Vegane Zimtschnecken mit Vanille-Glasur
Es gibt Gerüche, die sofort für gute Laune sorgen – frisch gebackener Hefeteig mit Zimt gehört definitiv dazu. Vegane Zimtschnecken sind genau das Rezept, das du immer griffbereit haben solltest: weicher Hefeteig, eine großzügige Zimt-Zucker-Füllung und obendrauf eine cremige Vanille-Glasur.
Das Beste daran: Du brauchst weder Butter noch Ei noch Milch, um dieses Ergebnis zu bekommen. Pflanzenmargarine und Pflanzendrink übernehmen die Aufgabe genauso zuverlässig.
Egal ob zum Sonntagsfrühstück, als Nachmittagssnack zum Kaffee oder als süßer Absacker nach dem Abendessen – vegane Zimtschnecken passen zu jeder Jahreszeit und jedem Anlass. Weil das Rezept zu 100 % pflanzlich ist, freuen sich daran auch alle, die einfach nur vegetarisch backen und ein zuverlässiges Grundrezept suchen.
Anders als viele andere Hefegebäcke brauchen vegane Zimtschnecken keine Spezialzutaten aus dem Reformhaus. Alles, was du brauchst, findest du im gut sortierten Supermarkt – und mit ein paar einfachen Kniffen gelingt der Hefeteig auch dann, wenn du sonst eher selten backst.
Warum vegane Zimtschnecken immer wieder gelingen
Der Trick bei gutem Hefeteig liegt vor allem in der Geduld: Lauwarme statt heiße Flüssigkeit, ausreichend Zeit zum Gehen und ein gut geknetet, elastischer Teig. Sind diese drei Punkte erfüllt, gelingen vegane Zimtschnecken fast von selbst.
Die Füllung aus weicher Margarine, braunem Zucker und viel Zimt sorgt für die typischen Schichten, die sich beim Aufrollen bilden. Je gleichmäßiger du den Teig ausrollst, desto gleichmäßiger werden am Ende auch deine Schnecken.
Die Vanille-Glasur obendrauf ist mehr als nur Dekoration: Sie zieht leicht in den noch warmen Teig ein und sorgt für diese unwiderstehliche Kombination aus saftig, süß und leicht klebrig, die gute Zimtschnecken ausmacht. Wer es weniger süß mag, gibt einfach etwas weniger Puderzucker in die Glasur.
Einfach vorzubereiten und ideal zum Verschenken
Du kannst den Teig für vegane Zimtschnecken auch am Vorabend zubereiten und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Am nächsten Morgen musst du die Schnecken dann nur noch formen, kurz akklimatisieren lassen und backen – perfekt, wenn du frisches Gebäck zum Frühstück willst, ohne früh aufzustehen.
Auch als Mitbringsel machen sie immer etwas her: In einer hübschen Blechdose verpackt, halten sich vegane Zimtschnecken 2-3 Tage frisch und schmecken auch leicht angewärmt noch hervorragend.
Für Familien mit Kindern ist das Formen der Schnecken ein schönes gemeinsames Projekt: Teig ausrollen, mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreichen, aufrollen und in Stücke schneiden – dabei können auch kleine Hände gut mithelfen. Am Ende hat jeder seine eigene Schnecke gebacken.
Du kannst das Grundrezept außerdem leicht abwandeln: Ein Klecks Marzipan oder gehackte Walnüsse in der Füllung bringen zusätzliche Textur. Wer es weniger süß mag, verzichtet auf die Glasur und bestäubt die Schnecken stattdessen nur mit etwas Puderzucker.

Vegane Zimtschnecken mit Vanille-Glasur
Zutaten
Für den Hefeteig
- 500 g Weizenmehl Type 550
- 60 g Zucker
- 7 g Trockenhefe 1 Päckchen
- 1 TL Salz
- 250 ml Pflanzendrink lauwarm
- 60 g Pflanzenmargarine weich
- 1 TL Vanilleextrakt
Für die Füllung
- 60 g Pflanzenmargarine weich
- 100 g brauner Zucker
- 2 EL Zimt gemahlen
Für die Vanille-Glasur
- 150 g Puderzucker
- 3 EL Pflanzendrink
- 0.5 TL Vanilleextrakt
Zubereitung
Hefeteig zubereiten
- Mehl, Zucker, Trockenhefe und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Lauwarmen Pflanzendrink, weiche Margarine und Vanilleextrakt dazugeben.
- Alles zu einem glatten, elastischen Teig verkneten, mit der Hand etwa 8 Minuten oder mit der Küchenmaschine 5 Minuten. Der Teig sollte sich weich, aber nicht klebrig anfühlen.
- Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel legen, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen sichtbar vergrößert hat.
Füllen und formen
- Margarine für die Füllung mit braunem Zucker und Zimt zu einer streichfähigen Paste verrühren.
- Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck von etwa 40 x 30 cm ausrollen. Die Zimt-Zucker-Paste gleichmäßig darauf verstreichen, dabei einen 1 cm breiten Rand an einer Längsseite frei lassen.
- Von der bestrichenen Längsseite her fest aufrollen. Die Rolle in 9 gleich große Stücke schneiden, am besten mit einem scharfen Messer oder unbeschichtetem Zahnseide-Faden.
- Schnecken mit der Schnittfläche nach oben in eine gefettete Auflaufform setzen, mit etwas Abstand zueinander. Nochmals 20 Minuten abgedeckt gehen lassen.
Backen und glasieren
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zimtschnecken 20-25 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten in der Form abkühlen lassen.
- Für die Glasur Puderzucker, Pflanzendrink und Vanilleextrakt glatt verrühren, bis eine dickflüssige, gießfähige Masse entsteht.
- Glasur über die noch warmen Zimtschnecken träufeln und sofort servieren oder vollständig auskühlen lassen.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen
Zimtschnecken stammen ursprünglich aus Skandinavien, wo sie als „Kanelbullar“ ein fester Bestandteil der schwedischen Kaffeepause, dem sogenannten Fika, sind. Von dort aus haben sie sich über ganz Europa verbreitet und sind heute auch in deutschen und österreichischen Bäckereien fest etabliert. Mehr zur Geschichte des Gebäcks findest du im Wikipedia-Artikel zur Zimtschnecke.
Klassische Rezepte verwenden meist Butter, Milch und manchmal Ei im Teig. Für vegane Zimtschnecken reicht der Ersatz durch Pflanzenmargarine und Pflanzendrink völlig aus, da Hefeteig ohnehin in erster Linie von Gluten, Feuchtigkeit und Fett lebt – nicht von tierischen Zutaten. Das Ergebnis unterscheidet sich geschmacklich kaum vom klassischen Original.
Zimt selbst gehört zu den ältesten bekannten Gewürzen der Welt und wird aus der Rinde des Zimtbaums gewonnen. Achte beim Kauf am besten auf Ceylon-Zimt, der milder schmeckt als der günstigere Cassia-Zimt.
Wenn du generell Lust auf mehr Hefegebäck hast, wirf auch einen Blick auf unseren Beitrag zu Sauerteig verstehen – dort erfährst du, wie sich verschiedene Backtriebmittel im Geschmack und in der Textur unterscheiden.
So gelingt’s
Prüfe die Temperatur des Pflanzendrinks mit dem Finger: lauwarm, nicht heiß. Zu heiße Flüssigkeit tötet die Hefe ab, und vegane Zimtschnecken gehen dann nicht richtig auf.
Lass den Teig an einem warmen, zugfreien Ort gehen, zum Beispiel im ausgeschalteten Backofen mit eingeschaltetem Licht. So verdoppelt sich das Volumen zuverlässig.
FAQ zu Vegane Zimtschnecken mit Vanille-Glasur
Kann ich vegane Zimtschnecken schon am Vorabend vorbereiten?
Ja. Forme die Schnecken, decke sie ab und stelle sie über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen etwa 30 Minuten akklimatisieren lassen und dann wie gewohnt backen.
Wie bewahre ich die Schnecken am besten auf?
In einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur halten sie sich 2-3 Tage. Vor dem Servieren kurz in der Mikrowelle oder im Ofen anwärmen, dann schmecken sie fast wie frisch gebacken.
Kann ich die Zimtschnecken auch einfrieren?
Ja, am besten ungeglast direkt nach dem Backen. Vollständig auskühlen lassen, einfrieren und bei Bedarf auftauen, aufbacken und erst dann mit der Vanille-Glasur bestreichen.

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