Vegane Trauben-Focaccia mit Rosmarin
Du hast gerade eine Kiste voller süßer Trauben zuhause und suchst nach mehr als nur Naschen aus der Hand? Eine vegane Trauben-Focaccia ist genau die Antwort darauf. Das italienische Fladenbrot verbindet luftig-weichen Hefeteig mit warmen, leicht karamellisierten Trauben, Rosmarin und knusprigem Meersalz, ein Rezept, das zur Weinlese im September und Oktober einfach perfekt passt.
Anders als klassische Focaccia mit Oliven oder Tomaten setzt diese Variante auf die Süße reifer Trauben, die beim Backen leicht aufplatzen und ihren Saft in den Teig abgeben. Kombiniert mit würzigem Rosmarin und grobem Meersalz entsteht ein Kontrast aus süß und salzig, der auf dem Blog bisher gefehlt hat und den du so noch nicht kanntest.
Das Rezept ist von Natur aus vegan und braucht keine Ei- oder Butteralternative, denn das Original kommt traditionell ganz ohne tierische Zutaten aus. Damit ist diese vegane Trauben-Focaccia auch für vegetarische Gäste ein spannendes Herbst-Highlight, das sich hervorragend als Vorspeise, Snack oder Beilage zu einem Glas Federweißer eignet.
Warum du vegane Trauben-Focaccia lieben wirst
Der Teig braucht nur wenige Grundzutaten und wird durch die lange Gehzeit besonders luftig und aromatisch. Die typischen Focaccia-Mulden sorgen dafür, dass sich Olivenöl und Traubensaft gleichmäßig verteilen und beim Backen kleine, saftige Taschen bilden. Am Ende bekommst du ein Brot, das außen knusprig und innen wolkenweich ist, mit Bissen voller warmer, süßer Trauben.
Einfach, alltagstauglich und ohne Spezialprodukte
Du brauchst weder Sauerteig-Ansatz noch besondere Backutensilien, ein normales Backblech reicht völlig. Mehl, Hefe, Olivenöl und Trauben bekommst du in jedem Supermarkt. Die aktive Arbeitszeit liegt bei kaum 15 Minuten, den Rest erledigt die Gehzeit von allein. So passt eine vegane Trauben-Focaccia auch in einen entspannten Sonntagnachmittag.

Vegane Trauben-Focaccia mit Rosmarin
Zutaten
Für den Teig
- 400 g Weizenmehl Type 405
- 7 g Trockenhefe 1 Päckchen
- 1 EL Zucker
- 1.5 TL Salz
- 60 ml Olivenöl plus mehr für die Form
- 260 ml Wasser lauwarm
Für den Belag
- 400 g blaue kernlose Trauben halbiert
- 3 EL Olivenöl
- 2 Zweige Rosmarin Nadeln abgezupft
- 1 TL grobes Meersalz
- 2 EL brauner Zucker zum Karamellisieren
Zum Bestreuen (optional)
- 30 g Walnüsse geröstet und grob gehackt
Zubereitung
Teig zubereiten
- Mehl, Trockenhefe, Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Olivenöl und lauwarmes Wasser zugeben und alles zu einem weichen, leicht klebrigen Teig verkneten, etwa 8-10 Minuten von Hand.
- Teig zu einer Kugel formen, in eine geölte Schüssel legen und abgedeckt an einem warmen Ort 60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.
Formen und zweite Gare
- Ein Backblech (ca. 30×20 cm) großzügig mit Olivenöl einpinseln. Teig hineingeben und mit den Fingerspitzen vorsichtig in Richtung der Ränder ziehen, bis er das Blech gleichmäßig ausfüllt.
- Mit den Fingern typische Focaccia-Mulden in den Teig drücken. Nochmals 20-30 Minuten abgedeckt gehen lassen, während der Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizt.
Belegen und backen
- Halbierte Trauben mit den Schnittflächen nach oben gleichmäßig in die Mulden des Teigs drücken. Mit Olivenöl beträufeln, Rosmarinnadeln, Meersalz und braunem Zucker bestreuen.
- Im vorgeheizten Ofen 20-25 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist und die Trauben leicht karamellisieren.
- Vor dem Anschneiden 5 Minuten ruhen lassen, damit der austretende Traubensaft etwas eindicken kann. Nach Belieben mit gerösteten Walnüssen bestreuen und servieren.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen
Das Original heißt Schiacciata all’uva und stammt aus der Toskana, wo es traditionell zur Weinlese im September gebacken wird, um die ersten süßen Trauben der Saison zu verwerten. Focaccia selbst hat eine noch ältere Geschichte und geht auf einfache, im Ofen oder auf heißen Steinen gebackene Fladenbrote der Etrusker und Römer zurück. Mehr zur Entwicklung dieses Brotklassikers findest du im Wikipedia-Artikel zu Focaccia.
Für dieses Rezept eignen sich blaue, kernlose Trauben am besten, da sie beim Backen ihre Farbe intensivieren und schön weich werden. Wenn du nach der Weinlese noch mehr Trauben übrig hast, findest du in unserem Artikel Trauben haltbar machen weitere Ideen, wie du die Herbsternte länger genießen kannst.
So gelingt’s
Drücke die Trauben beim Belegen wirklich fest in den Teig, sonst fallen sie beim Backen leicht heraus.
Ein Backblech aus Metall statt einer Glasform sorgt für einen deutlich knusprigeren Boden, da es die Hitze schneller überträgt.
FAQ zur veganen Trauben-Focaccia
Ja, grüne Trauben funktionieren genauso gut, sind aber meist etwas süßer und milder im Geschmack als blaue Sorten, die zusätzlich einen leicht herben Farbstoff-Kontrast bringen.
Meist liegt es an zu kaltem Wasser oder abgelaufener Hefe. Prüfe, ob deine Hefe noch aktiv ist, indem du sie kurz mit etwas Zucker und lauwarmem Wasser anrührst, bis sie schäumt.
Ja, sie lässt sich nach dem Abkühlen gut in Stücken einfrieren. Zum Servieren einfach bei 180 °C etwa 8 Minuten im Ofen aufbacken, dann wird der Rand wieder schön knusprig.

0 Kommentare
Melde dich an, um zu kommentieren
Kommentare sind Teil der Crew – dein Konto sorgt dafür, dass jede Meinung zu einer echten Person gehört, und du bekommst dafür +20 XP pro freigegebenem Kommentar gutgeschrieben.
Crew beitreten →