Veganer Hojicha-Reispudding mit geröstetem Sesam
Nach Matcha erobert gerade ein weiterer japanischer Tee die internationale Foodszene: Hojicha, ein sanft gerösteter grüner Tee mit warmem, leicht nussigem Aroma. Veganer Hojicha-Reispudding mit geröstetem Sesam bringt diesen Trend in eine cremige, alltagstaugliche Form, die du ganz ohne Spezialausrüstung zu Hause zubereiten kannst. In Cafés in Tokio, London und New York taucht Hojicha inzwischen in Lattes, Desserts und sogar Gebäck auf.
Statt bitterer Matcha-Schärfe schmeckt Hojicha mild und karamellig, fast wie gerösteter Kaffee ohne Koffein-Kick. Kombiniert mit cremiger Kokosmilch und Ahornsirup entsteht ein Dessert, das genauso gut zum Frühstück wie als süßer Nachtisch funktioniert. Wer Milchreis oder Reispudding aus der Kindheit kennt, wird die vertraute, sämige Textur sofort wiedererkennen, nur mit einer spannenden neuen Geschmacksnote. Optisch erinnert der fertige Pudding eher an ein Karamell- oder Kaffeedessert als an ein klassisches grünes Matcha-Gericht, was ihn auch für Neugierige ohne Tee-Vorlieben attraktiv macht.
Das Rezept braucht nur wenige Zutaten und lässt sich wunderbar vorbereiten. Als rein pflanzliches, und damit auch vegetarisches Rezept ist der Pudding ideal für Meal Prep und schmeckt kalt genauso gut wie warm. Bereite ihn am Wochenende in größerer Menge zu, dann hast du für mehrere Tage ein schnelles Frühstück oder einen süßen Snack griffbereit. Für unterwegs eignet sich der Pudding außerdem hervorragend in kleinen, verschließbaren Gläsern, ganz ohne dass er dabei an Konsistenz verliert.
Warum du veganer Hojicha-Reispudding lieben wirst
Hojicha wird im Gegensatz zu Matcha bei hohen Temperaturen geröstet, wodurch der Koffeingehalt sinkt und ein warmes, leicht rauchiges Aroma entsteht. Das macht ihn auch abends genießbar, ohne den Schlaf zu stören, was Hojicha gerade für ein Dessert nach dem Abendessen so praktisch macht. Die Röstung sorgt außerdem für die charakteristische rotbraune Farbe des Puddings, die sich deutlich vom grellen Grün eines Matcha-Desserts unterscheidet. Anders als bei vielen Trend-Getränken, die viel Zucker enthalten, kommt dieser Pudding mit vergleichsweise wenig Süße aus. Der natürliche Karamell-Ton des gerösteten Tees übernimmt einen Großteil der geschmacklichen Arbeit, sodass du am Ahornsirup ruhig sparen kannst, ohne dass der Pudding fade schmeckt.
In Kombination mit Rundkornreis, Kokosmilch und Ahornsirup entsteht ein veganer Hojicha-Reispudding, der cremig, aromatisch und angenehm süß schmeckt, ganz ohne raffinierten Zucker. Der Rundkornreis gibt beim langsamen Köcheln von Natur aus Stärke ab, wodurch der Pudding seine typisch sämige Konsistenz bekommt, ganz ohne zusätzliche Bindemittel. Falls du Hojicha noch nie probiert hast, ist dieser Reispudding ein idealer, risikoarmer Einstieg in den Trend. Die milde Röstnote ist deutlich zugänglicher als der oft kräftige, leicht bittere Geschmack von Matcha und dürfte damit auch bei Tee-Neulingen gut ankommen. Auch Kinder, die klassischen grünen Tee eher meiden, greifen bei diesem milden Reispudding meist ohne Zögern zu.
Einfach vorzubereiten, ideal für die ganze Woche
Der Pudding lässt sich in großer Menge kochen und hält sich mehrere Tage im Kühlschrank. Das macht ihn zum perfekten Meal-Prep-Frühstück oder süßen Snack für zwischendurch, besonders an Tagen, an denen morgens die Zeit knapp ist. Fülle ihn dafür einfach in verschließbare Gläser ab, dann lässt er sich auch unterwegs oder im Büro genießen, ganz ohne zusätzliches Geschirr.
Serviere ihn warm direkt nach dem Kochen oder kalt aus dem Kühlschrank mit frischem Obst und knackigem Sesam als Topping. Beide Varianten schmecken unterschiedlich, aber gleichermaßen gut, sodass für jede Stimmung die passende Form dabei ist.

Veganer Hojicha-Reispudding mit geröstetem Sesam
Zutaten
Für den Reispudding
- 100 g Rundkornreis Milchreis
- 400 ml Kokosmilch
- 250 ml Hafermilch
- 2 EL Hojicha-Pulver gerösteter japanischer Grüntee
- 3 EL Ahornsirup
- 1 Prise Salz
- 1 TL Vanilleextrakt
Zum Servieren
- 2 EL Sesamsamen geröstet
- 2 EL Kokoschips geröstet, optional
- frische Feigen oder Beeren optional
Zubereitung
Reispudding kochen
- Gib Rundkornreis, Kokosmilch, Hafermilch und eine Prise Salz in einen Topf und bringe alles bei mittlerer Hitze zum Kochen.
- Reduziere die Hitze und lass den Reis 25-30 Minuten köcheln. Rühre regelmäßig um, damit nichts anbrennt.
Hojicha einrühren
- Rühre das Hojicha-Pulver, den Ahornsirup und den Vanilleextrakt ein, sobald der Reis weich und cremig ist.
- Lass den Pudding noch 2-3 Minuten köcheln, bis sich das Hojicha-Aroma vollständig entfaltet hat.
Anrichten
- Fülle den veganen Hojicha-Reispudding in Schalen oder Gläser.
- Toppe ihn mit gerösteten Sesamsamen, Kokoschips und nach Wunsch frischem Obst.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen
Hojicha ist ein japanischer grüner Tee, dessen Blätter nach der Ernte bei hoher Hitze über offenem Feuer geröstet werden. Diese Röstung baut einen Großteil des Koffeins und der Gerbstoffe ab und verleiht dem Tee seine charakteristische braun-rote Farbe sowie ein warmes, leicht süßliches Aroma. Ursprünglich entstand die Röstmethode in Kyoto in den 1920er-Jahren als pragmatische Lösung, um übrig gebliebene Teeblätter noch verwenden zu können. Mehr Hintergrundwissen liefert der Wikipedia-Artikel zu Hojicha. In Japan wird Hojicha traditionell nach dem Essen oder am Abend getrunken, weil er den Magen weniger reizt als andere Grüntee-Sorten und kaum Koffein enthält. Genau diese Eigenschaft macht ihn auch als Zutat in Desserts wie diesem Reispudding so beliebt, ganz ohne die aufputschende Wirkung von Kaffee oder Matcha.
Kokosmilch liefert die cremige Basis des Puddings und enthält wertvolle mittelkettige Fettsäuren. Geröstete Sesamsamen ergänzen das Gericht um Kalzium und einen angenehmen Crunch, der einen schönen Kontrast zur weichen Puddingtextur bildet. Wenn du generell mehr über pflanzliche Milchalternativen wissen möchtest, lies auch unseren Beitrag Pflanzendrinks selber machen. Achte beim Kauf von Kokosmilch am besten auf Sorten ohne Zusatzstoffe wie Guarkernmehl, dann lässt sich die Konsistenz des Puddings am besten steuern.
Liebhaber cremiger Desserts finden auch in unserem veganen Joghurt-Tiramisu mit Espresso und Karamell-Keksen ein passendes Rezept für den nächsten süßen Löffel-Moment. Beide Desserts lassen sich gut vorbereiten und eignen sich damit hervorragend für spontanen Besuch oder ein kleines Dessert-Buffet. Serviere sie in kleinen Gläsern nebeneinander, dann entsteht optisch ein schönes Dessert-Duo mit zwei ganz unterschiedlichen Aromen.
So wird der Pudding besonders cremig
Rühre den Reis während des Köchelns regelmäßig um, damit er nicht am Topfboden ansetzt. Nimm den Pudding vom Herd, wenn er noch etwas flüssiger wirkt als gewünscht. Er dickt beim Abkühlen deutlich nach.
FAQ zu veganer Hojicha-Reispudding
Hojicha-Pulver gibt es in gut sortierten Asia-Läden, Teefachgeschäften und online. Alternativ kannst du losen Hojicha-Tee stark aufbrühen und damit einen Teil der Flüssigkeit im Rezept ersetzen. Achte beim Kauf auf eine feine Mahlung, damit sich das Pulver ohne Klümpchen in der warmen Flüssigkeit auflöst.
Ja, direkt nach dem Kochen schmeckt der Pudding warm und besonders cremig. Kalt aus dem Kühlschrank wird er fester und lässt sich gut portionieren.
Rundkornreis wie Milchreis gibt die cremigste Konsistenz. Alternativ funktioniert auch Basmati-Bruchreis, dann wird der Pudding etwas weniger sämig.

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