Dessert

Veganer Matcha-Käsekuchen im japanischen Soufflé-Stil

Redaktion 21. Oktober 2026 0 Kommentare
Veganer Matcha-Käsekuchen im japanischen Soufflé-Stil, ein Stück angeschnitten mit Matcha-Pulver bestäubt

Matcha ist gerade eines der gefragtesten Dessert-Themen überhaupt, und ein cremig-luftiger japanischer Soufflé-Käsekuchen gehört zu den meistgesuchten Matcha-Rezepten weltweit. Veganer Matcha-Käsekuchen bringt beides zusammen – ganz ohne Ei, Frischkäse aus Kuhmilch oder Gelatine. Genau dieser Trend trifft hier auf unseren bewährten DACH-Backstil.

Das japanische Original lebt von seiner wackeligen, soufflé-artigen Textur, die durch viel aufgeschlagenes Eiweiß entsteht. In der veganen Version übernimmt aufgeschlagenes Aquafaba, also das Wasser aus der Kichererbsendose, genau diesen Job. Zusammen mit pflanzlichem Frischkäse, Seidentofu und zeremoniellem Matcha-Pulver entsteht eine Textur, die dem Original erstaunlich nahekommt – zart, leicht und mit intensivem Grüntee-Aroma.

Damit gehört veganer Matcha-Käsekuchen automatisch auch zu den vegetarischen Dessert-Favoriten – nur eben ganz ohne tierische Zutaten. Wer noch nicht komplett pflanzlich backt, aber auf Ei und Kuhmilchprodukte verzichten möchte, findet hier ein Rezept, das geschmacklich keine Kompromisse macht und trotzdem alltagstauglich bleibt.

Warum veganer Matcha-Käsekuchen dich überzeugen wird

Die Konsistenz ist das Besondere: luftig wie ein Soufflé, cremig wie ein Käsekuchen und dabei überraschend leicht. Das intensive Matcha-Aroma sorgt für eine angenehme, leicht herbe Note gegen die Süße und macht den Kuchen zu einem echten Hingucker auf jedem Kaffeetisch. Optisch ist die zarte Grüntönung ein Statement, geschmacklich bleibt er trotzdem zugänglich für alle, die Matcha noch nicht kennen.

Im Vergleich zu klassischen Käsekuchen-Rezepten wie unserem Kürbis-Käsekuchen oder dem Zitronen-Käsekuchen ist die Textur hier deutlich leichter und weniger dicht. Wer Wert auf ein Dessert legt, das nicht zu schwer im Magen liegt, trifft mit dem Soufflé-Stil genau die richtige Wahl. Gerade nach einem herzhaften Essen reicht meist schon ein kleines Stück völlig aus.

Auch für Matcha-Neulinge ist der Kuchen ein guter Einstieg, weil die Süße der Käsekuchenmasse die leichte Bitterkeit des Grüntees abfedert. So bekommst du ein Dessert, das gleichzeitig vertraut und spannend neu schmeckt, ohne dass die Matcha-Note zu dominant wird.

Serviertechnisch eignet sich der Kuchen für fast jeden Anlass: als elegantes Dessert nach einem mehrgängigen Menü, als Highlight auf dem Kuchenbuffet oder einfach als besonderes Stück zum Nachmittagskaffee. Durch die relativ leichte Textur bleibt auch nach einem üppigen Essen noch Platz für ein Stück.

Und auch preislich bleibt der Kuchen überschaubar: Zeremonieller Matcha ist zwar das teuerste Einzelzutat, wird aber nur in kleiner Menge gebraucht, sodass die Gesamtkosten pro Stück trotzdem im üblichen Rahmen für ein selbst gebackenes Festtagsdessert liegen.

Alltagstauglich: Einfacher als er aussieht

Auch wenn der Kuchen edel wirkt, braucht er nur wenige Arbeitsschritte: pürieren, aufschlagen, unterheben, backen. Das Wasserbad und die langsame Abkühlphase im Ofen sind der einzige Trick, den du beachten musst, um Risse zu vermeiden.

Danach heißt es nur noch warten, denn der Kuchen muss gut durchkühlen, bevor er angeschnitten wird. Das ist praktisch, denn so lässt er sich perfekt einen Tag vor dem Servieren vorbereiten. Das entlastet dich am Tag der Feier oder des Kaffeeklatschs enorm, weil nur noch das Bestäuben mit Matcha-Pulver übrigbleibt.

Für ein kleineres Dessert lässt sich die Menge problemlos auf eine 15-cm-Springform reduzieren, die Backzeit verkürzt sich dann um etwa 10 Minuten. Umgekehrt eignet sich die große Version hervorragend als Mitbringsel für Feiern, weil sie sich gut in Stücke portionieren und transportieren lässt.

Serviervorschlag: Ein kleines Schälchen frische Beeren oder ein Klecks ungesüßte pflanzliche Sahne passt hervorragend zum erdigen Matcha-Aroma und bricht die Süße etwas auf. Für eine festliche Note kannst du die Oberfläche zusätzlich mit essbaren Blüten oder dünnen Orangenzesten dekorieren, bevor du den Kuchen servierst.

Wenn du zum ersten Mal mit Aquafaba arbeitest: Nimm dafür am besten das Wasser aus einer Dose Kichererbsen mit möglichst wenig Zusatzstoffen, das schlägt sich zuverlässiger auf als stark verdünntes Aquafaba aus selbst gekochten Kichererbsen. Bewahre übrig gebliebenes Aquafaba im Kühlschrank auf und nutze es innerhalb weniger Tage für ein zweites Rezept.

Veganer Matcha-Käsekuchen im japanischen Soufflé-Stil, ein Stück angeschnitten mit Matcha-Pulver bestäubt

Veganer Matcha-Käsekuchen im japanischen Soufflé-Stil

Bisher keine Bewertungen
Cremig-luftiger veganer Matcha-Käsekuchen nach dem Vorbild des japanischen Soufflé-Käsekuchens – mit pflanzlichem Frischkäse, Seidentofu und aufgeschlagenem Aquafaba statt Ei, für die typische wabbelige Textur.
Portionen 10 Stücke
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 50 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 20 Minuten

Kochutensilien

Zutaten
  

Für die Käsekuchenmasse

  • 300 g veganer Frischkäse Natur
  • 200 g Seidentofu
  • 100 ml Kokosmilch vollfett, gut geschüttelt
  • 100 g Zucker ausdrücklich als vegan gekennzeichnet
  • 3 EL Maisstärke gesiebt
  • 2 EL Matcha-Pulver Zeremoniell-Qualität
  • 1 EL Zitronensaft
  • 60 g vegane weiße Schokolade geschmolzen, ausdrücklich als vegan gekennzeichnet
  • 90 ml Aquafaba Kichererbsenwasser
  • 0,25 TL Weinstein Cream of Tartar, als Stabilisator

Zum Bestäuben

  • 1 EL Matcha-Pulver

Zubereitung
 

Vorbereitung

  • Ofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine 18-cm-Springform mit Backpapier auslegen und den Rand mit einem weiteren Streifen Backpapier etwas höherziehen. Ein großes Blech mit heißem Wasser als Wasserbad bereitstellen.
    Veganer Matcha-Käsekuchen im japanischen Soufflé-Stil, ein Stück angeschnitten mit Matcha-Pulver bestäubt
  • Veganen Frischkäse, Seidentofu und Kokosmilch in einem Mixer glatt pürieren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind.
    Veganer Matcha-Käsekuchen im japanischen Soufflé-Stil, ein Stück angeschnitten mit Matcha-Pulver bestäubt

Masse herstellen

  • Matcha-Pulver, Zitronensaft und die geschmolzene vegane weiße Schokolade zur Masse geben und gut einrühren. Die gesiebte Maisstärke unterrühren, bis die Masse vollständig glatt ist.
    Veganer Matcha-Käsekuchen im japanischen Soufflé-Stil, ein Stück angeschnitten mit Matcha-Pulver bestäubt
  • Aquafaba mit dem Weinstein in einer separaten Schüssel 4-5 Minuten steif schlagen, bis feste, glänzende Spitzen entstehen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen und weiterschlagen, bis eine stabile Masse entsteht.
    Veganer Matcha-Käsekuchen im japanischen Soufflé-Stil, ein Stück angeschnitten mit Matcha-Pulver bestäubt
  • Die aufgeschlagene Aquafaba-Masse in drei Portionen vorsichtig unter die Matcha-Frischkäse-Masse heben, damit möglichst viel Luft erhalten bleibt.
    Veganer Matcha-Käsekuchen im japanischen Soufflé-Stil, ein Stück angeschnitten mit Matcha-Pulver bestäubt

Backen und kühlen

  • Die Masse in die vorbereitete Springform füllen, glattstreichen und die Form in das Wasserbad stellen. Im vorgeheizten Ofen 45-50 Minuten backen, bis die Oberfläche fest, die Mitte aber noch leicht wackelig ist.
    Veganer Matcha-Käsekuchen im japanischen Soufflé-Stil, ein Stück angeschnitten mit Matcha-Pulver bestäubt
  • Den Ofen ausschalten und den Kuchen mit einem Holzlöffel in der Ofentür-Spalte weitere 30 Minuten langsam abkühlen lassen – das verhindert, dass der veganer Matcha-Käsekuchen beim Abkühlen zu stark einfällt oder reißt.
    Veganer Matcha-Käsekuchen im japanischen Soufflé-Stil, ein Stück angeschnitten mit Matcha-Pulver bestäubt
  • Vollständig auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, dann mindestens 4 Stunden kalt stellen. Vor dem Servieren aus der Form lösen und mit Matcha-Pulver bestäuben.
    Veganer Matcha-Käsekuchen im japanischen Soufflé-Stil, ein Stück angeschnitten mit Matcha-Pulver bestäubt

Notizen

Der Kuchen hält sich abgedeckt 3 Tage im Kühlschrank. Zum Einfrieren eignet er sich wegen der luftigen Textur nicht – am besten frisch oder innerhalb von 2-3 Tagen genießen, dann bleibt er schön zart.

Nährwerte

Kalorien: 195kcalKohlenhydrate: 18gProtein: 4gFett: 11gBallaststoffe: 1g
Autor: Redaktion
Kalorien: 195kcal
Gang: Dessert
Küche: Asiatisch, International, Vegan
Stichwort: Käsekuchen, Matcha, Vegan, vegan backen

Herkunft & Zutatenwissen zum Matcha-Käsekuchen

Der japanische Soufflé-Käsekuchen, auch Cotton Cheesecake genannt, wurde in den 1960er-Jahren von dem japanischen Koch Tomotaro Kuzuno entwickelt, inspiriert von einem deutschen Käsekuchen, den er in Berlin probiert hatte. Matcha selbst hat eine noch viel längere Geschichte: Das fein gemahlene Grünteepulver stammt ursprünglich aus der chinesischen Tang-Dynastie und wurde von japanischen Zen-Mönchen weiterentwickelt. So entstand die beschattet angebaute, steingemahlene Spezialität, die wir heute kennen. Mehr zur Herkunft und Verarbeitung von Matcha liest du im englischsprachigen Wikipedia-Artikel zu Matcha.

Achte beim Einkauf auf zeremoniellen Matcha in guter Qualität, denn er bringt die kräftigste Farbe und das mildeste Aroma mit. Bei Zucker und weißer Schokolade lohnt sich ein zweiter Blick aufs Etikett: Normale weiße Schokolade enthält fast immer Milchpulver. Auch raffinierter Zucker wird teils mit tierischer Knochenkohle gefiltert. Verwende deshalb ausdrücklich als vegan gekennzeichnete weiße Schokolade und ausdrücklich als vegan gekennzeichneten Zucker.

Wie du solche versteckten tierischen Zutaten zuverlässig erkennst, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Versteckte tierische Zutaten erkennen – vegane Etiketten richtig lesen. Wenn du den Matcha-Trend noch weiterführen willst, probier auch unsere veganen Mochi-Donuts mit Matcha-Glasur – beide Rezepte ergänzen sich perfekt für einen Matcha-Nachmittag mit Freunden.

Ernährungsphysiologisch liefert eine Portion rund 195 Kalorien, dazu pflanzliches Eiweiß aus Seidentofu und Frischkäse. Als veganes Dessert, Matcha-Kuchen oder Soufflé-Käsekuchen deckt das Rezept gleich mehrere Suchbegriffe ab, unter denen Dessert-Fans aktuell nach genau dieser Kombination aus Matcha und Käsekuchen suchen.

Hast du keinen Seidentofu zur Hand, lässt er sich durch zusätzliche 150 g veganen Frischkäse ersetzen – der Kuchen wird dann etwas dichter, aber immer noch cremig. Wer es nussfrei mag, prüft am besten das Etikett des veganen Frischkäses, da manche Marken Cashew- oder Mandelbasis verwenden, andere komplett nussfrei auf Kokos- oder Sojabasis hergestellt sind.

Magst du es weniger süß, reduzierst du den Zucker in der Masse um bis zu 20 Gramm, ohne dass die Textur darunter leidet. Für eine fruchtige Variante passt ein dünner Spiegel aus pürierten Himbeeren auf dem Tellerboden hervorragend zur herben Matcha-Note und sorgt für einen schönen farblichen Kontrast beim Anrichten.

Letztlich zeigt dieser Kuchen, wie gut sich internationale Dessert-Trends in die vegane Küche übersetzen lassen, ohne dass dabei Kompromisse bei Textur oder Geschmack nötig sind. Genau diese Kombination aus Trend-Bewusstsein und solider, nachkochbarer Technik macht Rezepte wie dieses langfristig alltagstauglich statt nur kurzlebig.

So gelingt’s

Backe den Kuchen immer im Wasserbad und bei niedriger Temperatur – das verhindert, dass die Oberfläche reißt. Lass ihn danach bei leicht geöffneter Ofentür langsam abkühlen, statt ihn direkt herauszunehmen. So fällt die luftige Masse nicht abrupt in sich zusammen, und veganer Matcha-Käsekuchen bleibt schön gleichmäßig in Form. Schlage das Aquafaba wirklich steif, bevor du es unterhebst, sonst verliert die Masse zu viel Luft und der Kuchen wird dichter als gewünscht. Prüfe außerdem vor dem Anschneiden, ob der Kuchen wirklich vollständig durchgekühlt ist, da er warm noch zu weich zum sauberen Portionieren ist.

FAQ zu Veganer Matcha-Käsekuchen im japanischen Soufflé-Stil

Warum ist veganer Matcha-Käsekuchen beim Backen eingerissen?

Meist liegt es an zu hoher Ofentemperatur oder einem fehlenden Wasserbad. Back ihn bei 150 °C im Wasserbad und lass ihn danach langsam im ausgeschalteten Ofen abkühlen, dann bleibt die Oberfläche glatt und reißt nicht ein.

Welchen Matcha soll ich für den Käsekuchen verwenden?

Zeremonieller Matcha gibt die kräftigste Farbe und das mildeste, wenig bittere Aroma. Culinary-Grade-Matcha funktioniert ebenfalls, der Kuchen wird dann etwas weniger intensiv grün und schmeckt insgesamt etwas herber.

Ist veganer Frischkäse genauso cremig wie das Original?

In Kombination mit Seidentofu kommt die Textur dem Original sehr nahe. Der Seidentofu sorgt zusätzlich für Bindung, sodass der Kuchen trotzdem schön stabil bleibt und sich beim Anschneiden sauber portionieren lässt.

Community

0 Kommentare

Kostenlos

Kommentieren & Nachgekocht-Fotos teilen

Mit deinem kostenlosen Crew-Konto bekommst du +20 XP pro freigegebenem Kommentar und +30 XP pro Nachgekocht-Foto.

Crew beitreten →