Vegane Bao Buns mit Hoisin-Pilzen
Du liebst asiatisches Street Food, traust dir aber keine vegane Bao Buns zu, weil Hefeteig einschüchternd klingt? Das kann ich verstehen. Viele denken bei Bao an Restaurant-Qualität, die zuhause nicht gelingt. Dabei ist der Teig unkomplizierter als jedes normale Hefebrötchen, denn er wird gedämpft statt gebacken.
In diesem Rezept zeige ich dir Schritt für Schritt, wie aus Mehl, Hefe und Pflanzenmilch fluffig-weiche Buns werden. Gefüllt werden sie mit glasierten Pilzen in einer würzigen Hoisin-Sauce, dazu frische Gurke und Karotte für Crunch. Das Ergebnis erinnert an dein Lieblings-Asia-Restaurant, kommt aber komplett aus deiner eigenen Küche.
Bao Buns eignen sich perfekt zum Vorbereiten und Einfrieren, wenn September und Oktober die Pilzsaison auf ihren Höhepunkt bringen. Ob als Hauptgericht am Wochenende oder als Fingerfood für Gäste: Vegane Bao Buns machen aus jedem Pilz-Angebot auf dem Markt ein kleines Festessen, das ganz nebenbei auch vegetarische Genießer restlos überzeugt.
Warum du vegane Bao Buns lieben wirst
Die Kombination aus fluffigem Teig und herzhaft-süßer Hoisin-Glasur trifft genau den Geschmack, den viele aus dem Asia-Imbiss kennen. Pilze übernehmen hier den Part von Fleisch: Sie nehmen die Sauce perfekt auf und bringen durch ihre Textur richtig Biss. Frische Gurke und Karotte sorgen für den nötigen Frischekick, damit die Buns nicht zu schwer wirken.
Einfach, alltagstauglich und ohne Spezialprodukte
Du brauchst keinen Bambusdämpfer aus dem Asia-Laden, ein normaler Dampfgareinsatz oder ein Sieb über kochendem Wasser reicht völlig aus. Auch die Zutaten für die Füllung findest du im gut sortierten Supermarkt: Champignons oder Austernpilze, Hoisin-Sauce und Sojasauce. Der Teig braucht zwar etwas Geduld beim Gehen, die aktive Arbeitszeit ist aber überschaubar. So werden vegane Bao Buns auch für Einsteiger machbar.

Vegane Bao Buns mit Hoisin-Pilzen
Zutaten
Für den Bao-Teig
- 300 g Weizenmehl Type 405
- 2 EL Zucker
- 7 g Trockenhefe 1 Päckchen
- 0.5 TL Backpulver
- 160 ml Pflanzenmilch lauwarm
- 2 EL neutrales Pflanzenöl
- 0.5 TL Salz
Für die Hoisin-Pilz-Füllung
- 400 g Austernpilze oder braune Champignons in Streifen gezupft oder geschnitten
- 3 Stück Frühlingszwiebeln in Ringen
- 2 Zehen Knoblauch fein gehackt
- 1 EL Ingwer frisch gerieben
- 4 EL Hoisin-Sauce
- 2 EL Sojasauce
- 1 EL Sesamöl
- 1 TL Speisestärke mit 2 EL Wasser angerührt
- 1 EL Rapsöl zum Anbraten
Zum Servieren
- 0.5 Stück Salatgurke in feinen Streifen
- 1 Stück Karotte in feinen Streifen
- 1 EL geröstete Sesamsamen
- 1 Bund Koriander nach Belieben, oder Frühlingszwiebelgrün
- 1 TL Sriracha optional, zum Schärfen
Zubereitung
Bao-Teig zubereiten
- Mehl, Zucker, Trockenhefe und Backpulver in einer großen Schüssel vermischen. Lauwarme Pflanzenmilch und Öl zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten, etwa 8 Minuten von Hand oder 5 Minuten mit der Küchenmaschine.
- Salz erst gegen Ende der Knetzeit zugeben, damit die Hefe ungehindert arbeiten kann. Den Teig zu einer Kugel formen.
- Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen sichtbar verdoppelt hat.
Bao Buns formen und dämpfen
- Teig kurz durchkneten und in 8 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einem ovalen Fladen von etwa 10 x 6 cm ausrollen.
- Fladen dünn mit etwas neutralem Öl bestreichen und zur Hälfte zusammenklappen, sodass ein Halbmond entsteht. Ein kleines Stück Backpapier darunterlegen, damit sich der Bun beim Dämpfen nicht festsetzt.
- Geformte Buns nochmal 15-20 Minuten ruhen lassen, dann portionsweise im Dampfgarer oder Bambuskorb bei mittlerer Hitze 8-10 Minuten dämpfen, bis sie sichtbar aufgegangen und glänzend weiß sind. Deckel dabei nicht anheben, sonst fallen die Buns zusammen.
Hoisin-Pilze zubereiten und servieren
- Rapsöl in einer Pfanne stark erhitzen und die Pilzstreifen darin 4-5 Minuten scharf anbraten, bis sie Farbe angenommen haben und Flüssigkeit verdampft ist.
- Knoblauch, Ingwer und die weißen Teile der Frühlingszwiebeln zugeben, 1 Minute mitbraten, bis es aromatisch duftet.
- Hoisin-Sauce, Sojasauce und Sesamöl einrühren und kurz aufkochen. Mit der angerührten Speisestärke binden, bis die Sauce glänzt und die Pilze gleichmäßig umhüllt.
- Bao Buns öffnen und mit den Hoisin-Pilzen, Gurken- und Karottenstreifen füllen. Mit Sesam, Koriander und optional Sriracha bestreuen und sofort servieren.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen
Bao, ausführlich Baozi genannt, stammen aus der chinesischen Küche und werden dort seit Jahrhunderten gedämpft statt gebacken. Das Dämpfen erhält die Feuchtigkeit im Teig und macht ihn besonders zart, ganz ohne Kruste. In Taiwan entstand daraus die offene Variante Gua Bao, bei der die Füllung sichtbar zwischen den Teighälften liegt, genau das Prinzip, das wir hier für vegane Bao Buns nutzen. Mehr zur Geschichte des Gerichts findest du im Wikipedia-Artikel zu Baozi.
Hoisin-Sauce basiert traditionell auf fermentierten Sojabohnen, Knoblauch und Gewürzen und ist meist von Natur aus vegan, ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich trotzdem immer. Wie du generell mehr herzhafte Tiefe in pflanzliche Gerichte bringst, erfährst du in unserem Artikel Umami vegan erzeugen. Alles Wichtige zu Sorten und Zubereitung von Pilzen haben wir außerdem in unserem Grundlagen-Guide Pilze in der veganen Küche gesammelt.
So gelingt’s
Hebe den Deckel während des Dämpfens nicht an. Der plötzliche Temperaturabfall lässt die Buns sofort in sich zusammenfallen.
Lass zwischen den Buns im Dämpfer immer 2-3 cm Platz, da sie beim Garen noch aufgehen und sonst zusammenkleben.
FAQ zu veganen Bao Buns
Ja. Ein Sieb oder Nudelsieb über einem Topf mit leicht köchelndem Wasser funktioniert genauso gut, solange ein Deckel darüberpasst und Dampf eingeschlossen bleibt.
Ja, das ist sogar empfehlenswert. Gedämpfte, ungefüllte Buns lassen sich gut einfrieren und vor dem Servieren einfach nochmal 8-10 Minuten dämpfen.
Austernpilze geben durch ihre faserige Struktur die fleischigste Textur, braune Champignons funktionieren aber genauso gut und sind meist günstiger verfügbar.

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