Veganes Magenbrot
Veganes Magenbrot gehört für viele untrennbar zu Herbst- und Weihnachtsmärkten dazu – der würzige Lebkuchenteig in Zuckerglasur duftet schon von Weitem nach Zimt und Nelken. Die gute Nachricht: Du musst dafür nicht auf einen Markt warten, denn Magenbrot lässt sich wunderbar zu Hause backen.
Unsere vegane Version kommt komplett ohne Butter, Eier oder Honig aus und schmeckt trotzdem genauso würzig-süß wie das Original vom Marktstand. Mit Zuckerrübensirup statt Honig bleibt das Rezept dabei zu 100% vegan und ist damit auch für alle geeignet, die sich vegetarisch oder pflanzenbasiert ernähren.
Das Rezept ergibt gleich eine große Portion für rund 30 Stück – perfekt zum Verschenken in hübschen Gläsern oder für die eigene Plätzchendose, die dieses Jahr schon vor dem ersten Advent gefüllt sein darf.
Wer schon einmal auf einem Weihnachtsmarkt am Magenbrot-Stand vorbeigelaufen ist, kennt den unwiderstehlichen Duft nach Zimt und Nelken. Mit diesem Rezept holst du dir genau dieses Erlebnis nach Hause, ganz ohne Warteschlange und mit der Gewissheit, dass wirklich alle Zutaten pflanzlich sind.
Warum du dieses vegane Magenbrot lieben wirst
Veganes Magenbrot vereint alles, was gute Weihnachtsbäckerei ausmacht: warme Gewürze wie Zimt, Nelken und Lebkuchengewürz, einen leicht klebrigen Kern und eine knackige Zuckerglasur, die beim Reinbeißen bricht. Die Konsistenz liegt zwischen Lebkuchen und Keks, wodurch jedes Stück angenehm saftig bleibt. Da der Teig ohne Ei auskommt, ist er unkompliziert zuzubereiten und verzeiht auch kleine Abweichungen bei den Mengen.
Der Zuckerrübensirup sorgt zusätzlich für eine malzig-karamellige Tiefe, die dem klassischen Original in nichts nachsteht. Viele Verkoster:innen bemerken den Unterschied zur nicht-veganen Variante gar nicht – ein gutes Zeichen dafür, wie nah dieses Rezept am Original bleibt.
Einfach zu backen, perfekt zum Vorbereiten
Für dieses Rezept brauchst du keine besonderen Backkenntnisse, nur eine Schüssel, einen Löffel und etwas Geduld beim Glasieren. Da veganes Magenbrot in einer gut verschlossenen Dose bis zu zwei Wochen hält, kannst du es lange vor dem ersten Weihnachtsmarktbesuch vorbereiten oder als Mitbringsel für die nächste Adventsfeier einplanen.
Praktisch: Der Teig lässt sich auch gut in doppelter Menge zubereiten und portionsweise einfrieren, sodass du über die gesamte Weihnachtszeit hinweg immer eine Dose veganes Magenbrot griffbereit hast, ohne jedes Mal neu backen zu müssen.

Veganes Magenbrot
Zutaten
Für den Teig
- 300 g Dinkelmehl
- 100 g brauner Zucker
- 100 g Zuckerrübensirup ersatzweise Melasse
- 80 ml Pflanzenmilch
- 40 g vegane Margarine weich
- 1 TL Lebkuchengewürz
- 1 TL Zimt
- 0.5 TL Natron
- 1 Prise Salz
Für die Glasur
- 150 g Puderzucker
- 2 EL Wasser
- 1 TL Zimt
- 1 Prise Nelkenpulver
Zubereitung
Teig zubereiten
- Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Mehl, braunen Zucker, Lebkuchengewürz, Zimt, Natron und Salz in einer Schüssel vermischen.
- Zuckerrübensirup, Pflanzenmilch und weiche Margarine zugeben und alles zu einem glatten, festen Teig verkneten. 10 Minuten ruhen lassen, damit sich das Mehl vollständig verbindet.
Formen & Backen
- Aus dem Teig fingerdicke Rollen formen und auf das Blech legen, oder den Teig direkt zu kleinen Würfeln vorformen.
- Im vorgeheizten Ofen 12-15 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht aufgesprungen und fest ist. Vollständig auskühlen lassen.
Glasur & Fertigstellung
- Für die Glasur Puderzucker, Wasser, Zimt und Nelkenpulver glattrühren, bis eine dickflüssige Masse entsteht.
- Die ausgekühlten Teigrollen in mundgerechte Würfel schneiden, in der Glasur wälzen und auf einem Kuchengitter trocknen lassen, bis die Glasur fest ist.
Notizen
Nährwerte
Herkunft & Zutatenwissen rund um Magenbrot
Magenbrot stammt ursprünglich aus der Schweiz und ist dort seit dem 19. Jahrhundert ein fester Bestandteil von Jahrmärkten und der sogenannten Chilbi. Der Name geht auf die verdauungsfördernde Wirkung der enthaltenen Gewürze wie Anis und Nelken zurück. Mehr zur Geschichte der Süßware findest du im Wikipedia-Artikel zu Magenbrot.
Auch in Süddeutschland und Österreich hat sich Magenbrot inzwischen als beliebter Jahrmarkt-Snack etabliert, wenn auch mit leicht abweichenden Gewürzmischungen von Region zu Region. Unser Rezept orientiert sich an der klassischen Schweizer Rezeptur mit Anis, Zimt und Nelken.
Wenn du auf den Geschmack von veganer Weihnachtsbäckerei gekommen bist, probiere auch unsere veganen Printen nach Aachener Art oder die veganen Lebkuchen-Herzen mit Schokoladenglasur – beide Klassiker vom Weihnachtsmarkt gibt es bei uns längst in pflanzlicher Form.
So gelingt die Glasur
Rühre die Zuckerglasur nicht zu flüssig an, sonst zieht sie zu schnell in den Teig ein und wird nicht schön weiß und matt.
Lass das Magenbrot nach dem Glasieren am besten über Nacht offen antrocknen, bevor du es in die Dose füllst.
FAQ zu veganem Magenbrot
In einer gut verschlossenen Dose hält sich veganes Magenbrot bis zu zwei Wochen. Es wird durch das Durchziehen sogar noch saftiger.
Ja, ersatzweise funktioniert auch dunkler Agavendicksaft oder Reissirup. Der Geschmack wird dann etwas milder und weniger malzig.
Meist liegt es an zu langer Backzeit. Nimm den Teig aus dem Ofen, sobald die Oberfläche nur leicht aufgesprungen ist – er wird beim Auskühlen noch fester.

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