Vegane Reibekuchen mit Apfelmus
Vegane Reibekuchen mit Apfelmus gehören zu den Gerichten, auf die im Rheinland rund um den Martinstag niemand verzichten möchte. Vielleicht erinnerst du dich noch an den Duft von frisch gebratenen Kartoffelpuffern von früher, meist aber mit Ei zubereitet. In Österreich kennst du das Gericht vielleicht eher unter dem Namen Erdäpfelpuffer.
Wir zeigen dir, wie die Reibekuchen auch komplett vegan gelingen: knusprig außen, weich innen, ganz ohne Ei. Kichererbsenmehl und Speisestärke übernehmen die Bindung und sorgen trotzdem für die gewohnte Konsistenz. Das Ergebnis unterscheidet sich geschmacklich kaum von der klassischen Variante deiner Kindheit.
Eine Portion vegane Reibekuchen mit Apfelmus liefert etwa 310 Kalorien, 6 Gramm Eiweiß und 5 Gramm Ballaststoffe aus Kartoffeln und Äpfeln. Die Zutaten kosten insgesamt nur rund 5 Euro für vier Portionen, damit gehört dieses Rezept zu den günstigeren Hauptgerichten für den ganzen Haushalt.
Dazu gibt es warmes, selbstgemachtes Apfelmus, das die goldbraune Kruste der Reibekuchen wunderbar ausbalanciert. Ein veganes und damit auch vegetarisches Rezept, das die ganze Familie an den Tisch holt und sich sowohl im November zum Martinstag als auch als schnelles Alltagsgericht eignet.
Warum du vegane Reibekuchen mit Apfelmus lieben wirst
Reibekuchen sind ein echter Klassiker der deutschen Küche und gehören für viele fest zur Herbst- und Martinssaison dazu. Unsere vegane Version verzichtet komplett auf Ei, bleibt aber genauso knusprig wie das Original. Das Geheimnis liegt im gründlichen Auswringen der geraspelten Kartoffeln, so wird die Panade außen besonders kross und innen bleibt sie zart.
Auch geschmacklich überzeugt die Kombination: Die leicht süße, warme Apfelnote gleicht das herzhafte Röstaroma der Reibekuchen perfekt aus. Serviere dazu nach Belieben noch einen Klecks veganen Sauerrahm oder etwas frischen Schnittlauch, wenn es herzhafter sein soll.
Reibekuchen sind zudem ein günstiges Gericht, das mit wenigen Grundzutaten aus dem Vorratsschrank auskommt. Eine Portion kostet dich im Schnitt deutlich weniger als vergleichbares Streetfood und ist trotzdem genauso schnell zubereitet. Das macht das Rezept ideal für Studierende, große Familien oder alle, die mit kleinem Budget lecker kochen möchten.
Alltagstauglich: perfekt für den ganzen Haushalt
Dieses Rezept ergibt genug für die ganze Familie und lässt sich gut in Etappen braten, während die ersten Reibekuchen im Ofen warmgehalten werden. Reste schmecken auch am nächsten Tag noch gut, kurz im Toaster oder in der Pfanne aufgeknuspert. Für Kinder kannst du kleinere Portionen formen, die schneller durchgaren und leichter zu essen sind.
Praktisch für stressige Tage: Das Apfelmus lässt sich schon Tage vorher kochen und hält sich gut verschlossen im Kühlschrank etwa eine Woche. So musst du am Tag selbst nur noch die Reibekuchen braten und hast trotzdem ein vollständiges, warmes Gericht in kurzer Zeit fertig.
Variationen: So machst du dir vegane Reibekuchen mit Apfelmus zu eigen
Für eine herzhaftere Variante rührst du fein gehackte Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch direkt in die Kartoffelmasse. Auch geriebene Möhre oder Zucchini lassen sich unterheben, allerdings solltest du dann noch gründlicher auswringen, da diese Gemüsesorten zusätzliche Flüssigkeit mitbringen. Wer es würziger mag, ergänzt etwas geräuchertes Paprikapulver oder Kreuzkümmel in der Masse.
Statt Apfelmus passt auch ein cremiger Kräuterquark aus veganem Naturjoghurt oder Cashewquark, wenn du das Gericht lieber herzhaft servierst. In Österreich werden Erdäpfelpuffer traditionell auch mit einem Salat aus Feldsalat gereicht, das lockert die Mahlzeit zusätzlich auf. Für die Weihnachtszeit kannst du das Apfelmus außerdem mit etwas Zimt und einer Prise Nelkenpulver verfeinern.
Wenn du für eine größere Runde kochst, etwa zum Martinsumzug mit der ganzen Nachbarschaft, lässt sich die Menge problemlos verdoppeln oder verdreifachen. Halte die fertigen Reibekuchen in diesem Fall auf einem Blech im Ofen bei niedriger Temperatur warm, während du weiterbrätst. Für ein vollständiges Herbstmenü servierst du vorab eine leichte Suppe und zum Nachtisch einen warmen Apfelkuchen, das rundet den Abend rund um den Martinstag stimmig ab. Auch als herzhaftes Frühstück am Wochenende machen sich kleinere Reibekuchen mit einem pochierten Apfelscheiben-Topping überraschend gut.

Vegane Reibekuchen mit Apfelmus
Zutaten
Für die Reibekuchen
- 1 kg mehligkochende Kartoffeln
- 1 große Zwiebel
- 3 EL Kichererbsenmehl
- 2 EL Speisestärke
- 1 TL Salz
- 1 Prise Muskatnuss
- 1 Prise Pfeffer schwarz
- 200 ml neutrales Pflanzenöl zum Braten
Für das Apfelmus
- 500 g säuerliche Äpfel z.B. Boskoop
- 100 ml Apfelsaft
- 1 Zimtstange
- 1 EL Zucker nach Geschmack
- 1 Spritzer Zitronensaft
Zubereitung
Apfelmus kochen
- Äpfel schälen, entkernen und grob würfeln.
- Mit Apfelsaft, Zimtstange und Zucker in einem Topf aufkochen und bei mittlerer Hitze 12-15 Minuten weich köcheln lassen, gelegentlich umrühren.
- Zimtstange entfernen, Äpfel mit einem Kartoffelstampfer oder Pürierstab je nach gewünschter Konsistenz zerkleinern. Mit Zitronensaft abschmecken und beiseitestellen.
Reibekuchen zubereiten
- Kartoffeln und Zwiebel schälen und auf der groben Seite einer Reibe raspeln, alternativ im Food Processor.
- Die geraspelte Masse in ein sauberes Küchentuch geben und über der Spüle kräftig auswringen, bis möglichst wenig Flüssigkeit übrig bleibt, das macht die Reibekuchen später knuspriger.
- Kartoffel-Zwiebel-Masse in eine Schüssel geben, Kichererbsenmehl, Speisestärke, Salz, Muskat und Pfeffer untermischen und gut verkneten, bis eine formbare Masse entsteht.
- Reichlich Öl in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Mit einem Esslöffel kleine Portionen der Masse abnehmen, flach in die Pfanne setzen und leicht andrücken.
- Reibekuchen pro Seite 4-5 Minuten braten, bis sie tief goldbraun und knusprig sind. Nicht zu oft wenden, damit sie außen richtig kross werden.
- Fertige Reibekuchen auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen und sofort mit dem Apfelmus servieren.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen
Reibekuchen haben ihren Ursprung im Rheinland, wo sie traditionell zum Martinstag am 11. November gegessen werden. Mehr zur Geschichte des Brauchtums rund um den Martinstag findest du im Wikipedia-Artikel zum Martinstag. Auch in unserem Rezept für vegane Martinsgans spielt dieser Feiertag die Hauptrolle.
Für Reibekuchen eignen sich am besten mehligkochende Kartoffeln, weil sie beim Braten mehr Stärke freisetzen und so von selbst besser binden. Mehr zu den verschiedenen Kartoffelsorten und ihren Einsatzgebieten erfährst du in unserem Guide Kartoffeln richtig zubereiten. Das Apfelmus dazu machst du am besten mit säuerlichen Äpfeln wie Boskoop, die auch im Spätherbst noch reichlich Aroma mitbringen, Tipps zur Haltbarmachung findest du in Äpfel und Birnen haltbar machen.
Der Martinstag geht auf den heiligen Martin von Tours zurück und wird im Rheinland traditionell mit Laternenumzügen gefeiert. Im Anschluss an den Umzug gehört das gemeinsame Essen von Reibekuchen mit Apfelmus für viele Familien fest zum Abend dazu. So verbindet dieses Rezept eine jahrhundertealte Tradition mit einer modernen, rein pflanzlichen Zubereitung, ohne dass dabei etwas vom vertrauten Geschmack verloren geht.
So gelingt’s
Wringe die geraspelten Kartoffeln wirklich gründlich in einem Küchentuch aus, je trockener die Masse, desto knuspriger werden deine Reibekuchen. Reibe die Kartoffeln außerdem erst kurz vor dem Braten, damit sie nicht braun anlaufen.
Serviere die Reibekuchen klassisch mit Apfelmus, für eine herzhafte Variante passen aber auch ein Kräuterquark oder eine würzige Remoulade auf pflanzlicher Basis. Zu einem kompletten Abendessen wird das Gericht mit einem einfachen grünen Salat und etwas Kürbiskernöl. Für Kinder schneidest du die Reibekuchen nach dem Braten in Streifen, das erleichtert das Essen und sorgt für weniger Krümel auf dem Tisch.
FAQ zu Vegane Reibekuchen mit Apfelmus
Warum werden meine veganen Reibekuchen mit Apfelmus nicht knusprig?
Meist liegt es an zu viel Feuchtigkeit in der Kartoffelmasse. Wringe die geriebenen Kartoffeln vor dem Verarbeiten unbedingt gründlich in einem Küchentuch aus und brate in ausreichend heißem Öl.
Kann ich die Reibekuchen vorbereiten und später aufwärmen?
Ja, du kannst sie nach dem Braten auskühlen lassen und einfrieren. Zum Aufwärmen packst du sie am besten direkt gefroren in den Toaster oder eine heiße Pfanne, so werden sie wieder knusprig.
Welche Kartoffelsorte eignet sich am besten für Reibekuchen?
Mehligkochende Sorten wie Agria oder Melody funktionieren am besten, weil sie beim Reiben mehr Stärke freisetzen. Diese Stärke hilft der Masse, ohne Ei zusammenzuhalten.

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