Vegane Kohlrabi-Puffer mit Dill-Joghurt-Dip
Du hast gerade einen Kohlrabi im Gemüsefach liegen und weißt nicht so recht, was du daraus machen sollst, außer ihn roh in den Salat zu schneiden? Genau dafür sind vegane Kohlrabi-Puffer mit Dill-Joghurt-Dip gemacht. Sie sind knusprig außen, zart innen und in gut 40 Minuten fertig – ganz ohne Ei und ohne Ersatzprodukte aus dem Kühlregal.
Kohlrabi ist im Herbst günstig, knackig und noch dazu ziemlich unterschätzt. Statt ihn nur zu dämpfen, wird er hier gerieben, mit Kartoffel gebunden und in der Pfanne goldbraun gebraten. Dazu ein frischer Dip mit Dill – fertig ist eine Vorspeise, die auch als Snack für zwischendurch funktioniert.
Das Rezept ist bewusst einfach gehalten, damit du es auch spontan am Feierabend kochen kannst. Du brauchst keine Fritteuse, keine exotischen Zutaten und keinen Eiersatz aus der Tüte – Kichererbsenmehl übernimmt die Bindung ganz von selbst.
Warum vegane Kohlrabi-Puffer so gut in den Herbst passen
Kohlrabi hat zwischen September und November Hochsaison und schmeckt dann besonders mild und saftig. Durch das Reiben verliert er seine feste Struktur und wird in der Pfanne herrlich knusprig, während er innen zart bleibt.
Vegane Kohlrabi-Puffer sind außerdem eine clevere Art, eine Gemüsesorte zu verwerten, die sonst oft nur in der Suppe landet. Du bekommst damit eine Vorspeise, die satt macht, aber nicht schwer im Magen liegt.
Einfach, alltagstauglich und ohne Spezialprodukte
Für die Puffer brauchst du nur Kohlrabi, eine Kartoffel, eine Zwiebel, Kichererbsenmehl und ein paar Haferflocken zum Binden. Das Kichererbsenmehl sorgt für Zusammenhalt, ganz ohne Ei.
Der Dip besteht aus veganem Joghurt, frischem Dill, etwas Knoblauch und Zitrone. Du kannst ihn problemlos am Vortag vorbereiten, dann zieht der Dill sogar noch intensiver durch. Vegane Kohlrabi-Puffer eignen sich damit auch gut für spontanen Besuch oder als kleine Vorspeise vor einem größeren Menü.

Vegane Kohlrabi-Puffer mit Dill-Joghurt-Dip
Zutaten
Für die Kohlrabi-Puffer
- 600 g Kohlrabi geschält, fein gerieben
- 150 g Kartoffel fein gerieben
- 1 Zwiebel fein gewürfelt
- 3 EL Kichererbsenmehl
- 2 EL Haferflocken fein, z.B. Zarte Haferflocken
- 1 TL Senf mittelscharf
- 0.5 TL Muskatnuss frisch gerieben
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- 4 EL Rapsöl zum Braten
Für den Dill-Joghurt-Dip
- 200 g veganer Joghurt ungesüßt, z.B. Soja- oder Cashewjoghurt
- 1 Knoblauchzehe fein gerieben
- 2 EL frischer Dill fein gehackt
- 1 TL Zitronensaft
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
Kohlrabi vorbereiten
- Kohlrabi und Kartoffel schälen und auf der groben Seite einer Küchenreibe fein reiben. Die geriebene Masse in ein Küchentuch geben und kräftig ausdrücken, bis möglichst wenig Flüssigkeit übrig bleibt. Das sorgt später für knusprige Puffer statt matschiger Fladen.
- Zwiebel fein würfeln und zur ausgedrückten Kohlrabi-Kartoffel-Masse in eine große Schüssel geben.
Teig mischen
- Kichererbsenmehl, Haferflocken, Senf, Muskatnuss, Salz und Pfeffer zur Gemüsemasse geben und alles gründlich mit den Händen vermengen, bis ein formbarer, leicht feuchter Teig entsteht. Lässt sich die Masse nicht gut zusammenhalten, 1 EL zusätzliches Kichererbsenmehl einarbeiten.
Braten
- Rapsöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Pro Puffer etwa 2–3 EL Teig in die Pfanne geben und mit dem Pfannenwender leicht flach drücken.
- Die Puffer 4–5 Minuten pro Seite braten, bis sie goldbraun und knusprig sind. Erst wenden, wenn sich der Rand deutlich verfärbt hat, damit sie nicht auseinanderfallen. In Portionen arbeiten und fertige Puffer im Ofen bei 80 °C warmhalten.
Dip zubereiten
- Veganen Joghurt mit Knoblauch, Dill, Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren. Vor dem Servieren mindestens 10 Minuten durchziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden.
Anrichten
- Die heißen Kohlrabi-Puffer mit dem Dill-Joghurt-Dip servieren, nach Belieben mit zusätzlichem frischen Dill bestreut.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen
Kohlrabi stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und ist botanisch eng mit Kohl und Raps verwandt – der Name setzt sich aus dem italienischen „cavolo“ (Kohl) und „rapa“ (Rübe) zusammen. In Deutschland wird er seit dem 19. Jahrhundert großflächig angebaut und gilt als regionales, klimafreundliches Gemüse mit kurzen Transportwegen.
Nährstofflich punktet Kohlrabi vor allem mit Vitamin C, Kalium und Ballaststoffen, bei sehr wenigen Kalorien. Mehr Hintergrundwissen zu Nährstoffen in pflanzlichen Lebensmitteln findest du bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die regelmäßig aktuelle Empfehlungen für eine pflanzenbetonte Ernährung veröffentlicht.
Wenn du generell unsicher bist, ob ein Produkt tierische Spuren enthalten könnte, lohnt sich ein Blick in unseren Artikel Versteckte tierische Zutaten erkennen – bei Kichererbsenmehl, Haferflocken und frischem Gemüse besteht hier allerdings kein Risiko.
So gelingt’s
Drücke den geriebenen Kohlrabi vor dem Mischen gut mit den Händen aus. Je trockener die Masse, desto knuspriger werden die Puffer später in der Pfanne.
Brate sie bei mittlerer Hitze und wende sie erst, wenn sich der Rand goldbraun verfärbt hat – sonst fallen sie beim Wenden leicht auseinander.
FAQ zu veganen Kohlrabi-Puffern
Ja. Verteile die Puffer auf einem Blech mit Backpapier, bestreiche sie dünn mit Öl und backe sie bei 200 °C Umluft 20–25 Minuten, nach der Hälfte der Zeit wenden. Sie werden dabei etwas weniger knusprig als in der Pfanne.
Vegane Kohlrabi-Puffer halten sich im Kühlschrank in einer luftdichten Dose bis zu zwei Tage. Erwärme sie am besten in der Pfanne, damit sie wieder knusprig werden – in der Mikrowelle werden sie eher weich.
Ja. Cashew- oder Kokosjoghurt funktionieren genauso gut. Achte nur darauf, einen ungesüßten, möglichst neutralen veganen Joghurt zu wählen, damit der Dill-Geschmack nicht überdeckt wird.

0 Kommentare
Kommentieren & Nachgekocht-Fotos teilen
Mit deinem kostenlosen Crew-Konto bekommst du +20 XP pro freigegebenem Kommentar und +30 XP pro Nachgekocht-Foto.
Crew beitreten →