Vegane Mirabellen-Tarte mit Mandelstreuseln
Vegane Mirabellentarte ist im Spätsommer eines der schönsten Desserts, die du backen kannst. Die kleinen goldgelben Pflaumen haben nur wenige Wochen im Jahr Saison, und genau in dieser Zeit schmecken sie so intensiv süß-säuerlich, dass sie kaum eine Zugabe brauchen. Kombiniert mit knusprigem Mürbeteig und goldbraunen Mandelstreuseln entsteht ein Kuchen, der nach Spätsommer-Nachmittag im Garten schmeckt.
Klassische Obstkuchen enthalten meist Butter und manchmal sogar Ei im Teig. Wenn du vegan backst, stellst du dir vielleicht die Frage, ob der Teig dann trotzdem knusprig und der Belag schön saftig wird. Genau diese Unsicherheit begegnet uns häufig bei Leserinnen und Lesern von Vegonaut.
Die Antwort: Ja, das funktioniert hervorragend. Diese vegane Mirabellentarte kommt komplett ohne tierische Zutaten aus, verwendet stattdessen vegane Butter und Speisestärke zur Bindung – und schmeckt dabei genauso buttrig-knusprig wie das klassische Original. Ein veganes (und damit auch vegetarisches) Rezept, das auf jeder Kaffeetafel überzeugt.
Warum du vegane Mirabellentarte lieben wirst
Diese Tarte vereint drei Texturen, die perfekt zusammenspielen: der knusprig-mürbe Boden, die weich gegarten, leicht säuerlichen Mirabellen und der knackige Mandelstreusel obenauf. Genau dieser Kontrast macht jeden Bissen spannend. Dazu kommt der Duft von Zimt und geröstetem Mandelaroma, der schon beim Backen die ganze Küche erfüllt.
Weil Mirabellen von Natur aus recht süß sind, kommt der Belag mit vergleichsweise wenig zusätzlichem Zucker aus. Das macht diese vegane Mirabellentarte zu einem Dessert, das fruchtig-leicht bleibt, statt schwer und übermäßig süß zu schmecken. Perfekt für alle, die Obstkuchen dem klassischen Sahnetorten-Stil vorziehen.
Ein weiterer Vorteil: Mirabellen enthalten von Natur aus viel Pektin, das beim Backen für die richtige, leicht gelierte Konsistenz im Fruchtbelag sorgt – du brauchst also kein zusätzliches Geliermittel. Das macht diese Tarte nicht nur einfacher, sondern auch besonders naturbelassen.
So gelingt dir die Tarte garantiert
Der Mürbeteig braucht nur vier Zutaten und lässt sich in wenigen Minuten zusammenkneten. Wichtig ist nur, dass die vegane Butter wirklich kalt bleibt, damit der Teig später schön knusprig wird und nicht zäh. Danach ruht der Teig kurz im Kühlschrank, während du die Mirabellen entsteinst und die Streusel vorbereitest.
Auch für Backanfängerinnen und Backanfänger ist dieses Rezept gut geeignet, weil nichts blind gebacken oder separat vorgekocht werden muss. Du füllst die Form, verteilst die Streusel und schiebst alles gemeinsam in den Ofen. Nach 35 Minuten ist die Tarte fertig – perfekt für einen spontanen Kuchen-Nachmittag am Wochenende. Wenn du lieber Rührteig magst, schau dir auch unseren veganen Zwetschgendatschi vom Blech an – ein weiterer Steinobst-Klassiker aus unserer Küche.
Falls du die Tarte für einen besonderen Anlass vorbereiten möchtest, kannst du sie problemlos einen Tag im Voraus backen und bei Zimmertemperatur abgedeckt aufbewahren – so hast du am Tag selbst mehr Zeit für alles andere.

Vegane Mirabellen-Tarte mit Mandelstreuseln
Zutaten
Für den Mürbeteig
- 250 g Weizenmehl Type 405
- 100 g vegane Butter kalt, in Würfeln
- 60 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 3 EL kaltes Wasser
Für den Belag
- 700 g Mirabellen entsteint, halbiert
- 2 EL Speisestärke
- 2 EL Zucker
- 1 TL Zimt
Für die Mandelstreusel
- 80 g Mehl
- 60 g gemahlene Mandeln
- 60 g brauner Zucker
- 60 g vegane Butter weich
- 2 EL gehobelte Mandeln zum Bestreuen
Zubereitung
Mürbeteig zubereiten
- Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Die kalte vegane Butter dazugeben und mit den Fingerspitzen schnell zu einer krümeligen Masse verarbeiten.
- Kaltes Wasser esslöffelweise zugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten, ohne ihn zu warm werden zu lassen. In Folie wickeln und 30 Minuten kalt stellen.
- Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig ausrollen und eine Tarteform (Ø 26 cm) damit auslegen, den Rand andrücken. Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen.
Belag vorbereiten & Streusel machen
- Mirabellenhälften mit Speisestärke, Zucker und Zimt vorsichtig vermengen, damit der austretende Saft später bindet.
- Für die Streusel Mehl, gemahlene Mandeln und braunen Zucker mischen, die weiche Butter dazugeben und mit den Händen zu groben Streuseln verreiben.
Backen & servieren
- Die marinierten Mirabellen dicht auf dem Tarteboden verteilen. Die Mandelstreusel gleichmäßig darüberstreuen und mit gehobelten Mandeln bestreuen.
- Die Tarte im vorgeheizten Ofen 35 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind und der Rand leicht Farbe angenommen hat. Falls die Streusel zu schnell bräunen, mit Backpapier abdecken.
- Vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, bevor du die Tarte anschneidest – so setzt sich der Fruchtsaft und die Stücke halten besser zusammen.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen
Die Mirabelle stammt ursprünglich aus dem Vorderen Orient, wird heute aber vor allem in Lothringen und im südwestdeutschen Raum angebaut, wo sie eine lange Tradition hat. Die kleine, gelbe Pflaumenart wird meist nur wenige Wochen im August und September geerntet, was sie zu einer echten Delikatesse macht. Mehr Hintergrundwissen zur Frucht findest du im Wikipedia-Artikel zur Mirabelle.
Findest du in deinem Supermarkt gerade keine Mirabellen mehr, kannst du sie 1:1 durch Zwetschgen oder reife Pflaumen ersetzen – der Geschmack wird dann etwas kräftiger und weniger süß. Gemahlene Mandeln in den Streuseln sorgen zusätzlich für Bindung und einen leicht nussigen Geschmack, der die fruchtige Säure der Mirabellen wunderbar abrundet.
So gelingt’s
Rolle den Mürbeteig zwischen zwei Lagen Backpapier aus, dann klebt er nicht und lässt sich mühelos in die Form heben. Falls die Mandelstreusel im Ofen zu schnell bräunen, deckst du die Tarte einfach für die letzten Minuten locker mit Backpapier ab.
FAQ zu Vegane Mirabellen-Tarte mit Mandelstreuseln
Ja, tausche das Weizenmehl im Teig und in den Streuseln 1:1 gegen eine glutenfreie Mehlmischung mit Bindemittel aus. Das Ergebnis wird minimal krümeliger, schmeckt aber genauso gut.
Abgedeckt bei Zimmertemperatur bleibt sie etwa 2 Tage frisch, im Kühlschrank sogar bis zu 4 Tage. Am besten schmeckt sie allerdings am Backtag, wenn die Streusel noch richtig knusprig sind.
Ja, du kannst die fertig gebackene und abgekühlte Tarte gut portionsweise einfrieren. Zum Auftauen einfach über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und bei Bedarf kurz im Ofen aufbacken.

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