Veganer Sauerbraten mit Rotkohl und Kartoffelklößen
Du vermisst den klassischen Sonntagsbraten, seit du dich vegan ernährst? Veganer Sauerbraten schmeckt genauso würzig-säuerlich wie das Original – nur komplett pflanzlich, mit Seitan statt Rindfleisch. Nach 24 Stunden Marinade schmeckst du kaum einen Unterschied zur klassischen Hausmannskost.
Das Rezept ist zeitintensiv, aber nicht kompliziert. Die meiste Zeit zieht der Seitan einfach im Kühlschrank durch. Als veganes (und damit auch vegetarisches) Sonntagsessen bringt dieses Gericht traditionelle deutsche Küche zurück auf den Teller, ganz ohne tierische Zutaten.
Rotkohl und Kartoffelklöße machen die Mahlzeit komplett – genau wie bei Oma, nur pflanzlich.
Warum veganer Sauerbraten dich überzeugen wird
Die lange Marinade aus Rotweinessig, Wacholder und Nelken gibt dem Seitan die typische Sauerbraten-Würze. Lebkuchen in der Sauce bindet sie leicht und bringt die charakteristische, leicht süßliche Note. Genau diese Details machen aus einem einfachen Seitanbraten ein Gericht mit echtem Sauerbraten-Charakter. Serviert mit samtigem Rotkohl und lockeren Kartoffelklößen wird daraus ein vollständiges Festtagsmenü.
Perfekt zum Vorbereiten für Familienessen
Braten und Sauce lassen sich bis zu zwei Tage im Voraus kochen. Am Serviertag musst du nur noch aufwärmen, den Rotkohl köcheln und die Klöße formen. Das macht das Gericht ideal für Familienfeiern oder den Sonntagstisch, ohne dass du am Tag selbst stundenlang in der Küche stehst.
Auch die Kartoffelklöße lassen sich vorformen und bis zum Kochen im Kühlschrank lagern. So verteilst du die Arbeit sinnvoll auf mehrere Etappen. Am Ende bleibt dir mehr Zeit für deine Gäste, statt in letzter Minute noch in der Küche zu stehen.

Veganer Sauerbraten mit Rotkohl und Kartoffelklößen
Zutaten
Für die Marinade
- 400 ml Rotweinessig
- 400 ml Wasser
- 1 Stück Zwiebel geviertelt
- 1 Stück Karotte in Scheiben
- 2 Stück Lorbeerblätter
- 5 Stück Wacholderbeeren
- 5 Stück Pfefferkörner
- 2 Stück Nelken
- 1 TL Zucker
Für den Braten
- 400 g Seitan am Stück
- 2 EL Mehl
- 2 EL Rapsöl
- 1 EL Tomatenmark
- 500 ml Gemüsebrühe
- 2 Stück Lebkuchen zerkrümelt, oder 2 EL Lebkuchengewürz
- 50 g Rosinen
- 1 Prise Salz und Pfeffer
Für den Rotkohl
- 500 g Rotkohl fein geschnitten
- 1 Stück Apfel gerieben
- 2 EL Rotweinessig
- 1 EL Zucker
- 1 Stück Zimtstange
Für die Kartoffelklöße
- 800 g mehligkochende Kartoffeln
- 100 g Kartoffelstärke
- 1 Prise Muskat
- 1 Prise Salz
Zubereitung
Marinieren
- Rotweinessig, Wasser, Zwiebel, Karotte, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Nelken und Zucker aufkochen und komplett abkühlen lassen.
- Den Seitan in eine Schüssel legen, mit der kalten Marinade übergießen, abdecken und mindestens 12, besser 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Gelegentlich wenden.
Braten zubereiten
- Den Seitan aus der Marinade nehmen, trockentupfen und in Mehl wenden. Die Marinade samt Gemüse durch ein Sieb abgießen und beiseitestellen.
- Rapsöl in einem Bräter erhitzen und den Seitan von allen Seiten kräftig anbraten. Tomatenmark zugeben und kurz mitrösten.
- Mit Gemüsebrühe und 300 ml der abgeseihten Marinade ablöschen. Lebkuchen und Rosinen einrühren und alles 25-30 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen.
- Den Seitan herausnehmen und in Scheiben schneiden. Die Sauce mit dem Stabmixer glatt pürieren, bei Bedarf einkochen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Rotkohl & Kartoffelklöße
- Für den Rotkohl den geschnittenen Kohl mit geriebenem Apfel, Rotweinessig, Zucker und Zimtstange in einem Topf 25 Minuten weich dünsten, gelegentlich umrühren.
- Für die Kartoffelklöße die Kartoffeln schälen, fein reiben und gut ausdrücken, mit Kartoffelstärke, Muskat und Salz zu einem Teig verkneten. Klöße formen und in leicht köchelndem Salzwasser 15-20 Minuten ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen.
- Seitanscheiben mit Sauce, Rotkohl und Kartoffelklößen anrichten und sofort servieren.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen
Sauerbraten zählt zu den bekanntesten Gerichten der deutschen Küche und wird traditionell mehrere Tage in Essig, Wein und Gewürzen mariniert. Je nach Region variieren die Rezepte stark, von rheinischem bis fränkischem Sauerbraten. Mehr zur Geschichte des Gerichts findest du im Wikipedia-Artikel zu Sauerbraten.
Seitan besteht aus Weizeneiweiß und hat von Natur aus eine faserige, fleischähnliche Struktur. Dadurch eignet er sich hervorragend für klassische Schmorgerichte. Veganer Sauerbraten profitiert besonders von der langen Marinierzeit, weil die Aromen tief einziehen können, genau wie beim traditionellen Rindfleisch-Sauerbraten.
Rotkohl wird je nach Region auch Blaukraut oder Rotkraut genannt – gemeint ist überall dasselbe Gemüse. Der Essig und der geriebene Apfel sorgen für die typisch süß-säuerliche Note, die perfekt zur würzigen Sauce des Bratens passt.
Wenn du weitere vegane Klassiker der deutschen Küche magst, probiere auch unseren veganen Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln.
So gelingt’s
Wende den Seitan während der Marinierzeit ein- bis zweimal, damit er gleichmäßig Aroma aufnimmt.
Für einen kräftigeren Geschmack: Veganer Sauerbraten schmeckt am Folgetag aufgewärmt oft noch intensiver.
FAQ zum veganen Sauerbraten
Mindestens 12 Stunden, besser 24 Stunden im Kühlschrank. Erst die lange Marinierzeit sorgt für das typisch würzig-säuerliche Sauerbraten-Aroma.
Lebkuchen ist eine klassische Zutat im traditionellen Sauerbraten. Er bindet die Sauce leicht und gibt ihr die typische, leicht süß-würzige Note, die das Gericht ausmacht.
Ja, sehr gut sogar. Braten und Sauce lassen sich bis zu 2 Tage im Voraus kochen und schmecken beim Aufwärmen oft noch intensiver, da die Aromen weiter durchziehen.

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