Veganes Spritzgebäck mit Schokolade
Fehlt dir zur Adventszeit noch ein Keks-Klassiker, der komplett ohne Butter und Ei auskommt? Veganes Spritzgebäck aus zartem Mürbeteig, halb in dunkle Schokolade getaucht, gehört auf jeden Plätzchenteller. Es schmeckt garantiert so buttrig, wie du es erwartest.
Der Teig besteht nur aus wenigen Zutaten: vegane Butter, Puderzucker, Mehl, Speisestärke und eine Prise Vanille. Durch die Stärke wird das Gebäck besonders mürbe und zerschmilzt förmlich auf der Zunge.
Gespritzt in klassischen S- und Ringformen, dann nach dem Backen halb in Schokolade getaucht: So wird daraus ein Gebäck für die ganze Adventszeit. Es passt genauso gut zum Kaffee an einem grauen Novembernachmittag.
Warum du veganes Spritzgebäck lieben wirst
Veganes Spritzgebäck überzeugt durch seine Textur: mürbe, zart und leicht buttrig, ohne dabei zu bröckeln. Möglich macht das die Kombination aus Mehl und Speisestärke, die dem Teig Stabilität gibt, ohne ihn fest werden zu lassen.
Anders als viele andere Plätzchen muss der Teig nicht ausgerollt oder ausgestochen werden. Er wandert direkt aus dem Spritzbeutel aufs Blech – das spart Zeit und macht das Rezept auch für Kinder zum tollen Mitmach-Projekt in der Weihnachtsbäckerei. Auch das lästige Zusammenkneten von Teigresten entfällt komplett, was gerade bei größeren Mengen viel Zeit spart.
Der Schokoladenüberzug sorgt zusätzlich für einen schönen Kontrast zur mürben Textur. Die leichte Bitterkeit der dunklen Schokolade gleicht die Süße des Teigs aus. So wird jeder Keks zu einem kleinen Geschmackserlebnis. Mit gehackten Pistazien bestreut, wirkt das Gebäck festlich genug für den Plätzchenteller an Weihnachten. Gleichzeitig bleibt es schlicht genug für den ganz normalen Alltag.
Varianten und Tipps zum Anpassen
Statt dunkler Schokolade lässt sich veganes Spritzgebäck auch mit veganer Vollmilch- oder weißer Schokolade verzieren, je nachdem, was dir besser schmeckt. Für eine Zitrusnote reibst du etwas Bio-Zitronen- oder Orangenschale mit in den Teig – das bringt eine frische Variante für den Frühling oder Sommer.
Wer es nussig mag, ersetzt die Pistazien durch gehackte Mandeln oder Haselnüsse. Für eine glutenfreie Variante funktioniert eine 1:1-Mehlmischung mit Xanthan gut. Der Teig sollte dann allerdings etwas vorsichtiger gespritzt werden, da er weniger elastisch ist als der Teig mit Weizenmehl.
Auch bei der Form bist du flexibel: Neben den klassischen S-Formen und Ringen lassen sich mit einer Lochtülle auch kleine Rosetten oder Sterne spritzen. Für Kinder eignen sich einfache, kurze Stäbchen am besten, da sie sich leichter greifen und in die Schokolade tunken lassen.
Wenn du es besonders winterlich magst, rührst du eine Prise gemahlenen Zimt oder etwas Lebkuchengewürz mit in den Teig. Das ergibt eine leicht würzige Note, die gut zur Adventszeit passt, ohne den zart-buttrigen Grundgeschmack zu überdecken. Auch eine feine Orangenglasur statt Schokolade ist eine schöne Abwechslung, falls dir Schokolade gerade zu schwer ist.
Praktisch ist außerdem, dass sich veganes Spritzgebäck problemlos in größeren Mengen backen lässt, wenn du für eine Plätzchendose mit mehreren Sorten planst. Verdoppele dafür einfach die Zutatenmenge und arbeite in zwei Portionen, damit der Spritzbeutel nicht zu voll wird. So hast du am Ende genug Gebäck für die eigene Familie und zusätzlich noch ein paar Tüten zum Verschenken übrig.
Einfach vorzubereiten und gut haltbar
Der Teig braucht keine lange Kühlzeit und lässt sich direkt nach dem Verkneten verarbeiten. Das macht das Rezept ideal, wenn du spontan Lust auf frisches Gebäck bekommst oder schnell etwas für den Plätzchenteller brauchst.
Fertig gebacken halten sich die Kekse in einer gut verschlossenen Dose mehrere Wochen, ohne an Frische zu verlieren.
Wichtig dabei ist, dass die Schokolade vor dem Verpacken vollständig ausgehärtet ist. Sonst kleben die Kekse beim Stapeln aneinander. Am besten legst du zwischen die Schichten in der Dose ein Stück Backpapier, damit nichts verrutscht. So bleibt jedes einzelne Stück veganes Spritzgebäck bis zum Verzehr makellos und die Schokoladenverzierung intakt. Für den Transport zu einer Feier eignet sich eine feste Blechdose außerdem besser als eine dünne Plastikbox, da das mürbe Gebäck sonst leicht bricht.
Falls du den Teig lieber portionsweise verarbeiten möchtest, teile ihn einfach in zwei oder drei Teile und fülle sie nacheinander in den Spritzbeutel. Das erleichtert das Arbeiten, wenn dein Spritzbeutel eher klein ist. Zwischen den Portionen bleibt der restliche Teig einfach abgedeckt bei Zimmertemperatur liegen, ohne dass sich seine Konsistenz merklich verändert.
Eine Sterntülle mit einer Öffnung von etwa einem Zentimeter eignet sich am besten für gleichmäßige Rillen und eine stabile Form. Ist die Tülle zu klein, wird der Druck beim Spritzen unnötig hoch und die Motive verlieren an Schärfe. Eine mittelgroße bis große Sterntülle liefert hier die schönsten Ergebnisse und macht das Spritzen gleichzeitig leichter für die Hand.
Wenn du unter Zeitdruck stehst, kannst du den Teig auch schon Tage vorher zubereiten und gut verpackt im Kühlschrank lagern. Vor dem Spritzen sollte er dann aber wieder zimmerwarm werden, damit er sich weich genug durch die Sterntülle drücken lässt. So verteilst du die Arbeit für dein veganes Spritzgebäck ganz entspannt auf mehrere Tage in der Vorweihnachtszeit.
Für die Vorweihnachtszeit lässt sich der Teig außerdem gut in größeren Mengen vorbereiten und portionsweise einfrieren. So hast du immer frisches veganes Spritzgebäck griffbereit, wenn spontan Besuch kommt.
Auch als Geschenk aus der Küche eignet sich das Gebäck hervorragend. Hübsch verpackt in einer kleinen Dose oder Tüte ist es eine persönliche Alternative zu gekauften Plätzchen. Es kommt bei fast jedem gut an, egal ob vegan oder nicht.

Veganes Spritzgebäck mit Schokolade
Zutaten
Für den Teig
- 250 g vegane Butter zimmerwarm
- 100 g Puderzucker ausdrücklich als vegan gekennzeichnet
- 1 Prise Salz
- 1 TL Vanilleextrakt
- 300 g Weizenmehl Type 405
- 50 g Speisestärke
- 0.5 TL Backpulver
Zum Verzieren
- 150 g dunkle Schokolade vegan gekennzeichnet, da manche Sorten Milchspuren enthalten
- 30 g Pistazien gehackt, optional
Zubereitung
Teig zubereiten
- Vegane Butter mit Puderzucker und Salz ca. 3 Minuten cremig aufschlagen, bis die Masse hell und luftig ist.
- Vanilleextrakt unterrühren.
- Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und in zwei Portionen zur Buttermasse geben. Zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten – nicht zu lange kneten, sonst wird er zäh.
Formen und backen
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Teig in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen.
- Kleine S-Formen oder Ringe von ca. 6 cm Länge auf das Blech spritzen, dabei genug Abstand zueinander lassen.
- 12-14 Minuten backen, bis die Ränder ganz leicht golden sind – die Mitte soll hell bleiben, damit das Gebäck später zart schmilzt.
- Vollständig auf dem Blech auskühlen lassen, bevor du die Kekse vorsichtig löst, da sie warm noch sehr brüchig sind.
Verzieren
- Schokolade grob hacken und über einem warmen Wasserbad schmelzen.
- Jeweils ein Ende jedes Kekses in die geschmolzene Schokolade tauchen.
- Mit gehackten Pistazien bestreuen und die Schokolade bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank vollständig fest werden lassen.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen
Spritzgebäck hat seinen Namen von der Zubereitungsart. Der Teig wird traditionell durch eine Spritze oder einen Fleischwolf mit Lochscheibe gedrückt und direkt in Form aufs Blech gebracht. In Deutschland gehört es seit Generationen zu den beliebtesten Weihnachtsplätzchen. Mehr zur Geschichte des Gebäcks findest du im Wikipedia-Artikel zu Spritzgebäck.
Achte beim Puderzucker auf ein ausdrücklich veganes Label, denn Zucker wird teils mit Knochenkohle gefiltert. Das betrifft vor allem raffinierten weißen Zucker aus bestimmten Herstellungsprozessen außerhalb der EU. In Deutschland hergestellter Zucker aus Zuckerrüben ist zwar meist unbedenklich, ein Blick auf ein Vegan-Label gibt dir aber zusätzliche Sicherheit. Mehr dazu und weitere Alternativen findest du im Artikel Zucker vegan ersetzen.
Auch bei der Schokolade lohnt sich ein Blick aufs Etikett, da manche Sorten Milchspuren enthalten können. Wie du generell versteckte tierische Zutaten aufspürst, erklären wir im Artikel Versteckte tierische Zutaten erkennen. Für weitere Backtipps ohne tierische Zutaten hilft dir außerdem unser Guide Butter vegan ersetzen beim Backen.
So gelingt’s
Die vegane Butter sollte wirklich zimmerwarm, aber nicht geschmolzen sein. Nur so lässt sie sich cremig aufschlagen und der Teig bleibt geschmeidig genug für den Spritzbeutel. Ist der Teig zu fest zum Spritzen, hilft ein Esslöffel pflanzliche Sahne. Lass die Kekse vor dem Umsetzen unbedingt vollständig auskühlen, da sie warm noch sehr brüchig sind.
FAQ zu veganes Spritzgebäck
Meist liegt es an zu kalter Butter oder zu langem Kneten. Lass die Butter vor dem Aufschlagen wirklich zimmerwarm werden und knete den Teig nur so lange, bis er zusammenhält.
In einer gut verschlossenen Keksdose hält sich das Gebäck 2-3 Wochen. Ungebackener Teig sowie fertige Kekse lassen sich zusätzlich gut einfrieren.
Ja, alternativ funktioniert auch ein stabiler Gefrierbeutel mit abgeschnittener Ecke. Für die klassische Form ist eine Sterntülle aber empfehlenswert.

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