Vegane Weihnachtsbrioche mit Zimt und Orange
Suchst du schon jetzt ein Frühstücksgebäck für die Adventszeit, das sich blicken lassen kann, aber ohne Butter, Milch und Ei auskommt? Diese vegane Weihnachtsbrioche ist genau das: ein luftig-lockerer Hefekranz mit Zimt und Orangenzesten, der jeden Frühstückstisch in der Vorweihnachtszeit verschönert.
Der Teig braucht nur wenige Zutaten aus dem Vorrat: Mehl, Hefe, Pflanzendrink und vegane Butter. Geflochten zu einem Kranz und mit einer leichten Orangenglasur überzogen, sieht die Brioche aus wie aus der Bäckerei. Sie schmeckt aber noch besser, weil du genau weißt, was drin ist.
Weil das Rezept komplett pflanzlich ist, passt diese vegane Weihnachtsbrioche ebenso gut in jede vegetarische Weihnachtsbäckerei. Wer noch nicht ganz auf tierische Zutaten verzichtet, bekommt hier trotzdem ein Gebäck, das garantiert allen am Tisch schmeckt, egal welche Ernährungsweise sonst auf dem Plan steht.
Warum du vegane Weihnachtsbrioche lieben wirst
Der Hefeteig wird durch vegane Butter und Pflanzendrink genauso zart und buttrig wie das klassische Vorbild. Zimt und frische Orangenschale sorgen für ein warmes, weihnachtliches Aroma, das schon beim Backen die ganze Küche erfüllt. Mit der dünnen Orangenglasur und gerösteten Mandelblättchen wirkt der Kranz festlich, ohne dass du dafür Spezialzutaten brauchst.
Optisch macht der geflochtene Kranz auf jedem Frühstückstisch etwas her, auch wenn du ihn zum ersten Mal backst. Die Form verzeiht kleine Unregelmäßigkeiten beim Flechten, weil sie durch das Gehen und Backen ohnehin noch etwas aufgeht und sich von selbst ausgleicht.
Auch als Geschenk aus der Küche eignet sich der Kranz hervorragend: einfach gut verpackt und mit etwas Zimt und Orangenschale dekoriert, wird aus der Brioche schnell eine persönliche Aufmerksamkeit für Nachbarn, Kolleginnen oder die Gastgeberin beim Adventskaffee.
Serviervorschlag: Reiche die Brioche lauwarm mit etwas veganer Butter oder einem Löffel Orangenmarmelade dazu. Zu einer Tasse Kaffee oder einem Glas frisch gepresstem Orangensaft passt der Zimt-Orangen-Geschmack besonders gut und rundet ein gemütliches Adventsfrühstück stimmig ab.
Und weil der Kranz vor allem aus Grundzutaten besteht, die ohnehin häufig im Haus sind, lässt er sich auch spontan backen, wenn kurzfristig Besuch zum Adventskaffee ansteht. Die reine Backzeit von knapp 30 Minuten plus Gehzeiten passt gut in einen entspannten Sonntagvormittag.
Alltagstauglich: Perfekt für die Vorweihnachtszeit vorzubereiten
Du kannst den Teig bereits am Vorabend herstellen, nach dem ersten Gehen abgedeckt in den Kühlschrank stellen und am nächsten Morgen direkt formen und backen – so hast du frisches Gebäck, ohne früh aufstehen zu müssen.
Auch fertig gebacken hält sich die Brioche mehrere Tage und lässt sich ungeglast gut einfrieren, ideal also für Adventsbesuch oder das Weihnachtsfrühstück mit der ganzen Familie. Für ein schnelles Frühstück unter der Woche reicht schon eine aufgetoastete Scheibe mit etwas veganer Butter.
Wer mehrere Gäste erwartet, verdoppelt einfach die Zutatenmenge und flicht zwei kleinere Kränze statt eines großen – die Backzeit bleibt dabei fast identisch. So lässt sich die vegane Weihnachtsbrioche auch gut für ein größeres Weihnachtsfrühstück im Familien- oder Freundeskreis planen.
Reste lassen sich übrigens hervorragend weiterverwerten: Schneide die Brioche in Scheiben und verarbeite sie wie Toastbrot zu einem süßen French Toast, oder würfle sie für einen schnellen Bread Pudding. So geht garantiert nichts von dem aufwendig geflochtenen Kranz verloren.
Falls du zum ersten Mal mit Hefeteig arbeitest: Achte vor allem darauf, dass dein Pflanzendrink wirklich nur lauwarm und nicht heiß ist, und gib der Hefe in Ruhe die vollen 10 Minuten zum Aktivieren. Ein warmer, zugfreier Ort wie der ausgeschaltete Backofen mit eingeschaltetem Licht eignet sich für die Gehzeiten besonders gut.

Vegane Weihnachtsbrioche mit Zimt und Orange
Kochutensilien
- 1 Schüssel
Zutaten
Für den Hefeteig
- 500 g Weizenmehl Type 550
- 80 g Zucker ausdrücklich als vegan gekennzeichnet
- 7 g Trockenhefe 1 Päckchen
- 250 ml Mandeldrink lauwarm
- 80 g vegane Butter weich
- 1 Stück Bio-Orange nur die Schale, abgerieben
- 1 TL Zimt
- 0,5 TL Salz
- 1 EL Aquafaba Kichererbsenwasser, zum Bestreichen
Zum Bestreichen und Glasieren
- 2 EL Ahornsirup
- 100 g Puderzucker ausdrücklich als vegan gekennzeichnet
- 3 EL Orangensaft frisch gepresst
- 2 EL Mandelblättchen geröstet, zum Dekorieren
Zubereitung
Teig herstellen
- Den lauwarmen Mandeldrink mit der Trockenhefe und 1 Teelöffel vom Zucker verrühren und 10 Minuten stehen lassen, bis sich an der Oberfläche leicht Schaum bildet.
- Mehl, restlichen Zucker, Salz, Zimt und Orangenabrieb in einer großen Schüssel vermengen. Die Hefemischung und die weiche vegane Butter dazugeben.
- Alles 8-10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig verkneten, von Hand oder mit der Küchenmaschine. Der Teig sollte sich weich, aber nicht mehr klebrig anfühlen.
- Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen sichtbar verdoppelt hat.
Formen und backen
- Den Teig in drei gleich große Stränge teilen und zu etwa 40 cm langen Rollen formen. Die drei Stränge zu einem Zopf flechten und zu einem Kranz zusammenlegen, die Enden gut verschließen.
- Den geformten Kranz auf ein Blech mit Backpapier legen und weitere 30 Minuten gehen lassen, bis er nochmal deutlich an Volumen zugenommen hat.
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Kranz mit Aquafaba bestreichen und 25-28 Minuten goldbraun backen.
- Die noch warme vegane Weihnachtsbrioche gleich nach dem Backen mit Ahornsirup bestreichen – das sorgt für Glanz und zusätzliche Süße.
Glasieren
- Den Kranz vollständig auskühlen lassen. Puderzucker und Orangensaft zu einer dickflüssigen Glasur verrühren.
- Die Glasur über die ausgekühlte vegane Weihnachtsbrioche ziehen und sofort mit geröstetem Mandelblättchen und etwas Orangenabrieb dekorieren, solange die Glasur noch feucht ist.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen zur Weihnachtsbrioche
Geflochtene Hefegebäcke haben in der DACH-Region eine lange Tradition. In der Schweiz heißt die klassische Variante Zopf oder Züpfe und wird traditionell sonntags zum Frühstück gegessen. In Deutschland und Österreich ist der süßere, oft mit Rosinen oder Mandeln verzierte Hefezopf oder Hefekranz verbreitet. Mehr zur Geschichte des geflochtenen Hefegebäcks findest du im englischsprachigen Wikipedia-Artikel zu Zopf.
Bei Zucker und Puderzucker für Teig und Glasur lohnt sich ein genauer Blick aufs Etikett, denn raffinierter Zucker wird teilweise mit tierischer Knochenkohle gefiltert. Greife deshalb zu ausdrücklich als vegan gekennzeichnetem Zucker und Puderzucker. Wie du solche versteckten tierischen Zutaten erkennst, liest du in unserem Ratgeber Versteckte tierische Zutaten erkennen – vegane Etiketten richtig lesen.
Wer schon Lust auf mehr Weihnachtsgebäck bekommen hat, findet bei uns auch einen veganen Christstollen und vegane Zimtschnecken mit Vanille-Glasur. Alle drei Rezepte lassen sich gut vorausplanen, einfrieren und so Stück für Stück bis zum Fest vorbereiten.
Ernährungsphysiologisch liefert eine Scheibe rund 212 Kalorien und etwas pflanzliches Eiweiß aus dem Mandeldrink. Als Frühstücksgebäck, Hefekranz oder Weihnachtsgebäck deckt das Rezept damit gleich mehrere Suchbegriffe ab, nach denen rund um die Adventszeit besonders häufig gesucht wird.
Falls dir Weizenmehl nicht zusagt, lässt sich ein Teil durch helles Dinkelmehl ersetzen, ohne dass sich an der Zubereitung viel ändert – der Teig wird dadurch etwas kompakter, bleibt aber gut formbar. Auch beim Pflanzendrink hast du freie Wahl: Soja- oder Haferdrink funktionieren als Alternative zum Mandeldrink ebenso zuverlässig.
Für eine winterliche Variante kannst du dem Teig eine Prise Spekulatiusgewürz statt Zimt beimischen oder gehackte Cranberries mit einflechten. Auch gehackte Pistazien statt Mandelblättchen als Topping geben dem Kranz eine festliche, leicht nussige Note, die gut zur Vorweihnachtszeit passt.
Letztlich zeigt dieses Rezept, wie viel weihnachtliche Backtradition sich komplett pflanzlich bewahren lässt, ohne dass Textur, Duft oder Optik darunter leiden. Gerade in der Adventszeit, wenn viele Haushalte gemischt vegan, vegetarisch und omnivor backen, ist so ein Gebäck für alle am Tisch eine unkomplizierte, gemeinsame Lösung.
Der Duft von warmem Hefeteig, Zimt und Orange gehört für viele untrennbar zur Vorweihnachtszeit dazu – ein Grund mehr, warum sich ein selbst gebackener Hefekranz als festes Ritual für den ersten Adventssonntag anbietet. Einmal eingeplant, lässt sich das Rezept Jahr für Jahr leicht variieren und an neue Lieblingszutaten anpassen.
So gelingt’s
Prüfe mit dem Fingertest, ob der Teig lang genug gegangen ist: Drückst du leicht hinein und die Delle geht langsam zurück, ist er bereit zum Formen. Lass den geflochtenen Kranz vor dem Backen unbedingt nochmal 30 Minuten ruhen, sonst wird er beim Backen nicht richtig locker. Zum Einfrieren glasierst du die Brioche erst nach dem Auftauen, dann bleibt die Glasur schön frisch. Achte außerdem darauf, die Stränge beim Flechten nicht zu fest zu ziehen, sonst geht der Teig beim Backen nicht gleichmäßig auf. Kontrolliere in den letzten Backminuten die Bräunung und decke den Kranz notfalls locker mit Backpapier ab, damit die Mandelblättchen nicht zu dunkel werden.
FAQ zu Vegane Weihnachtsbrioche mit Zimt und Orange
Ja. Lass den Teig nach dem ersten Gehen abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen und forme und backe den Kranz am nächsten Morgen frisch. Alternativ backst du die Brioche einen Tag vorher und wärmst sie vor dem Servieren kurz auf.
Mandel- oder Haferdrink funktionieren beide sehr gut, weil sie geschmacklich neutral sind. Wichtig ist nur, dass der Drink lauwarm und nicht zu heiß ist, sonst stirbt die Hefe ab und der Teig geht nicht auf.
Ja, ungeglast lässt sich die vegane Weihnachtsbrioche bis zu einem Monat einfrieren. Lass sie bei Zimmertemperatur auftauen und glasiere sie erst danach frisch, damit die Glasur nicht matt oder klebrig wird.

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