Vegane Mirabellen-Galette mit Mandel-Frangipane
Ende August quellen die Marktstände über vor goldgelben Mirabellen, und die Saison der kleinen Pflaumenverwandten ist bekanntlich kurz. Genau dafür habe ich dieses Rezept entwickelt: Eine vegane Mirabellen-Galette mit cremiger Mandel-Frangipane, die rustikal aussieht, aber erstaunlich einfach gelingt. Du brauchst keine Kuchenform und keine perfekte Tortenkante – nur ausgerollten Teig, wenige Zutaten und 35 Minuten im Ofen.
Das Ergebnis ist ein Dessert, das genauso gut als entspannter Nachmittagskuchen wie als Abschluss eines Sommerabendessens funktioniert. Und weil das Rezept zu 100 % vegan ist, deckt es automatisch auch die vegetarische Suchintention ab – hier greift schließlich niemand zu Butter oder Ei.
Warum du diese vegane Mirabellen-Galette lieben wirst
Die Kombination aus buttrigem, leicht flockigem Mürbeteig, cremiger Mandelfüllung und leicht säuerlichen Mirabellen ist einfach unschlagbar. Die Frangipane karamellisiert beim Backen an den Rändern leicht und sorgt für genau die Röstnoten, die eine gute Galette braucht.
Anders als bei einer klassischen Tarte musst du hier nichts blindbacken und keinen Teig exakt in eine Form drücken. Genau diese Nachsicht macht die Galette zum perfekten Rezept, wenn du zwar Lust auf selbstgebackenen Kuchen hast, aber keine Zeit für Millimeterarbeit.
Alltagstauglich: rustikal statt perfekt
Der große Vorteil einer Galette liegt in ihrer Fehlertoleranz. Der Teig darf ruhig unregelmäßig gefaltet werden, kleine Risse gehören zum rustikalen Charme dazu und lassen sich ohnehin nicht sehen, sobald die Aprikosenglasur glänzt.
Du kannst den Mürbeteig außerdem bereits am Vortag zubereiten und gekühlt lagern, dann bleibt am Backtag nur noch das Füllen und Backen übrig. Das macht dieses Rezept ideal für spontane Kaffeebesuche oder ein schnelles Dessert unter der Woche.

Vegane Mirabellen-Galette mit Mandel-Frangipane
Zutaten
Für den Mürbeteig
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 1 TL Zucker
- 1/2 TL Salz
- 140 g vegane Butter kalt, gewürfelt
- 5 EL eiskaltes Wasser
Für die Mandel-Frangipane
- 100 g gemahlene Mandeln
- 60 g Zucker
- 60 g vegane Butter weich
- 3 EL Sojamilch
- 1 EL Speisestärke
- 1/2 TL Mandelextrakt ersatzweise Vanilleextrakt
Für den Belag
- 500 g Mirabellen entsteint, geviertelt
- 2 EL Zucker
- 1/2 TL Zimt
- 2 EL Mandelblättchen
- 2 EL Sojamilch zum Bestreichen
- 2 EL Aprikosenkonfitüre zum Bestreichen nach dem Backen, optional
Zubereitung
Teig zubereiten
- Mehl, Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Die kalte vegane Butter dazugeben und mit den Fingerspitzen oder einem Teigmischer schnell zu einer krümeligen Masse verarbeiten – die Butter sollte in kleinen Stücken sichtbar bleiben, das sorgt später für Blättrigkeit.
- Eiskaltes Wasser esslöffelweise unterkneten, bis sich der Teig gerade zusammenfügt. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh. Zu einer Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Frangipane zubereiten
- Weiche vegane Butter mit Zucker in einer Schüssel cremig rühren. Gemahlene Mandeln, Speisestärke, Mandelextrakt und Sojamilch unterrühren, bis eine streichfähige, gleichmäßige Masse entsteht.
Galette formen und backen
- Ofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den gekühlten Teig auf leicht bemehlter Fläche zu einem Kreis von etwa 32 cm Durchmesser ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
- Die Mandel-Frangipane mittig auf den Teig streichen, dabei einen Rand von etwa 5 cm frei lassen. Mirabellen mit Zucker und Zimt vermengen und gleichmäßig auf der Frangipane verteilen.
- Den freien Teigrand locker über den Früchten hochklappen und leicht andrücken, sodass ein rustikaler, offener Kuchen entsteht. Den sichtbaren Rand mit Sojamilch bestreichen und mit Mandelblättchen bestreuen.
- Im vorgeheizten Ofen 30-35 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist und die Frangipane leicht Farbe angenommen hat. Auf einem Gitter mindestens 15 Minuten abkühlen lassen, damit sie beim Anschneiden nicht auseinanderfällt.
Servieren
- Erwärmte Aprikosenkonfitüre dünn über die noch warme Galette pinseln – das sorgt für Glanz und zusätzliche Fruchtnote. In Stücke schneiden und lauwarm oder zimmerwarm servieren.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen
Die Mirabelle ist eine kleine, gelbe Pflaumensorte, die vor allem in Lothringen eine lange Anbautradition hat und dort sogar ein geschütztes Herkunftsprodukt ist. Mehr Hintergrund zur Frucht findest du in diesem Wikipedia-Artikel zur Mirabelle. In Deutschland reift sie meist zwischen Ende Juli und September, danach musst du bis zum nächsten Jahr warten – ein guter Grund, jetzt zuzugreifen.
Frangipane wiederum stammt aus der französischen Patisserie und wird traditionell aus gemahlenen Mandeln, Zucker und Butter hergestellt – in dieser veganen Version übernimmt pflanzliche Butter die cremige Basis. Mandeln liefern dabei nebenbei pflanzliches Eiweiß und ungesättigte Fettsäuren, was der Galette neben dem Geschmack auch eine solide Nährwertbasis gibt.
So gelingt’s
Tupfe die geviertelten Mirabellen vor dem Belegen kurz mit Küchenpapier ab, damit der Boden nicht durchweicht. Der Teig lässt sich außerdem leichter falten, wenn er noch leicht kühl ist – bei Bedarf zwischendurch 5 Minuten zurück in den Kühlschrank legen.
FAQ zu veganer Mirabellen-Galette
Ja. Zwetschgen, Aprikosen oder Pfirsiche funktionieren genauso gut – achte nur darauf, das Obst vorher gut abzutupfen, damit die Galette nicht durchweicht.
Abgedeckt hält sie sich 2 Tage bei Raumtemperatur oder bis zu 4 Tage im Kühlschrank. Vor dem Servieren kurz bei 160 °C aufbacken, damit der Boden wieder knusprig wird.
Ja, der Mürbeteig lässt sich 2 Tage im Voraus zubereiten und gekühlt lagern, oder bis zu 2 Monate eingefroren aufbewahren. Vor der Verarbeitung im Kühlschrank auftauen lassen.

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