Veganer Borschtsch mit Roter Bete
Ein veganer Borschtsch ist genau das Richtige, wenn du im Herbst nach einem herzhaften, sättigenden Gericht suchst, das trotzdem leicht im Magen liegt. Die tiefrote Suppe aus Roter Bete, Kohl und Kartoffeln stammt ursprünglich aus Osteuropa und wird traditionell mit einem Klecks Sauerrahm serviert. Schon der Anblick der leuchtend roten Farbe macht Lust auf den ersten Löffel.
In dieser Version machen wir aus dem Klassiker ein komplett pflanzliches Gericht. Statt Fleischbrühe und Sauerrahm sorgen Gemüsebrühe, Tomatenmark und ein cremiger Cashew-Sauerrahm für Tiefe und Frische. Das Ergebnis ist eine kräftige, leicht säuerliche Suppe, die als Hauptgericht genauso überzeugt wie als Vorspeise für ein größeres Menü.
Da das Rezept vollständig vegan ist, eignet es sich gleichzeitig hervorragend für die vegetarische Küche. Rote Bete hat im Frühherbst Hochsaison, damit ist jetzt der ideale Zeitpunkt für dieses Rezept. Auch Karotten, Kartoffeln und Kohl bekommst du gerade frisch und günstig aus regionalem Anbau.
Falls du Borschtsch bisher nur aus dem Restaurant kennst, wirst du überrascht sein, wie unkompliziert sich die Suppe zuhause nachkochen lässt. Die meisten Zutaten müssen nur geschnitten und dann gemeinsam im Topf köcheln, ganz ohne komplizierte Technik.
Gerade jetzt im Frühherbst, wenn die ersten kühlen Abende kommen, ist ein warmer Teller Suppe genau das, wonach viele suchen. Dieser veganer Borschtsch liefert dabei nicht nur Wärme, sondern auch jede Menge Gemüse auf einmal.
Warum du Veganer Borschtsch mit Roter Bete lieben wirst
Die Farbe allein macht diesen Borschtsch zum Hingucker auf dem Esstisch. Doch auch geschmacklich überzeugt die Suppe: erdig-süß durch die Rote Bete, leicht säuerlich durch Apfelessig und Tomaten, dazu die Frische von frischem Dill. Der Cashew-Sauerrahm rundet jede Portion cremig ab und sorgt für den typischen Kontrast, den man vom Original kennt.
Anders als viele Eintöpfe wird dieser veganer Borschtsch nicht püriert. Die Gemüsestücke bleiben erkennbar, was für Biss und Struktur sorgt. So wird aus einer einfachen Suppe ein richtig sättigendes Hauptgericht, das auch hungrige Esser zufriedenstellt.
Ein weiterer Pluspunkt: Das Rezept ist sehr flexibel. Du kannst die Gemüsemenge je nach Vorrat anpassen oder zusätzliches Wurzelgemüse wie Sellerie oder Pastinaken unterbringen, ohne dass der typische Borschtsch-Charakter verloren geht.
Wer Rote Bete bisher nur aus dem Glas kennt, wird überrascht sein, wie viel intensiver der Geschmack mit frischer Knolle ausfällt. Die natürliche Süße kommt durch das Anbraten und längere Köcheln erst richtig zur Geltung.
Auch optisch bleibt kaum ein Gericht so in Erinnerung wie ein dampfender Teller Borschtsch mit einem weißen Klecks Sauerrahm in der Mitte. Der Kontrast aus sattem Rot und cremigem Weiß macht schon beim Servieren Eindruck, ganz ohne zusätzlichen Aufwand.
Kinder und Erwachsene reagieren oft überrascht auf die intensive Farbe, sobald sie die Suppe zum ersten Mal sehen. Das macht den veganen Borschtsch auch zu einem schönen Gesprächsthema am Esstisch, gerade wenn Gäste eingeladen sind.
Alltagstauglich, vorratsfreundlich und ideal für Meal Prep
Alle Zutaten für diesen Borschtsch bekommst du das ganze Jahr über im Supermarkt, im Herbst sogar oft aus regionalem Anbau. Die Zubereitung braucht nur einen großen Topf und knapp eine Stunde Zeit, größtenteils Köchelzeit ohne viel Aufwand am Herd.
Borschtsch gehört zu den Gerichten, die durch Ziehenlassen sogar besser werden. Koche ruhig eine große Portion und iss die Reste am nächsten Tag, wenn sich die Aromen von Kümmel, Essig und Roter Bete noch weiter verbunden haben. Das macht ihn ideal für die Meal-Prep-Küche.
Auch für die Mittagspause im Büro eignet sich der Borschtsch hervorragend. Fülle ihn in ein verschließbares Glas, den Cashew-Sauerrahm getrennt dazu, und du hast ein warmes, ausgewogenes Mittagessen, das nicht nach Kantine schmeckt.
Für kalte Herbst- und Wintertage ist der Borschtsch außerdem eine gute Möglichkeit, größere Mengen Gemüse auf einmal zu verarbeiten. Ein Topf reicht meist für vier bis sechs Portionen, je nachdem wie großzügig du die Kartoffeln bemisst.
Wenn du ohnehin gerade Gemüse vom Wochenmarkt übrig hast, ist dieser Borschtsch eine gute Gelegenheit, es sinnvoll zu verwerten. Karotten, Kartoffeln und Kohl sind lange haltbar und lassen sich flexibel in der Menge anpassen.
Wenn du magst, kannst du die Suppe zusätzlich mit knusprigem Knoblauchbrot servieren. Das rundet die Mahlzeit ab und macht sie noch sättigender, ideal für einen kompletten Abend ohne weitere Beilagen.
Da der Borschtsch in einem einzigen großen Topf entsteht, hält sich auch der Abwasch in Grenzen. Das macht ihn zu einem entspannten Feierabendgericht, bei dem der Großteil der Arbeit im Köcheln passiert und nicht am Herd stehend.

Veganer Borschtsch mit Roter Bete
Zutaten
Für den Borschtsch
- 3 rote Bete geschält, in Streifen oder grob geraspelt, ca. 400g
- 2 Karotten geschält, in Streifen
- 1 Zwiebel fein gewürfelt
- 2 Zehen Knoblauch fein gehackt
- 300 g Weißkohl fein geschnitten
- 2 mittelgroße Kartoffeln geschält, gewürfelt
- 400 g stückige Tomaten aus der Dose
- 1,2 l Gemüsebrühe
- 2 EL Rapsöl
- 1 EL Tomatenmark
- 2 EL Apfelessig
- 1 TL Kümmel ganz oder gemahlen
- 2 Lorbeerblätter
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- 1 Bund Dill fein gehackt, zum Servieren
Für den Cashew-Sauerrahm
- 100 g Cashewkerne über Nacht eingeweicht
- 80 ml Wasser
- 1 EL Zitronensaft
- 1 Prise Salz
Zubereitung
Cashew-Sauerrahm zubereiten
- Gieße die eingeweichten Cashewkerne ab und püriere sie mit Wasser, Zitronensaft und Salz im Hochleistungsmixer, bis eine glatte, sämige Creme entsteht. Kalt stellen, bis der Borschtsch fertig ist.

Borschtsch kochen
- Erhitze das Rapsöl in einem großen Topf. Dünste Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze 3 Minuten an, bis sie glasig sind.

- Gib rote Bete und Karotten dazu und brate alles weitere 5 Minuten mit, dabei gelegentlich umrühren.

- Rühre das Tomatenmark ein und lasse es 1 Minute mitrösten, das nimmt die Säure und bringt mehr Tiefe in den Geschmack.

- Gieße die Gemüsebrühe an, gib die stückigen Tomaten, Kartoffeln, Kümmel und Lorbeerblätter hinzu. Bringe alles zum Kochen und lasse es bei mittlerer Hitze 15 Minuten köcheln.

- Gib den Weißkohl hinzu und köchle die Suppe weitere 15-20 Minuten, bis Kartoffeln, rote Bete und Kohl weich sind.

- Rühre den Apfelessig ein und schmecke mit Salz und Pfeffer kräftig ab. Die Säure ist typisch für Borschtsch und sollte deutlich, aber nicht dominant schmecken.

- Entferne die Lorbeerblätter vor dem Servieren.

Anrichten
- Fülle den Borschtsch in tiefe Teller, gib einen großzügigen Klecks Cashew-Sauerrahm obenauf und bestreue alles mit frischem Dill.

Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen zum Borschtsch
Der Borschtsch zählt zu den bekanntesten Suppen Osteuropas und wird in der Ukraine, in Russland und in Polen mit vielen regionalen Varianten zubereitet. Die charakteristische rote Farbe stammt allein von der Roten Bete, ganz ohne künstliche Farbstoffe oder Zusätze.
Rote Bete steckt voller Folsäure, Kalium und Nitrat, das die Durchblutung unterstützen kann. In Kombination mit Weißkohl und Kartoffeln liefert dieser veganer Borschtsch reichlich Ballaststoffe und macht dabei lange satt, ohne schwer im Magen zu liegen.
Mehr über die Knolle erfährst du in unserem Rote-Bete-Carpaccio. Wer Rote Bete lieber roh mag, findet in unserer wurzelgemuese-im-herbst-richtig-verwenden-pastinake-sellerie-karotten eine tolle Ergänzung zu dieser Suppe. Beide Rezepte zeigen, wie unterschiedlich sich dieselbe Knolle zubereiten lässt, warm gekocht oder frisch und knackig.
Traditionell wurde Borschtsch in vielen osteuropäischen Haushalten über Generationen weitergegeben, jede Familie mit ihrer eigenen kleinen Abwandlung. Diese vegane Version reiht sich in diese Tradition ein, ganz ohne Fleischbrühe, aber mit dem gleichen wärmenden Charakter.
Der Kümmel im Rezept ist übrigens kein Zufall: In vielen osteuropäischen Rezepten sorgt er für eine leicht erdige Würze, die gut zu Kohl und Wurzelgemüse passt und gleichzeitig die Verdauung unterstützen soll.
Auch in der veganen und vegetarischen Küche außerhalb Osteuropas gewinnt Rote Bete zunehmend an Beliebtheit, ob als Suppe, Carpaccio oder sogar als Basis für Aufstriche. Dieser Borschtsch zeigt, wie gut sich die Knolle in einem klassischen, herzhaften Gericht macht.
Interessant ist auch, dass es je nach Region unterschiedliche Borschtsch-Varianten gibt, manche mit Bohnen, andere mit Pilzen statt Gemüsebrühe als Basis. Diese vegane Version orientiert sich an der klassischen, gemüsebetonten Zubereitung.
So gelingt’s
Reibe oder schneide die Rote Bete am besten mit Einweghandschuhen, damit deine Hände nicht rot verfärbt werden. Gib den Apfelessig erst kurz vor dem Servieren dazu, dann bleibt die Säure frisch und verkocht nicht. Für einen veganer Borschtsch mit noch mehr Sättigung eignen sich zusätzlich weiße Bohnen oder etwas gekochte Linsen.

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