Vegane Kichererbsen-Kekse
Du willst einen schnellen, proteinreichen Snack, der trotzdem wie ein richtiger Keks schmeckt? Vegane Kichererbsen-Kekse sind gerade der Trend, über den im Netz alle sprechen – aus gutem Grund. Eine Dose Kichererbsen, ein paar Vorratsschrank-Zutaten, ein Mixer, fertig ist ein fudgy-weicher Keks mit Schokostückchen, ganz ohne Mehl und Ei.
Besonders praktisch: Du brauchst keine Waage für Feinjustierungen und kein ausgefallenes Equipment. Alles kommt in einen Mixer oder Food Processor, wird püriert, und zwölf Minuten später hast du einen warmen, schokoladigen Snack in der Hand. Perfekt für den kleinen Hunger nach dem Sport oder als süßer Begleiter zum Nachmittagskaffee.
Da Kichererbsen ohnehin komplett pflanzlich sind, ist dieses vegane – und damit auch vegetarische – Rezept von Natur aus einfach umzusetzen, ganz ohne Ei-Ersatz oder Sahnealternativen. Ein Trend, bei dem Veganer:innen ausnahmsweise keinen einzigen Umweg gehen müssen.
Warum du Vegane Kichererbsen-Kekse lieben wirst
Der größte Pluspunkt ist die Konsistenz: fudgy, leicht klebrig in der Mitte, mit geschmolzenen Schokostückchen in fast jedem Bissen. Von Kichererbsen schmeckt man dabei erstaunlich wenig, die Erdnussbutter und der Ahornsirup übernehmen geschmacklich die Führung. Gleichzeitig liefert jeder Keks durch die Hülsenfrüchte und die Nussbutter eine ordentliche Portion pflanzliches Protein und Ballaststoffe, was diesen Snack deutlich sättigender macht als klassisches Gebäck aus Weißmehl.
Mit rund 95 Kalorien und 3 Gramm Protein pro Keks lassen sich vegane Kichererbsen-Kekse außerdem gut in einen ausgewogenen Tag einplanen, ohne gleich das ganze Energiebudget zu sprengen. Die enthaltenen Ballaststoffe aus den Kichererbsen sorgen zudem für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl als ein vergleichbarer Keks aus reinem Weißmehl und Zucker.
Auch für alle, die glutenfrei essen, ist dieses Rezept ein Volltreffer, da komplett ohne Mehl gearbeitet wird. Du musst also nicht extra nach glutenfreien Zutaten suchen oder etwas austauschen – das Rezept ist von Haus aus für alle offen. Das macht die Kekse auch ideal für gemischte Freundeskreise, in denen manche vegan, andere glutenfrei und wieder andere einfach nur neugierig unterwegs sind.
In 22 Minuten fertig – perfekt für den Alltag
Von der ersten Zutat im Mixer bis zum fertigen Keks vergehen keine 25 Minuten, zehn davon sind reine Backzeit. Damit sind vegane Kichererbsen-Kekse eines der schnellsten Rezepte, die wir auf Vegonaut je vorgestellt haben. Ideal, wenn spontan Lust auf etwas Süßes aufkommt, aber die Zeit für ein klassisches Backprojekt fehlt.
Das Rezept eignet sich auch hervorragend zum Vorbereiten: Du kannst den Teig in einzelnen Portionen einfrieren und bei Bedarf direkt aus dem Gefrierfach backen. So hast du jederzeit frischen, warmen Keks-Nachschub, ohne jedes Mal neu mixen zu müssen.

Vegane Kichererbsen-Kekse
Kochutensilien
- 1 Mixer
Zutaten
Für den Teig
- 1 Dose Kichererbsen 240 g Abtropfgewicht, gut abgespült und abgetropft
- 100 g Erdnussbutter cremig, alternativ Mandelbutter
- 60 g Ahornsirup
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1/2 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 80 g vegane Schokodrops
Zubereitung
Teig zubereiten
- Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
- Kichererbsen, Erdnussbutter, Ahornsirup, Vanilleextrakt, Backpulver und Salz in einem leistungsstarken Mixer oder Food Processor zu einem glatten, dickflüssigen Teig pürieren. Wichtig: Es sollten keine ganzen Kichererbsen-Stückchen mehr zu sehen sein, sonst wird die Konsistenz körnig.
- Die veganen Schokodrops von Hand unterheben.
Backen
- Mit einem Löffel oder Eisportionierer 12 gleichgroße Häufchen mit Abstand auf das Blech setzen und mit angefeuchteten Fingern leicht flachdrücken.
- 10-12 Minuten backen, bis die Ränder fest sind. Die Mitte bleibt bewusst weich und glänzend – sie festigt sich erst beim Abkühlen.
- Die Kekse mindestens 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, bevor du sie bewegst. Warm sind sie noch sehr zerbrechlich.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen
Kichererbsen gehören zu den ältesten kultivierten Hülsenfrüchten der Welt und sind seit Jahrtausenden fester Bestandteil der Küchen rund ums Mittelmeer und im Nahen Osten. Mehr zu Herkunft, Anbau und Nährwerten der Kichererbse liest du im Wikipedia-Artikel zur Kichererbse. Der aktuelle Trend, sie zu Keksteig zu verarbeiten, ist neu, die Zutat selbst aber uralt bewährt.
Kichererbsen sind außerdem eine gute pflanzliche Proteinquelle und liefern Lysin, eine Aminosäure, die in vielen Getreidesorten eher knapp vorkommt. Mehr zum Thema liest du in unserem Beitrag Lysin vegan decken. Wenn du generell mehr glutenfrei und vegan backen möchtest, findest du in unserem Grundlagenartikel Glutenfrei und vegan backen weitere hilfreiche Tipps und Rezeptideen.
Variationen für Vegane Kichererbsen-Kekse
Statt Erdnussbutter funktioniert auch Mandel- oder Cashewbutter, der Geschmack wird dann etwas milder und weniger erdnussig. Wer es schokoladiger mag, rührt zusätzlich einen Esslöffel Kakaopulver in den Teig, dann werden aus den Keksen fast schon kleine Brownies. Für etwas Crunch sorgen gehackte Walnüsse oder ein paar Esslöffel Haferflocken, die du zusammen mit den Schokodrops untermischst.
Wenn du lieber Kichererbsen selbst kochst statt die Dose zu verwenden, achte darauf, sie vor dem Pürieren gut abtropfen zu lassen. Zu feuchte Kichererbsen machen den Teig klebriger und verlängern die nötige Backzeit spürbar. Getrocknete Kichererbsen aus dem eigenen Kochtopf eignen sich grundsätzlich genauso gut wie die Variante aus der Dose, solange die Konsistenz am Ende stimmt.
Auch beim Süßungsmittel bist du nicht auf Ahornsirup festgelegt. Agavendicksaft oder Reissirup funktionieren genauso gut und binden den Teig ähnlich zuverlässig. Achte in jedem Fall auf eine flüssige Konsistenz, damit sich die Masse im Mixer gleichmäßig verteilen lässt und am Ende keine trockenen Stellen im Teig zurückbleiben.
Falls du den Zuckergehalt reduzieren willst, funktioniert auch deutlich weniger Ahornsirup, etwa 40 statt 60 Gramm – die Kekse werden dann etwas weniger süß, halten aber genauso gut zusammen. Für eine herbstliche Variante passt außerdem ein halber Teelöffel Zimt hervorragend zur Erdnussbutter-Schoko-Basis.
Serviervorschläge und Kombinationen
Am besten schmecken vegane Kichererbsen-Kekse noch leicht warm, wenn die Schokostückchen innen gerade geschmolzen sind. Dazu passt ein Glas kalte Pflanzenmilch oder ein Cappuccino mit Hafermilch hervorragend. Für ein kleines Dessert kannst du einen noch warmen Keks mit einer Kugel veganem Vanilleeis servieren, das an den Rändern leicht zerläuft.
Auch als Pre- oder Post-Workout-Snack eignen sich die Kekse gut, da sie Kohlenhydrate aus dem Ahornsirup mit Protein aus Kichererbsen und Erdnussbutter kombinieren. Zwei Kekse vor dem Sport liefern schnell verfügbare Energie, ohne zu schwer im Magen zu liegen. Nach dem Training unterstützt die Proteinkombination zusätzlich die Regeneration.
Für eine Keks-Bar bei der nächsten Feier machst du einfach die doppelte Menge und stellst verschiedene Toppings bereit: grobes Meersalz, gehackte Nüsse oder zusätzliche Schokostückchen zum selbst Draufstreuen vor dem Backen. So kann sich jede und jeder die eigene Lieblingsvariante zusammenstellen.
So gelingt’s
Püriere die Kichererbsen besonders gründlich, mindestens zwei bis drei Minuten am Stück. Nur wenn wirklich keine Stückchen mehr zu sehen sind, werden deine veganen Kichererbsen-Kekse schön glatt und fudgy statt körnig.
FAQ zu Vegane Kichererbsen-Kekse
Nein, kaum. Erdnussbutter, Ahornsirup und Schokolade überdecken den Eigengeschmack der Kichererbsen fast vollständig. Wichtig ist nur, die Kichererbsen wirklich glatt zu pürieren, damit keine körnige Textur zurückbleibt.
Ja, das Rezept kommt komplett ohne Mehl aus. Achte nur darauf, glutenfreie Schokodrops und Backpulver zu verwenden, falls du streng glutenfrei kochst, da manche Marken in Anlagen mit Glutenkontakt produzieren.
In einer luftdichten Dose halten sich die Kekse 4 bis 5 Tage bei Raumtemperatur. Im Kühlschrank verlängert sich die Haltbarkeit auf etwa eine Woche, der rohe Teig lässt sich zudem mehrere Monate einfrieren.

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