane Butter zum Einfetten der Ringe
Zubereitung
Baiser zubereiten
- Aquafaba mit den Tropfen Zitronensaft in eine fettfreie, saubere Rührschüssel geben. Mit dem Handmixer 5-7 Minuten auf höchster Stufe steif schlagen, bis feste, glänzende Spitzen entstehen.
- Den Zucker esslöffelweise einrieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse fest, glatt und glänzend ist – wie klassisches Eiweiß-Baiser. Das ist der Trick, der den Pancakes ihre typische Höhe gibt.
Teig zubereiten
- Mehl, Backpulver, Salz und Zucker in einer Schüssel vermischen. Hafermilch und Vanilleextrakt dazugeben und mit dem Schneebesen zu einem glatten, klumpenfreien Teig verrühren.
- Ein Drittel der Aquafaba-Baisermasse unter den Teig rühren, um ihn etwas zu lockern. Anschließend die restliche Baisermasse in zwei Portionen vorsichtig unterheben – mit einem Teigschaber von unten nach oben falten, nicht rühren, damit möglichst viel Luft erhalten bleibt.
Pancakes backen
- Eine beschichtete Pfanne bei sehr niedriger Hitze erhitzen und mit etwas veganer Butter einfetten. Metallringe (ca. 8 cm Durchmesser) ebenfalls einfetten und in die Pfanne setzen.
- Den Teig löffelweise hoch in die Ringe füllen, bis sie gut gefüllt sind – ruhig großzügig türmen, der Teig fällt beim Backen nicht zusammen.
- Einen Deckel auf die Pfanne setzen und die Pancakes bei niedrigster Hitze 5-6 Minuten backen, ohne den Deckel zwischendurch abzunehmen, damit der Dampf sie von oben mitgart.
- Vorsichtig mit einem Pfannenwender wenden – am besten hältst du dabei den Ring fest, damit die Form erhalten bleibt. Weitere 4-5 Minuten mit Deckel fertigbacken, bis sie überall gebräunt und durchgegart sind.
- Die Ringe vorsichtig entfernen und die Pancakes sofort mit Puderzucker bestäuben, mit frischen Beeren und Ahornsirup servieren.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen: Vom Soufflé zum Frühstückstrend
Ihren Namen verdanken Soufflé-Pancakes der klassischen französischen Soufflé-Technik, bei der geschlagenes Eiweiß einer Masse zu zusätzlichem Volumen verhilft. In Japan wurde dieses Prinzip auf Pfannkuchen übertragen und in den letzten Jahren zu einem viralen Café-Trend, der mittlerweile weltweit nachgekocht wird. Mehr zur ursprünglichen Technik erfährst du im Wikipedia-Artikel zum Soufflé.
Dass sich diese Technik so gut vegan umsetzen lässt, liegt an Aquafaba. Das Kochwasser aus der Kichererbsendose enthält gelöste Proteine und Stärke, die sich fast genauso schlagen lassen wie Eiweiß. Wie du Aquafaba am besten aufbewahrst und in welchen weiteren Rezepten es sich einsetzen lässt, liest du in unserem Beitrag Aquafaba richtig nutzen – das vegane Wundermittel.
Bewahre das Kochwasser der nächsten Kichererbsendose deshalb am besten gleich auf, statt es wegzuschütten – im Kühlschrank hält es sich einige Tage, eingefroren sogar mehrere Monate. So hast du beim nächsten spontanen Wunsch nach veganen Soufflé-Pancakes schon alles griffbereit.
Lust auf klassischere Pancakes für den Alltag? Schau dir auch unsere veganen Bananen-Hafer-Pancakes an.
In japanischen Cafés werden Soufflé-Pancakes meist einzeln und sehr dick serviert, oft mit einer Kugel Vanilleeis und einem Klecks Sahne obendrauf. Für unsere vegane Version reicht schon eine gute pflanzliche Buttervariante und etwas frisches Obst. So bringst du den charakteristischen Wow-Effekt auf den Teller, ganz ohne den Aufwand eines Café-Desserts.
Praktisch für alle mit Nussallergie: Anders als viele andere Frühstückstrends kommt dieses Rezept komplett ohne Nüsse oder Nussmus aus. Du kannst die Hafermilch bei Bedarf auch durch eine andere ungesüßte Pflanzenmilch wie Soja- oder Reismilch ersetzen, ohne dass sich am Ergebnis viel ändert.
So gelingt’s
Schlage die Aquafaba unbedingt in einer fettfreien Schüssel – schon eine Spur Fett verhindert, dass sie richtig steif wird. Und heb den Baiser wirklich nur vorsichtig unter: Je sanfter du faltest, desto höher und luftiger werden am Ende deine Pancakes.
FAQ zu Vegane Soufflé-Pancakes
Meist liegt es an Fettresten in der Schüssel oder an den Quirlen. Verwende eine fettfreie, saubere Schüssel und schlage die Aquafaba mindestens 5-7 Minuten auf höchster Stufe, bis feste Spitzen entstehen.
Ja, du kannst alternativ ausgespülte Konservendosen ohne Boden und Deckel verwenden, oder den Teig ganz ohne Ring backen – dann werden die Pancakes etwas flacher, schmecken aber genauso gut.
Das ist bei dieser luftigen Textur normal und passiert auch beim Original mit Ei. Sie fallen etwas in sich zusammen, bleiben aber deutlich höher und lockerer als normale Pancakes. Serviere sie am besten sofort.

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