Vegane Martinshörnchen
Vegane Martinshörnchen dürfen beim Laternenumzug am Martinstag einfach nicht fehlen. Das fluffige Hefegebäck mit Rosinen wärmt die Hände in der kühlen Novemberluft und schmeckt genauso gut wie die klassische Variante mit Ei und Butter. Kein Wunder, dass es zu den beliebtesten Gebäcken der Vorweihnachtszeit gehört.
Traditionell gehören Martinshörnchen zum 11. November, wenn Kinder mit Laternen durch die Straßen ziehen und an die Legende des heiligen Martin erinnern. In dieser Version wird der Hefeteig komplett pflanzlich zubereitet, mit Hafermilch und veganer Margarine statt Milch und Butter, ohne dass beim Geschmack Abstriche gemacht werden müssen.
Da der 11. November nur noch wenige Wochen entfernt ist, lohnt es sich, das Rezept jetzt schon auszuprobieren. So weißt du am Martinstag genau, wie die Hörnchen am besten gelingen, und kannst sie stressfrei für die ganze Familie backen, ohne am Tag selbst improvisieren zu müssen.
Gerade wenn du für eine Kita-Gruppe oder eine Schulklasse backst, lohnt sich ein Probedurchlauf vorab besonders. So kannst du die Menge an Rosinen, die Süße und die Backzeit genau auf den Geschmack der Kinder abstimmen, bevor der eigentliche Martinstag ansteht.
Wer selbst Kinder hat, weiß, wie sehr der Martinsumzug mit warmem Gebäck und heißem Kakao zum festen Ritual gehört. Vegane Martinshörnchen sorgen dafür, dass wirklich alle Kinder in der Gruppe unbesorgt mitnaschen können.
Warum du Vegane Martinshörnchen lieben wirst
Der Hefeteig für vegane Martinshörnchen wird herrlich locker und leicht süß, ganz ohne Ei. Die Rosinen sorgen für kleine süße Akzente in jedem Bissen, während die leichte Vanillenote im Teig für den typischen Geschmack sorgt, den man von diesem Gebäck kennt und liebt.
Wenn du magst, kannst du den Teig zusätzlich mit etwas Zitronenabrieb verfeinern, das bringt eine dezente Frische, die gut mit den süßen Rosinen harmoniert und den Geschmack noch runder macht.
Anders als viele Hefegebäcke lassen sich die Hörnchen gut vorbereiten. Du kannst den Teig am Vorabend ansetzen und die Hörnchen am Morgen des Martinstags frisch backen, dann duftet die ganze Küche nach warmem Gebäck, bevor der Umzug überhaupt losgeht.
Auch die Optik überzeugt: Die typische Hörnchenform mit den nach innen gebogenen Enden macht sich hübsch auf jedem Kuchenteller und lässt sich mit etwas Übung schnell formen, auch für Backanfänger.
Wenn du magst, kannst du die Hörnchen auch schon einen Tag vorher backen und am Martinstag selbst nur noch kurz aufwärmen. So bleibt am Tag des Umzugs mehr Zeit für das Basteln der Laternen.
Der Duft von frisch gebackenem Hefeteig, der sich beim Martinsumzug in der kühlen Abendluft verteilt, gehört für viele Familien fest zu diesem Tag dazu. Mit der veganen Variante können jetzt wirklich alle Kinder in der Gruppe gemeinsam naschen, ganz ohne Rücksicht auf Ei-Allergien oder Unverträglichkeiten.
Auch für Erwachsene ist ein warmes Martinshörnchen mit einer Tasse Tee oder Punsch ein schönes kleines Ritual, das den Abend gemütlich abrundet, nachdem die Laternen wieder eingesammelt sind.
Einfach zu backen, ideal für die ganze Familie
Auch wenn Hefeteig auf den ersten Blick nach viel Aufwand klingt, brauchst du für vegane Martinshörnchen nur eine Schüssel, etwas Geduld beim Gehenlassen und ein Backblech. Kinder können beim Formen der Hörnchen prima mithelfen, das macht den Laternenumzug noch persönlicher und das gemeinsame Backen zum kleinen Vorfest.
Aus dem Teig lassen sich in etwa zwei Stunden inklusive Gehzeit zehn Hörnchen backen, genug für eine ganze Kindergruppe oder eine gemütliche Kaffeerunde am Nachmittag vor dem Umzug.
Wer mag, kann die Hörnchen zusätzlich mit gehackten Mandeln bestreuen oder eine dünne Zuckerglasur darüber ziehen. Das Grundrezept bleibt dabei immer gleich einfach und lässt sich nach eigenem Geschmack variieren.
Da der Teig nur wenige Grundzutaten braucht, lässt sich die Menge auch problemlos verdoppeln, wenn du eine größere Kindergruppe oder eine ganze Schulklasse versorgen möchtest. Die Backzeit bleibt dabei gleich, nur die Backbleche im Ofen wechseln sich eben öfter ab.
Da die Zutatenliste kurz und alltäglich ist, kannst du das Rezept auch spontan am Vorabend des Martinstags noch ansetzen, ohne vorher extra einkaufen zu müssen. Mehl, Hefe und Hafermilch hat man meist ohnehin im Haus.
Praktisch ist außerdem, dass sich der fertige Teig gut portionieren lässt. So kannst du genau so viele Hörnchen backen, wie du gerade brauchst, und den Rest für einen späteren Zeitpunkt aufheben.
Wer noch keine Erfahrung mit Hefeteig hat, findet in diesem Rezept einen guten Einstieg. Die Schritte sind einfach nachvollziehbar, und kleine Unregelmäßigkeiten beim Formen der Hörnchen fallen am Ende ohnehin kaum auf.

Vegane Martinshörnchen
Zutaten
Für den Hefeteig
- 500 g Weizenmehl Type 550
- 1 Würfel frische Hefe 42g, alternativ 1 Päckchen Trockenhefe
- 250 ml Hafermilch lauwarm
- 60 g Zucker
- 70 g vegane Margarine weich
- 1 Prise Salz
- 1 TL Vanilleextrakt
- 80 g Rosinen
Zum Bestreichen und Bestreuen
- 3 EL Hafermilch
- 1 EL Ahornsirup
- 2 EL Hagelzucker optional
Zubereitung
Hefeteig zubereiten
- Bröckle die Hefe in die lauwarme Hafermilch und rühre den Zucker unter, bis sich beides aufgelöst hat. Lasse die Mischung 10 Minuten stehen, bis sich an der Oberfläche leichte Bläschen bilden.
- Gib Mehl, Salz, Vanilleextrakt und die weiche Margarine in eine große Schüssel. Gieße die Hefemischung dazu und verknete alles 8-10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig, per Hand oder mit der Küchenmaschine.
- Hebe die Rosinen zum Schluss unter den Teig, sodass sie gleichmäßig verteilt sind.
- Decke die Schüssel mit einem Tuch ab und lasse den Teig an einem warmen Ort 60-75 Minuten gehen, bis sich sein Volumen sichtbar verdoppelt hat.
Formen und backen
- Teile den Teig in 10 gleich große Portionen. Rolle jede Portion zu einem länglichen Strang und forme daraus ein Hörnchen, indem du die Enden leicht nach innen biegst.
- Lege die Hörnchen mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und lasse sie zugedeckt weitere 20-25 Minuten gehen.
- Heize währenddessen den Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vor.
- Verrühre Hafermilch und Ahornsirup und bestreiche die Hörnchen damit vorsichtig. Bestreue sie nach Belieben mit Hagelzucker.
- Backe die Martinshörnchen 15-18 Minuten, bis sie goldbraun sind. Lasse sie auf einem Gitter kurz abkühlen, bevor du sie servierst.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen rund um den Martinstag
Der Martinstag geht auf den heiligen Martin von Tours zurück, der der Legende nach seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte. Bis heute ziehen Kinder in vielen Regionen Deutschlands mit selbst gebastelten Laternen durch die Straßen und singen Martinslieder vor den Haustüren.
Gebäck in Hörnchenform soll an die Hufeisen von Martins Pferd erinnern, mancherorts werden stattdessen auch Weckmänner mit Tonpfeife gebacken. Die genaue Form unterscheidet sich von Region zu Region, der Anlass bleibt aber überall derselbe.
Wer nach dem Laternenumzug noch ein herzhaftes Hauptgericht sucht, findet in unserer veganen Martinsgans die passende Ergänzung zum Fest. Für die Adventszeit danach lohnt sich außerdem ein Blick auf unsere Lebkuchen-Herzen, die perfekt in die kalte Jahreszeit passen.
In vielen Familien markiert der Martinstag den inoffiziellen Auftakt in die Vorweihnachtszeit. Nach den Laternenumzügen mit warmem Gebäck folgen bald die ersten Plätzchen und der Duft von Zimt und Nelken in der Küche.
In manchen Regionen wird zum Martinstag traditionell auch eine Martinsgans serviert, in anderen stehen die süßen Gebäckstücke klar im Vordergrund. Beide Bräuche lassen sich wunderbar kombinieren, wenn du für Familie oder Freunde ein kleines Martinsfest ausrichten möchtest.
Auch außerhalb des Rheinlands, wo der Brauch besonders verbreitet ist, freuen sich Kinder überall in Deutschland über dieses süße Gebäck. Mit der veganen Variante lässt sich die Tradition an jede Ernährungsweise in der Familie anpassen.
In Kindergärten und Schulen wird zunehmend auf allergiefreundliche und pflanzliche Alternativen geachtet. Vegane Martinshörnchen passen damit nicht nur geschmacklich, sondern auch praktisch gut in den heutigen Kita-Alltag.
So gelingt’s
Achte darauf, dass die Hafermilch für den Hefeteig nur lauwarm und nicht heiß ist, sonst stirbt die Hefe ab. Lass den Teig an einem warmen, zugfreien Ort gehen, zum Beispiel im leicht vorgeheizten und wieder ausgeschalteten Backofen. So gelingen vegane Martinshörnchen garantiert fluffig und gehen gleichmäßig auf.

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