Vegane Berliner mit Vanillecreme
Vegane Berliner mit Vanillecreme gehören zu den Klassikern, die an Silvester und in der Faschingszeit einfach dazugehören. Fluffiger Hefeteig, eine cremige Vanillefüllung und eine dünne Zuckerglasur, das komplett ohne Ei und tierische Milch. Genau das macht dieses Gebäck so besonders für Feiertage.
In vielen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz kennt man dieses Gebäck auch als Krapfen. Der Name unterscheidet sich, das Prinzip bleibt gleich: luftig-leichter Hefeteig, in Öl frittiert und großzügig gefüllt, egal wie man ihn in der jeweiligen Region nennt.
Auch wenn der Winter noch etwas entfernt scheint, lohnt sich ein Probelauf jetzt schon. So hast du das Rezept für vegane Berliner rechtzeitig zu Silvester und Fasching sicher im Griff, wenn die Nachfrage nach dem Gebäck am größten ist und in jeder Bäckerei die Schlangen lang werden.
Wer schon einmal versucht hat, spontan an Silvester noch vegane Berliner zu kaufen, weiß, wie schwer das sein kann. Mit diesem Rezept bist du unabhängig von der Bäckerei um die Ecke und kannst das Gebäck einfach selbst backen.
Gerade in der Faschingszeit sind vegane Optionen in klassischen Bäckereien noch immer selten. Mit diesem Rezept musst du beim Naschen mit Freunden oder Kollegen nicht auf den Klassiker verzichten, nur weil er sonst meist mit Ei gebacken wird.
Warum du Vegane Berliner mit Vanillecreme lieben wirst
Der Hefeteig für vegane Berliner gelingt auch ohne Ei wunderbar locker. Vegane Margarine und Hafermilch sorgen für die nötige Geschmeidigkeit, während eine kleine Menge Vanilleextrakt dem Teig eine feine Süße verleiht, die schon vor dem Frittieren gut duftet.
Auch das lange bekannte Ritual, den ersten frischen Berliner noch warm direkt nach dem Frittieren zu probieren, bleibt bei der veganen Version erhalten. Der Puderzucker duftet dabei fast wie an Silvester in der eigenen Kindheit.
Die selbst gekochte Vanillecreme im Inneren ist der eigentliche Star: cremig, nicht zu süß und mit echtem Vanillegeschmack. Zusammen mit der dünnen Zuckerglasur entsteht genau der Kontrast aus fluffigem Teig, cremiger Füllung und knuspriger Kruste, den man von einem guten Berliner erwartet und liebt.
Da du die Creme selbst kochst, bestimmst du außerdem die Süße und Vanilleintensität ganz nach eigenem Geschmack, etwas, das bei gekauften Berlinern selten möglich ist.
Auch der Duft beim Frittieren erinnert sofort an Jahrmarkt und Silvesterfeiern. Wer diesen Duft schon aus Kindertagen kennt, wird von der veganen Variante überrascht sein, wie nah sie geschmacklich am Original bleibt.
Für besondere Anlässe lässt sich die Zuckerglasur außerdem mit etwas Zitronensaft oder Kakao variieren, sodass jede Portion Berliner ein kleines bisschen individuell wird, ganz ohne das Grundrezept zu verändern.
Machbar für Einsteiger, perfekt für die Silvesterparty
Frittieren klingt zunächst aufwendig, ist mit einem Küchenthermometer aber gut zu kontrollieren. Bei konstant 170 bis 175°C werden vegane Berliner gleichmäßig goldbraun, ohne zu viel Fett aufzunehmen oder innen roh zu bleiben, auch für alle, die zum ersten Mal frittieren.
Das Rezept ergibt 10 Stück, genug für eine kleine Silvesterrunde oder eine Faschingsfeier mit Freunden. Wer mag, füllt einzelne Berliner statt mit Vanillecreme auch mit Marmelade, ganz nach klassischem Vorbild und je nach Vorliebe der Gäste.
Wer lieber ohne Frittieren auskommen möchte, kann die Berliner auch im Ofen backen. Sie werden dann zwar etwas weniger knusprig, schmecken aber immer noch fluffig und aromatisch.
Auch für Kindergeburtstage in der kalten Jahreszeit eignen sich kleinere Portionen dieser Berliner gut. Einfach die Teigportionen etwas kleiner formen, dann verkürzt sich auch die Frittierzeit entsprechend.
Wer die Berliner am Vortag backen möchte, sollte die Füllung erst kurz vor dem Servieren einspritzen. So bleibt der Teig außen schön knusprig und wird nicht durch die Feuchtigkeit der Creme aufgeweicht.
Für eine Silvesterparty lassen sich die Berliner schon am Nachmittag vorbereiten und kurz vor Mitternacht servieren. So bleibt mehr Zeit für die Gäste, während der Ofen oder die Fritteuse die eigentliche Arbeit übernimmt.
Wer mag, kann die Füllung außerdem variieren und zum Beispiel eine Portion mit Vanillecreme und eine mit Marmelade zubereiten. So ist für jeden Geschmack am Tisch etwas dabei, ganz ohne zwei komplett unterschiedliche Rezepte zu backen.
Für den Fasching lassen sich die Berliner außerdem gut in größerer Zahl vorbereiten, wenn du eine ganze Kaffeetafel für die Familie planst. Das Grundrezept lässt sich dafür unkompliziert verdoppeln oder verdreifachen.

Vegane Berliner mit Vanillecreme
Zutaten
Für den Hefeteig
- 500 g Weizenmehl Type 405
- 1 Würfel frische Hefe 42g
- 220 ml Hafermilch lauwarm
- 70 g Zucker
- 60 g vegane Margarine weich
- 1 Prise Salz
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 L Pflanzenöl zum Frittieren
Für die Vanillecreme
- 300 ml Hafermilch
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
- 40 g Zucker
- 1 TL Vanilleextrakt
Zum Bestreuen
- 100 g Puderzucker
- 2 EL Zitronensaft oder Wasser
Zubereitung
Hefeteig zubereiten
- Bröckle die Hefe in die lauwarme Hafermilch, rühre den Zucker unter und lasse die Mischung 10 Minuten stehen, bis sie leicht schäumt.
- Gib Mehl, Salz, Vanilleextrakt und weiche Margarine dazu und verknete alles 8-10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig.
- Decke den Teig ab und lasse ihn an einem warmen Ort 60 Minuten gehen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.
Vanillecreme kochen
- Verrühre etwas von der Hafermilch mit dem Puddingpulver glatt. Erhitze die restliche Hafermilch mit Zucker, gieße die angerührte Puddingmischung ein und koche alles unter Rühren auf, bis es andickt.
- Rühre den Vanilleextrakt ein und decke die Creme mit Frischhaltefolie direkt auf der Oberfläche ab, damit sich keine Haut bildet. Vollständig auskühlen lassen.
Formen und frittieren
- Teile den Teig in 10 gleich große Portionen und forme daraus glatte Kugeln. Lege sie mit Abstand auf ein bemehltes Backblech und lasse sie zugedeckt 20-25 Minuten gehen.
- Erhitze das Öl in einem großen Topf auf 170-175°C. Verwende am besten ein Küchenthermometer, damit die Berliner gleichmäßig garen und nicht zu viel Fett aufnehmen.
- Frittiere die Berliner portionsweise je 2-3 Minuten pro Seite, bis sie goldbraun sind. Nimm sie mit einem Schaumlöffel heraus und lasse sie auf Küchenpapier abtropfen.
Füllen und fertigstellen
- Fülle die abgekühlte Vanillecreme in einen Spritzbeutel mit dünner Tülle. Steche seitlich in jeden Berliner ein Loch und spritze großzügig Creme hinein.
- Verrühre Puderzucker mit Zitronensaft zu einem dickflüssigen Guss und bestreiche die Oberseite der Berliner damit. Trocknen lassen, bevor du sie servierst.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen zum Berliner
Der Berliner ist in Deutschland vor allem zu Silvester beliebt, in Süddeutschland, Österreich und Teilen der Schweiz kennt man das gleiche Gebäck als Krapfen und isst es traditionell im Fasching. Beide Namen bezeichnen im Grunde dasselbe Hefegebäck mit kleinen regionalen Unterschieden.
Ursprünglich wurde der Teig mit Eiern und Butter angereichert, damit er beim Frittieren schön aufgeht. In dieser veganen Version übernehmen Margarine und etwas mehr Hefe diese Aufgabe zuverlässig, ohne dass der Teig an Fluffigkeit verliert.
Wer nach dem Fest noch mehr weihnachtliches Gebäck sucht, findet in unserer Zimtsterne eine schöne Ergänzung, und auch unsere Lebkuchen-Herzen passen perfekt in die kalte Jahreszeit, wenn der Ofen ohnehin schon läuft.
In manchen Familien gehört sogar ein kleiner Scherz zum Berliner-Essen dazu: Einer der Berliner wird traditionell mit Senf statt Marmelade gefüllt, als kleiner Silvesterspaß für ahnungslose Gäste. Bei dieser Vanillecreme-Version verzichten wir aber lieber auf diesen Scherz.
Historisch geht die Bezeichnung Berliner übrigens auf die Stadt Berlin zurück, wo das Gebäck im 18. Jahrhundert besonders populär wurde, bevor es sich über den gesamten deutschsprachigen Raum verbreitete.
Bis heute unterscheiden sich die Namen von Region zu Region, doch das Grundprinzip aus Hefeteig, Fett und süßer Füllung bleibt überall gleich beliebt, ganz gleich ob man nun Berliner, Krapfen oder Pfannkuchen dazu sagt.
Auch international gibt es ähnliche Gebäckstücke, etwa den polnischen Pączek oder den österreichischen Faschingskrapfen. Alle eint dasselbe Grundprinzip aus frittiertem Hefeteig, das sich hervorragend vegan umsetzen lässt.
So gelingt’s
Kontrolliere die Öltemperatur beim Frittieren mit einem Küchenthermometer, das ist der wichtigste Trick für gleichmäßig gebackene vegane Berliner. Fülle die Creme erst, wenn die Berliner komplett ausgekühlt sind, sonst zerläuft der Zuckerguss und die Vanillecreme wird flüssig statt cremig.

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