Hauptgericht

Veganer Linsenbraten mit Rotweinjus und Kartoffelpüree

Redaktion 9. September 2026 0 Kommentare
Veganer Linsenbraten mit Rotweinjus, aufgeschnitten und serviert mit cremigem Kartoffelpüree

Du vermisst den klassischen Sonntagsbraten, seit du dich pflanzlich ernährst? Ein veganer Linsenbraten schließt genau diese Lücke: würzig, herzhaft und mit echter Röstkruste, aber komplett ohne Fleisch. Serviert mit dunkler Rotweinjus und cremigem Kartoffelpüree wird daraus ein Festtagsessen, das auch gemischte Tische überzeugt. Genau so stellst du dir einen Braten vor, nur eben zu 100 % pflanzlich.

Viele vegane Bratenrezepte schmecken trocken oder zerfallen beim Anschneiden. Genau das ändert dieses Rezept. Linsen, Walnüsse und Haferflocken sorgen für Bindung und Biss zugleich. Nach 40 Minuten im Ofen hast du einen Braten, der sich in Scheiben schneiden lässt, ohne auseinanderzufallen. Die Rotweinjus gibt dem Ganzen die nötige Tiefe, die sonst oft nur Fleischsaucen liefern.

Und weil er zu 100 % pflanzlich ist, deckt dieses vegane Rezept automatisch auch vegetarische Suchintentionen ab – ideal für gemischte Tafeln am Sonntag, an denen nicht alle vegan essen. Du musst also kein zweites Gericht kochen, wenn Gäste dabei sind. Ein Teller reicht für alle am Tisch.

Warum veganer Linsenbraten so gut funktioniert

Der Clou an diesem Rezept ist die Kombination aus Linsen und gerösteten Walnüssen. Sie bringen Umami und eine leicht nussige Tiefe, die klassische Bratengerichte oft ausmacht. Geräuchertes Paprikapulver und Sojasauce verstärken den herzhaften Geschmack zusätzlich. Dazu kommt die Rotweinjus: Sie reduziert langsam, bis sie dickflüssig und intensiv im Geschmack wird. So entsteht eine Sauce, die an einen klassischen Bratenfond erinnert, ohne dass dafür Fleischabschnitte oder Knochen nötig wären.

Kombiniert mit dem cremigen Kartoffelpüree entsteht ein Teller, der sich nach echtem Comfort Food anfühlt – warm, sättigend und ehrlich. Genau deshalb ist veganer Linsenbraten bei uns inzwischen ein fester Bestandteil der Sonntagsküche geworden. Er schmeckt Veganern genauso wie Menschen, die einfach nur ein gutes Essen wollen, ohne lange über Zutaten nachzudenken. Selbst eingefleischte Fleischesser greifen bei diesem Rezept meist ein zweites Mal zu.

Alltagstauglich und perfekt für den Sonntagstisch

Auch wenn der Braten festlich wirkt, ist die Zubereitung unkompliziert. Du brauchst keine Spezialzutaten, sondern Dinge, die vermutlich schon in deiner Vorratskammer liegen: Linsen, Haferflocken, Walnüsse und Gewürze. Die Formung in der Kastenform macht das Anrichten einfach. Die meiste Zeit übernimmt ohnehin der Ofen für dich, während du dich um Beilagen oder Gäste kümmern kannst.

So lässt sich das Gericht auch am Sonntag ohne Stress kochen – ideal, wenn Gäste dabei sind, die nicht vegan leben, aber trotzdem satt und zufrieden vom Tisch aufstehen sollen. Du kannst die Linsenmasse zudem gut am Vortag vorbereiten und erst kurz vor dem Servieren backen. Das nimmt dir am eigentlichen Kochtag einen großen Teil der Arbeit ab und macht den ganzen veganen Linsenbraten planbarer.

Veganer Linsenbraten mit Rotweinjus, aufgeschnitten und serviert mit cremigem Kartoffelpüree

Veganer Linsenbraten mit Rotweinjus und Kartoffelpüree

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Deftiger veganer Linsenbraten mit dunkler Rotweinjus und cremigem Kartoffelpüree – der klassische Sonntagsbraten neu gedacht.
Portionen 4 Portionen
Vorbereitungszeit 25 Minuten
Zubereitungszeit 50 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 15 Minuten

Zutaten
  

Für den Linsenbraten

  • 200 g braune Linsen getrocknet
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel fein gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen fein gehackt
  • 100 g Walnüsse grob gehackt
  • 80 g Haferflocken zart
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 2 EL Leinsamen geschrotet, mit 6 EL Wasser verrührt
  • Salz und Pfeffer

Für die Rotweinjus

  • 1 Schalotte fein gewürfelt
  • 200 ml kräftiger Rotwein vegan
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Ahornsirup
  • 1 EL vegane Butter
  • 1 EL Speisestärke mit etwas Wasser angerührt
  • Salz und Pfeffer

Für das Kartoffelpüree

  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 100 ml Hafersahne oder Pflanzendrink
  • 40 g vegane Butter
  • Muskatnuss und Salz

Zubereitung
 

Linsenbraten vorbereiten

  • Braune Linsen mit der Gemüsebrühe aufkochen und bei mittlerer Hitze 20-25 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind und die Flüssigkeit größtenteils aufgesogen ist. Anschließend etwas abkühlen lassen.
    Veganer Linsenbraten mit Rotweinjus, aufgeschnitten und serviert mit cremigem Kartoffelpüree
  • Die geschroteten Leinsamen mit dem Wasser verrühren und 10 Minuten quellen lassen. Diese Mischung wirkt als veganer Ei-Ersatz und bindet später die Masse.
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  • Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen, bis sie leicht duften.
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  • Linsen, Zwiebelmischung, Walnüsse, Haferflocken, Tomatenmark, Sojasauce, Paprikapulver, Thymian und das Leinsamen-Gel in einer großen Schüssel vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Masse mit einem Kartoffelstampfer teilweise zerdrücken, damit sie gut bindet, aber noch etwas Biss behält.
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  • Die Masse in eine gefettete Kastenform füllen, fest andrücken und glattstreichen. Mit Backpapier abdecken.
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  • Bei 180 °C Ober-/Unterhitze 40 Minuten backen. Die letzten 10 Minuten das Backpapier entfernen, damit sich eine schöne Kruste bildet.
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Rotweinjus zubereiten

  • Die Schalotte in veganer Butter bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen.
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  • Mit Rotwein ablöschen und auf die Hälfte einkochen lassen, damit der Alkohol verkocht und sich das Aroma konzentriert.
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  • Gemüsebrühe, Tomatenmark und Ahornsirup zugeben und 10 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.
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  • Mit der angerührten Speisestärke binden, kurz aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
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Kartoffelpüree zubereiten

  • Kartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser etwa 20 Minuten weich kochen.
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  • Abgießen, kurz ausdampfen lassen und durch eine Kartoffelpresse drücken, damit das Püree besonders fein wird.
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  • Hafersahne und Butter leicht erwärmen und unter das Püree rühren. Mit Muskatnuss und Salz abschmecken.
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  • Linsenbraten in Scheiben schneiden und zusammen mit Kartoffelpüree und Rotweinjus servieren.
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Notizen

Der Linsenbraten hält sich abgedeckt bis zu 3 Tage im Kühlschrank und schmeckt aufgewärmt fast noch besser. In Scheiben geschnitten lässt er sich auch hervorragend einfrieren – einfach vor dem Servieren im Ofen erwärmen, damit die Kruste wieder knusprig wird.

Nährwerte

Kalorien: 480kcalKohlenhydrate: 55gProtein: 18gFett: 18gBallaststoffe: 12g
Autor: Redaktion
Kalorien: 480kcal
Gang: Hauptgericht, Klassiker
Küche: Deutsche Küche, Vegan
Stichwort: Hausmannskost, Linsen, Sonntagsbraten, Vegan

Passende Beilagen und Varianten

Klassisch servierst du den Braten mit Kartoffelpüree und Rotweinjus, aber auch Ofengemüse, Rotkohl oder ein einfacher grüner Salat passen hervorragend dazu. Magst du es würziger, gib einen Teelöffel geräuchertes Salz oder etwas Senf in die Linsenmasse. Für eine nussfreie Variante ersetzt du die Walnüsse durch geröstete Sonnenblumenkerne.

Die Konsistenz bleibt dabei fast identisch, nur der Geschmack wird milder. Wenn du es fruchtiger magst, rühre einen Esslöffel Preiselbeeren oder Apfelmus unter die fertige Masse, bevor sie in den Ofen kommt. So passt sich das Grundrezept leicht an unterschiedliche Vorlieben und Anlässe an, vom entspannten Alltag bis zum Festtagsessen. Auch als Resteverwertung eignet sich der Braten gut: Klein geschnitten und kurz angebraten ergibt er am Folgetag ein schnelles Pfannengericht mit Gemüse.

Für wen sich veganer Linsenbraten eignet

Dieses Rezept richtet sich an alle, die einen sättigenden Hauptgang ohne Fleisch suchen, egal ob dauerhaft vegan, flexitarisch oder einfach neugierig. Auch für Meal-Prep eignet er sich hervorragend, da er sich problemlos portionieren und wieder aufwärmen lässt. Familien mit gemischten Essgewohnheiten profitieren besonders, weil ein einziges Gericht für alle reicht.

Und weil die Zutatenliste kurz ist, lässt sich der Braten auch spontan an einem gewöhnlichen Wochentag einplanen, ohne größeren Aufwand. Wer viel Sport treibt oder auf eine proteinreiche Ernährung achtet, profitiert zusätzlich von den Linsen: Sie liefern pro Portion einen spürbaren Anteil des Tagesbedarfs an pflanzlichem Eiweiß.

Ideal für Herbst, Feiertage und die kalte Jahreszeit

Ab dem Frühherbst wird es draußen kühler, und genau dann punktet dieses Gericht besonders. Der Braten ist warm, würzig und schwer genug, um an kalten Tagen richtig satt zu machen. Gleichzeitig eignet er sich auch für die Feiertage im Winter, wenn ein festlicher Hauptgang gefragt ist, der sich gut vorbereiten lässt. So bleibt mehr Zeit für die Familie und weniger Stress in der Küche, egal ob an einem gewöhnlichen Sonntag oder an Weihnachten.

Der richtige Rotwein für die Jus

Für die Rotweinjus reicht ein einfacher, trockener Rotwein, den du auch gerne trinken würdest. Ein Spätburgunder oder ein kräftiger Trollinger passt geschmacklich gut, muss aber nicht teuer sein. Achte nur darauf, dass der Wein als vegan gekennzeichnet ist, denn manche Weine werden mit tierischer Gelatine geklärt.

Möchtest du komplett auf Alkohol verzichten, ersetzt du den Rotwein durch die gleiche Menge Traubensaft, gemischt mit einem Schuss Balsamico-Essig für die nötige Säure. Der Geschmack wird dadurch etwas süßer, bleibt aber angenehm ausgewogen und harmoniert weiterhin gut mit dem Kartoffelpüree und dem Braten selbst.

Nährwerte und Sättigung im Überblick

Eine Portion veganer Linsenbraten mit Rotweinjus und Kartoffelpüree liefert rund 480 Kalorien, etwa 18 Gramm Eiweiß und rund 12 Gramm Ballaststoffe. Diese Kombination sorgt für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl, ganz ohne Fleisch oder stark verarbeitete Fleischersatzprodukte. Im Vergleich zu einem klassischen Fleischbraten liefert diese Variante zusätzlich deutlich mehr Ballaststoffe, die wichtig für eine gesunde Verdauung sind. Für die genaue Nährwertaufschlüsselung pro Portion findest du alle Angaben direkt in der Rezeptkarte weiter unten auf dieser Seite.

Herkunft & Zutatenwissen: Linsen und der Sonntagsbraten

Der klassische deutsche Sonntagsbraten hat eine lange Tradition als Festtagsessen der Familie. Fleisch war historisch teuer, weshalb ein Braten am Sonntag etwas Besonderes markierte. Diese Tradition greifen wir hier auf – nur eben komplett pflanzlich und mit Linsen als Hauptzutat.

Linsen liefern dabei nicht nur Bindung, sondern auch reichlich pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe. Laut der Wikipedia zählen sie zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und werden seit Jahrtausenden in vielen Küchen weltweit verwendet. Für ein weiteres klassisches Sonntagsgericht, komplett vegan interpretiert, schau dir auch unseren veganen Sauerbraten mit Rotkohl und Kartoffelklößen an. Auch er zeigt, wie viel Tiefe sich mit rein pflanzlichen Zutaten erreichen lässt, ganz ohne tierische Produkte.

So gelingt’s

Lass den fertig gebackenen Linsenbraten vor dem Anschneiden 10 Minuten ruhen – so bleiben die Scheiben schön kompakt. Falls dir die Masse vor dem Backen zu feucht erscheint, gib einfach 1-2 EL zusätzliche Haferflocken dazu.

FAQ zu veganer Linsenbraten

Lässt sich veganer Linsenbraten glutenfrei zubereiten?

Ja. Ersetze die Haferflocken durch glutenfreie Haferflocken und verwende Tamari statt Sojasauce. Der Braten bindet dann genauso gut und schmeckt fast identisch, sodass niemand am Tisch einen Unterschied bemerkt.

Wie lange hält sich der Linsenbraten im Kühlschrank?

Abgedeckt hält er sich bis zu 3 Tage. Aufgewärmt im Ofen bei 160 °C wird die Kruste sogar wieder knusprig, statt weich zu werden wie in der Mikrowelle. Auch einzelne Scheiben lassen sich gut portionsweise einfrieren.

Kann ich den Braten schon am Vortag vorbereiten?

Ja, das funktioniert sehr gut. Forme die Masse am Vortag, lass sie im Kühlschrank durchziehen und backe sie am nächsten Tag frisch. Das spart Zeit und macht den Geschmack sogar noch runder, weil sich die Gewürze besser verteilen können.

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