Vegane Falafel mit Zitronen-Joghurt-Dip
Vegane Falafel gehören zu den zeitlosen Klassikern, die einfach nie aus der Küche verschwinden. Vielleicht hast du schon öfter Falafel probiert, die außen zäh statt knusprig waren oder beim Braten auseinandergefallen sind. Das muss nicht sein, mit der richtigen Technik gelingen sie zuverlässig.
Das Geheimnis liegt in der richtigen Zubereitung der Kichererbsen: roh eingeweicht statt gekocht, dann grob zerkleinert statt fein püriert. So bleibt die Masse formbar und wird beim Braten herrlich knusprig, ohne dass du Ei oder Semmelbrösel als Bindemittel brauchst.
Eine Portion vegane Falafel mit Zitronen-Joghurt-Dip liefert etwa 195 Kalorien, 8 Gramm Eiweiß und 6 Gramm Ballaststoffe. Mit Kosten von nur rund 3,50 Euro für vier Portionen zählt dieses Rezept zu den günstigsten und alltagstauglichsten auf Vegonaut.
Dazu gibt es einen cremigen Zitronen-Joghurt-Dip, der die würzigen Falafel angenehm auffrischt. Ein veganes und damit auch vegetarisches Rezept, das sich als Snack, Vorspeise oder Bowl-Topping vielseitig einsetzen lässt und das ganze Jahr über funktioniert.
Warum du vegane Falafel lieben wirst
Diese Falafel überzeugen durch ihre knusprige Kruste und ein würziges, saftiges Inneres. Kreuzkümmel, Koriander und frische Petersilie sorgen für das typische, unverwechselbare Aroma. Weil die Kichererbsen roh verarbeitet werden, bleibt die Masse stabil und lässt sich gut formen. Der Zitronen-Joghurt-Dip bringt zusätzliche Frische und macht das Gericht rund und ausgewogen.
Falafel sind außerdem von Natur aus reich an pflanzlichem Eiweiß und Ballaststoffen aus den Kichererbsen. Das macht sie zu einer sättigenden Mahlzeit, die trotzdem leicht im Magen liegt. Serviere sie klassisch im Fladenbrot mit Salat, oder als Topping auf einer bunten Bowl mit Hummus und geröstetem Gemüse.
Mit rund 8 Gramm Eiweiß pro Portion sind diese Falafel auch für eine pflanzenbasierte, proteinreiche Ernährung eine gute Wahl. Weil sie nicht aus stark verarbeiteten Fertigprodukten bestehen, weißt du außerdem genau, was drinsteckt. Für Kindergeburtstage oder Partys lassen sich kleinere Kugeln formen, die als Fingerfood serviert werden.
Alltagstauglich: perfekt zum Vorbereiten und Einfrieren
Die rohe Falafel-Masse lässt sich portionsweise einfrieren und bei Bedarf direkt aus dem Gefrierfach in die Pfanne oder den Ofen geben. So hast du jederzeit einen schnellen, proteinreichen Snack parat. Für die Ofenvariante brauchst du kaum Öl und kannst nebenbei etwas anderes vorbereiten, während die Falafel im Ofen garen.
Auch der Dip lässt sich gut vorbereiten und hält sich abgedeckt im Kühlschrank etwa 3 Tage. Das macht dieses Rezept ideal für Meal Prep: Bereite am Wochenende eine größere Menge Falafel-Masse zu und hast unter der Woche in wenigen Minuten eine fertige Mahlzeit.
Variationen: So machst du dir vegane Falafel zu eigen
Für grüne Falafel gibst du eine größere Menge frische Kräuter wie Petersilie, Koriander und etwas Minze in die Masse, das sorgt für eine intensiv grüne Farbe und ein besonders frisches Aroma. Wer es milder mag, lässt den Cayennepfeffer einfach weg oder ersetzt ihn durch eine Prise süßes Paprikapulver. Auch getrocknete Favabohnen statt Kichererbsen sind eine traditionelle Variante, die in Ägypten unter dem Namen Ta’ameya bekannt ist.
Der Zitronen-Joghurt-Dip lässt sich ebenfalls variieren: Mit etwas mehr Tahin und Wasser wird daraus eine klassische Tahin-Sauce, mit gehackter Gurke und Minze ein Tzatziki-ähnlicher Dip. Für eine schärfere Variante rührst du etwas Harissa oder Sriracha unter. So wird aus einem Grundrezept eine ganze Reihe unterschiedlicher Geschmackserlebnisse.
Wenn du größere Mengen für eine Feier zubereiten möchtest, lässt sich die Falafel-Masse problemlos verdoppeln oder verdreifachen, achte dann nur darauf, in mehreren Etappen zu formen und zu braten, damit die Öltemperatur konstant bleibt. Für ein Buddha-Bowl-Menü kombinierst du die Falafel mit Couscous, geröstetem Gemüse und eingelegten roten Zwiebeln. Auch als Beilage zu einem großen gemischten Salat mit Feta-Alternative aus Cashewkernen machen sich die Falafel sehr gut. Wer mag, bereitet zusätzlich ein einfaches Baba Ganoush aus gegrillten Auberginen zu, das perfekt zum orientalischen Gesamtbild passt.

Vegane Falafel mit Zitronen-Joghurt-Dip
Zutaten
Für die Falafel
- 250 g getrocknete Kichererbsen über Nacht eingeweicht, nicht aus der Dose
- 1 Zwiebel grob gewürfelt
- 3 Knoblauchzehen
- 1 Bund Petersilie
- 0.5 Bund Koriander optional
- 1 TL Kreuzkümmel gemahlen
- 1 TL Koriander gemahlen
- 0.5 TL Cayennepfeffer
- 1 TL Salz
- 0.5 TL Backpulver
- 2 EL Kichererbsenmehl
- 1 Liter Pflanzenöl zum Frittieren, oder 3 EL zum Backen
Für den Zitronen-Joghurt-Dip
- 200 g veganer Naturjoghurt Soja oder Kokos
- 1 Knoblauchzehe fein gerieben
- 1 Bio-Zitrone Saft und etwas abgeriebene Schale
- 2 EL Olivenöl
- 1 EL Tahin
- 1 Prise Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
Falafel-Masse zubereiten
- Eingeweichte Kichererbsen gründlich abtropfen lassen und trocken tupfen, sie sollten roh verarbeitet werden, nicht vorgekocht.
- Kichererbsen, Zwiebel, Knoblauch, Petersilie und Koriander in einen Food Processor geben und grob zerkleinern, bis eine krümelige, aber formbare Masse entsteht. Nicht zu fein pürieren, sonst wird die Masse pastig.
- Kreuzkümmel, gemahlenen Koriander, Cayennepfeffer, Salz, Backpulver und Kichererbsenmehl untermischen. Masse 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen, damit sie besser bindet.
Falafel formen und garen
- Aus der Masse mit feuchten Händen etwa 3 cm große Kugeln formen und leicht andrücken.
- Für die klassische Variante Öl in einem Topf auf 175°C erhitzen und die Falafel portionsweise 3-4 Minuten frittieren, bis sie tief goldbraun und knusprig sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
- Alternativ für die Ofenvariante: Falafel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen, mit etwas Öl bestreichen und bei 200°C Ober-/Unterhitze 25-30 Minuten backen, nach der Hälfte der Zeit wenden.
Dip zubereiten
- Veganen Joghurt mit Knoblauch, Zitronensaft, etwas Zitronenschale, Olivenöl und Tahin glattrühren.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken und bis zum Servieren kaltstellen.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen
Falafel stammen ursprünglich aus dem Nahen Osten und zählen dort seit Jahrhunderten zu den beliebtesten Street-Food-Gerichten. Mehr zur Geschichte und den regionalen Varianten liest du im Wikipedia-Artikel zu Falafel. Traditionell werden sie aus Kichererbsen oder Favabohnen zubereitet und stets frittiert oder gebacken, nie aus der Dose gekocht.
Warum du für Falafel unbedingt getrocknete statt gekochte Kichererbsen verwenden solltest, erklären wir ausführlich in unserem Guide Hülsenfrüchte richtig verwenden. Das Einweichwasser der Kichererbsen kannst du übrigens nicht wegschütten, wie du es als Aquafaba weiterverwendest, zeigen wir dir in Aquafaba richtig nutzen. Wenn dir Falafel gut schmecken, probiere auch unsere veganen Gemüsesticks mit Hummus-Dip als weiteren Snack mit Kichererbsen.
Der Name „Falafel“ leitet sich vermutlich vom arabischen Wort für „Pfeffer“ ab, ein Hinweis auf die traditionell kräftige Würzung. Heute gehören Falafel weltweit zu den bekanntesten pflanzlichen Street-Food-Gerichten und sind oft der erste Kontakt, den Menschen mit rein pflanzlicher Küche haben. Das macht dieses Rezept zu einem idealen Einstieg, wenn du Freunden oder Familie zeigen möchtest, wie unkompliziert und lecker vegane Küche sein kann.
So gelingt’s
Verwende für dieses Rezept unbedingt getrocknete, über Nacht eingeweichte Kichererbsen, Kichererbsen aus der Dose enthalten zu viel Wasser und lassen die Falafel beim Braten zerfallen. Lass die geformten Falafel vor dem Garen außerdem kurz ruhen, das verbessert den Zusammenhalt zusätzlich.
Serviere die Falafel klassisch im warmen Fladenbrot mit Tomate, Gurke und viel Dip, oder als Bowl mit Reis, Hummus und eingelegtem Rotkohl. Auch kalt als Fingerfood zum Mitnehmen ins Büro oder für ein Picknick eignen sie sich hervorragend. Für ein vollständiges Menü passt ein einfacher Krautsalat mit Zitronendressing als frische Beilage sehr gut dazu. Achte beim Frittieren außerdem auf eine konstante Öltemperatur von 175°C, ein Küchenthermometer hilft dabei sehr, denn zu kaltes Öl lässt die Falafel Fett aufsaugen, während zu heißes Öl die Kruste verbrennt, bevor das Innere durchgegart ist.
FAQ zu Vegane Falafel mit Zitronen-Joghurt-Dip
Warum zerfallen meine veganen Falafel beim Braten?
Das passiert meist, wenn gekochte statt roher, eingeweichter Kichererbsen verwendet werden. Achte außerdem darauf, die Masse vor dem Formen mindestens 30 Minuten kühl ruhen zu lassen.
Kann ich Falafel auch ohne Frittieren zubereiten?
Ja, im Ofen bei 200°C Ober-/Unterhitze werden sie nach 25 bis 30 Minuten ebenfalls schön goldbraun und knusprig. Bestreiche sie vorher leicht mit Öl, damit die Kruste besser gelingt.
Wie lange halten sich vegane Falafel im Kühlschrank?
Fertig gebratene Falafel halten sich abgedeckt im Kühlschrank etwa 3 Tage. Die rohe Masse lässt sich sogar mehrere Monate portionsweise einfrieren.

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